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 RTL-Produktion in Russland 20.02.2004 (15:39 Uhr) Alexander
ich bin der Regisseur der RTL Reise-Comedy "Pastewka in..." . Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch "Pastewka in Japan" oder Indien gesehen. Wir planen jetzt eine neue Episode in Australien und Russland. Weil wir natürlich nicht nur die "Reiseführer"- Highlights abfeiern wollen, sondern auch ein bißchen außergewöhnliches und amüsantes, bin ich jetzt auf der Suche nach ungewöhnlichen oder sonstwie aufregenden Dingen, Sachen die uns Staunen oder lachen lassen rund um Russland. Also,Anekdoten oder Insidertipps eben.
Vielleicht weiß ja jemand was oder hat etwas erlebt, was wir in die neue Sendung einbauen können.

ich freu mich auf eure Antwort, schöne Grüße,

Alexander

 Re: RTL-Produktion in Russland 20.02.2004 (19:29 Uhr) russland
Alexander,

Viele Stories in Russland drehen sich natürlich ums Thema Vodka (und sind für Westler immer Anektoten wert, auch wenn es eigentlich ein trauriges Kapitel ist).

Beispiel (Details zu verifizieren):

Am Ufer der Wolga steht Russlands ungewöhnlichste Wodka-Brennerei. Ingenieure haben ein Atomkraftwerk zur Schnapsbrennerei umgebaut. "Wir stellen den Wodka von A bis Z hier her", sagt Chefingenieur Viktor Gratschow in der Abfüllstation, der einstigen Halle zur Wiederaufbereitung von verstrahltem Kühlwasser. Statt Atomstrom produziert das Kraftwerk Nischni Nowgorod 40-prozentige "Brennelemente" für den grossen russischen Durst.

Während es den meisten Wodka-Fabrikanten bei Namen für ihre Erzeugnisse nicht an Fantasie mangelt (Kalaschnikow, Schirinowski), halten sich die Schnapsbrenner aus dem Atommeiler zurück. Anstatt ihre Produkte als Jaderni (Nuklear) zu präsentieren, heisst der Standard-Schnaps schlicht Nischni Nowgorod.

Die meisten Kunden scheint die Herkunft ihres Wodkas nicht zu stören, solange Qualität und Preis stimmen. Lediglich 28 Rubel (ca 1 EUR) kostet die Halbliter Flasche Standard-Wodka.

Weitere Tipps zum täglichen Gebrauch (inkl. Story über Vodka-Verkauf bei der Feuerwehr in Moskau) findest du auch auf der Homepage:

http://www.studyrussian.com/MGU/tips_de.html


> ich bin der Regisseur der RTL Reise-Comedy "Pastewka
> in..." . Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch
> "Pastewka in Japan" oder Indien gesehen. Wir planen jetzt
> eine neue Episode in Australien und Russland. Weil wir
> natürlich nicht nur die "Reiseführer"- Highlights
> abfeiern wollen, sondern auch ein bißchen
> außergewöhnliches und amüsantes, bin ich jetzt auf der
> Suche nach ungewöhnlichen oder sonstwie aufregenden
> Dingen, Sachen die uns Staunen oder lachen lassen rund um
> Russland. Also,Anekdoten oder Insidertipps eben.
> Vielleicht weiß ja jemand was oder hat etwas erlebt, was
> wir in die neue Sendung einbauen können.
>
> ich freu mich auf eure Antwort, schöne Grüße,
>
> Alexander
>
 Re: Study ru 20.02.2004 (21:06 Uhr) Sandra
Du solltest Dich beim ZDF melden oder bei der Bildzeitung die suchen solche wie Dich. immer schoenn drauf auf die Vorurteile aber abkassieren willst Du anscheinend mit Deiner Webseite.
Es sei Alexander ausdruecklich mitgeteilt, ich kenne sehr viele Russen die absolute Antialkoholiker sind. Der Mensch findet in fremden Laendern immer das was er finden moechte!
 Re: Study ru 21.02.2004 (00:49 Uhr) Eliane
> Du solltest Dich beim ZDF melden oder bei der Bildzeitung
> die suchen solche wie Dich. immer schoenn drauf auf die
> Vorurteile aber abkassieren willst Du anscheinend mit
> Deiner Webseite.
> Es sei Alexander ausdruecklich mitgeteilt, ich kenne sehr
> viele Russen die absolute Antialkoholiker sind. Der
> Mensch findet in fremden Laendern immer das was er finden
> moechte!

Sandra, du glaubst doch wohl aber nicht, dass RTL was objektiveres auf die Beine stellen wird, als das ZDF.
Da passt das Thema Wodka doch wunderbar, genauso wie die abgewrackteste Fabrik auf russischem Boden, die immer noch was produziert oder die Überlebenskünstler im ewigen Frost.

Gruß
Eliane
 Re: Study ru 21.02.2004 (05:07 Uhr) Joerg 2
Hallo Alexander,
ich wusste auch erst nicht ob ich auf Deinen Artikel antworten sollte; Du siehst die Deutschen und die Schweizer
( Hallo Sandra } die hier leben befuerchten mal wieder, eine Bedienung von Kliesches. Ich kenne das Profil Deiner
Produktion nicht, RTL ist von Orenburg soweit weg wie der Mond.
Was koennte ich mir vorstellen : Ungewoehnlich - nicht nur
das Tote Meer eignet sich nicht zum Schwimmen, sondern auch ein See ca. 75 Km entfernt von Orenburg; der Salzgehalt ist so hoch, dass das Wasser Dich traegt, und nicht einmal 30 Meter entfernt befindet sich ein ganz normaler Suesswassersee. Das gesamte Gelaende ist ein beliebtes Ausflugsziel hier.
Informativ und Comedy aus dem Leben : Begleitet doch einfach mal einen Russen durch seinen buerokratischen Gang,
wenn dieser z.B. eine Firma eroeffnen will, etwas Kleines im
Rahmen einer OOO ( entspricht GmbH ). Eine solche Sendung
wuerde in Westeuropa begleitet sein von schallendem Gelaechter, das dann im Halse steckenbleibt und schliesslich
in Bewunderung umschlaegt.
Aber bitte - und da schliess ich mich Eliane und Sandra an -
lass die Babuschka am Rande der Strasse in Ruhe, und such auch nicht krampfhaft nach einem Dorf ohne Strom und Wasser.

Gruss Joerg
 Re: Study ru 21.02.2004 (06:00 Uhr) Sandra
Halloechen Eliane und Joerg 2:))) natuerlich erwarte ich von RTL nicht mehr als vom ZDF:(darumm habe ich auch nicht Alexander geantwortet sondern mich nur ueber dieses reizende Wesen von Study.ru aufgeregt:))).RTL wollte ich garnicht kommentieren, weil man koennte ja Alexander unrecht tun, und er bemueht sich wirklich politisch unkorrekt was vernuenftiges nicht nur zu drehen, sondern auch aus dem Material zusammen zu schneiden:)). Also fuer mich war der Abloescher einfach die erste Antwort auf die Anfrage. Die Anfrage selber kann ich nicht beantworten, da ich niemanden habe den ich mal so richtig schoenn verheizen moechte, so agresiv bin nicht mal ich:)))))
 Re: Study ru 21.02.2004 (06:35 Uhr) Moonster
Ich fand Pastewka in Japan witzig. Klar ist eine solche Sendung Bedienung von Klischees, die wir hier haben. Darum gehts ja.

Leute das ist keine Doku darüber wie es in Russland wirklich ist, sondern schlicht und ergreifend eine Mischung aus Comedy, Reisetips und "Land und Leute". Vermutet doch nicht immer gleich das Schlimmste. Der Mann macht nur seinen Job und will Infos, gebt ihm einfach welche. Ich würde Bastian gerne durch Russland "eiern" sehen  :)

 Re: Study ru 21.02.2004 (06:44 Uhr) Gunnar Juette
notfalls nimm doch einen deutschen.
überlebt sein 10 jahren in einem 120 jahre alten russischen blockhaus.
strom fällt manchmal aus.
wasser ebenso.
rekordminustemperatur war januar 2003 in einer nacht 38,5 minus.
schneerekord war 80cm.
einkommen ( rein zum leben ) russische grössenordnung.
und verrückt genug die meistgelesene internetzeitung über russland zu organisieren.
( da muss man schon einen schaden haben )

aber im ernst, ich kenne die sendung und finde sie eigentlich ganz nett. es werden natürlich klisches bedient. aber da ist es wenigstens klar, das es etwas überzogen ist und nicht wie bei einigen reportagen als doku verkauft wird.
aber auf den wodkakonsum und heruntergekommene dörfer muss man nicht noch mehr rumhacken.
und über russland was zu machen wird noch schwerer. denn das hauptstadtleben hat nun nichts mit dem landleben zu tun.
aber ein schöner banjabesuch sollte für pastewka genau so nötig sein (mit birkenzweigverprügeln), wie ein kräftiger schluck samagon und wenns zeitlich klappt eisfischen.

gruss gunnar
www.russland.ru
 Re: Study ru 21.02.2004 (06:46 Uhr) Eliane
Hallo Jörg,
> ich wusste auch erst nicht ob ich auf Deinen Artikel
> antworten sollte; Du siehst die Deutschen und die
> Schweizer
> ( Hallo Sandra } die hier leben befuerchten mal wieder,
> eine Bedienung von Kliesches. Ich kenne das Profil Deiner
> Produktion nicht, RTL ist von Orenburg soweit weg wie der
> Mond.

Hier ein Zitat von der RTL-Homepage:
Bastian Pastewka ist wieder unterwegs.
Diesmal verschlägt es ihn in das Land der aufgehenden Sonne: nach Japan. Klar, dass dies kein gewöhnlicher Reisebericht ist, sondern ein Comedy-Event der Extra-Klasse.

Kontaktschwierigkeiten hat er keine, der Reisende wider besseren Wissens, eher eine erfrischende Ehrfurchtsarmut vor fremden Kulturen. Ob im Nachtleben der Mega-Metropole Tokio, als Bergsteiger am heiligen Berg Fuji, als duldsamer Schüler eines Zen-Klosters oder heldenhafter Samurai-Krieger, Bastian Pastewka lässt nichts aus und schont weder sich noch den Zuschauer.

?Es ist überall blöder als daheim!? Bastian Pastewka, der Reisen und fremde Länder eigentlich nicht mag, hat sich wieder breitschlagen lassen und ist nach Japan gereist. Schnell schluckt ihn die pulsierende Metropole Tokio auf. Mit mangelnden Sprachkenntnissen, und ahnungslos den Sitten und Gepflogenheiten seines Gastlandes gegenüber, ist Pastewka dennoch bemüht, die Seele Japans zu erforschen. Der verzweifelte Versuch des gutwilligen Ausländers, das Geheimnis eines Landes zu erfahren, ohne vor allem was fremd und exotisch ist ehrfurchtsvoll zu verstummen führt zu einigen leidvollen Erfahrungen.

Denn wie schon in Indien schont sich Bastian Pasteweka auch auf dieser Reise nicht. Auf der Suche nach dem was im modernen Japan eigentlich noch authentisch japanisch ist, probiert er beinahe alles aus, was das Land der aufgehenden Sonne zu bieten hat. Ob als Fabrikant für Nahrungsmittelnachbildungen in Tokio, als Karaoke-Sänger im Nachtleben der Mega-Metropole, als heldenhafter Samuraikrieger, oder süchtiger Spieler in einer Pachinkohalle ? Bastian Pastewka lässt nichts aus.
http://www.rtl.de/tv/tv_841945.php

Nunja,
kann mir kaum vorstellen, dass dieses Konzept helfen kann, das verschrobene Russlandbild geradezurücken.
Stelle mir diesen Menschen gerade verzweifelt bei der Einreise am Flughafen vor, in einem vollbesetzen Bus, in besagter Wodkafabrik, wehmütig einer Babuschka ein paar Rubel zusteckend, vor, der schließlich zur Rettung seines Hungers glücklich in Moskau einen McDonald's findet, weil man allem anderen ja nicht über den Weg trauen kann.

Eliane
 Re: Study ru 21.02.2004 (07:23 Uhr) Joerg 2
>

>
> Hier ein Zitat von der RTL-Homepage:
> Bastian Pastewka ist wieder unterwegs.
> Diesmal verschlägt es ihn in das Land der aufgehenden
> Sonne: nach Japan. Klar, dass dies kein gewöhnlicher
> Reisebericht ist, sondern ein Comedy-Event der
> Extra-Klasse.
>
> Kontaktschwierigkeiten hat er keine, der Reisende wider
> besseren Wissens, eher eine erfrischende Ehrfurchtsarmut
> vor fremden Kulturen. Ob im Nachtleben der Mega-Metropole
> Tokio, als Bergsteiger am heiligen Berg Fuji, als
> duldsamer Schüler eines Zen-Klosters oder heldenhafter
> Samurai-Krieger, Bastian Pastewka lässt nichts aus und
> schont weder sich noch den Zuschauer.
>
> ?Es ist überall blöder als daheim!? Bastian Pastewka, der
> Reisen und fremde Länder eigentlich nicht mag, hat sich
> wieder breitschlagen lassen und ist nach Japan gereist.
> Schnell schluckt ihn die pulsierende Metropole Tokio auf.
> Mit mangelnden Sprachkenntnissen, und ahnungslos den
> Sitten und Gepflogenheiten seines Gastlandes gegenüber,
> ist Pastewka dennoch bemüht, die Seele Japans zu
> erforschen. Der verzweifelte Versuch des gutwilligen
> Ausländers, das Geheimnis eines Landes zu erfahren, ohne
> vor allem was fremd und exotisch ist ehrfurchtsvoll zu
> verstummen führt zu einigen leidvollen Erfahrungen.
>
> Denn wie schon in Indien schont sich Bastian Pasteweka
> auch auf dieser Reise nicht. Auf der Suche nach dem was
> im modernen Japan eigentlich noch authentisch japanisch
> ist, probiert er beinahe alles aus, was das Land der
> aufgehenden Sonne zu bieten hat. Ob als Fabrikant für
> Nahrungsmittelnachbildungen in Tokio, als Karaoke-Sänger
> im Nachtleben der Mega-Metropole, als heldenhafter
> Samuraikrieger, oder süchtiger Spieler in einer
> Pachinkohalle ? Bastian Pastewka lässt nichts aus.
> http://www.rtl.de/tv/tv_841945.php
>
> Nunja,
> kann mir kaum vorstellen, dass dieses Konzept helfen
> kann, das verschrobene Russlandbild geradezurücken.
> Stelle mir diesen Menschen gerade verzweifelt bei der
> Einreise am Flughafen vor, in einem vollbesetzen Bus, in
> besagter Wodkafabrik, wehmütig einer Babuschka ein paar
> Rubel zusteckend, vor, der schließlich zur Rettung seines
> Hungers glücklich in Moskau einen McDonald's findet, weil
> man allem anderen ja nicht über den Weg trauen kann.
>
>Hallo Eliane,

haltet mir den Kerl von Orenburg fern.

Gruss Joerg 2
 Re: RTL-Produktion in Russland 21.02.2004 (08:31 Uhr) GUS-Doc
> ich bin der Regisseur der RTL Reise-Comedy "Pastewka
> in..." . Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch
> "Pastewka in Japan" oder Indien gesehen. Wir planen jetzt
> eine neue Episode in Australien und Russland. Weil wir
> natürlich nicht nur die "Reiseführer"- Highlights
> abfeiern wollen, sondern auch ein bißchen
> außergewöhnliches und amüsantes, bin ich jetzt auf der
> Suche nach ungewöhnlichen oder sonstwie aufregenden
> Dingen, Sachen die uns Staunen oder lachen lassen rund um
> Russland. Also,Anekdoten oder Insidertipps eben.
> Vielleicht weiß ja jemand was oder hat etwas erlebt, was
> wir in die neue Sendung einbauen können.
>
> ich freu mich auf eure Antwort, schöne Grüße,
>
> Alexander
>

Wie wär's mit einer echten russischen Hochzeit, kann sogar in Moskau sein. Da wird sich Euer Pastewka bei dem fast minderjährigem Alter der Brautleute wie sein eigener Grossvater vorkommen. Könnte sein, dass in der Sendung Hochzeitsgäste aller Klassen und Schichten zu Wort kommen und Pastewkas "Abfeierkünste" mal einer kritischen Bewertung, wenn auch durch eines dem  deutschen "Kulturkreises" etwas entfernt stehenden Publikums, unterzogen werden.
Mit anderen Worten- schaut zuerst selbst in den Spiegel, bevor Ihr versucht auf Kosten Fremder Euer Profil aufzupolieren.
 Re: RTL-Produktion in Russland 21.02.2004 (10:56 Uhr) Genia

Ich habe mal in Russland als Dolmetscherin Deutsche Gaeste betreut. An einem Tag hatten wir 3 Termine (Mittag, Nachmittag und Abends). Bei jedem "Gastgeber" wo wir eingeladen waren, stand ein gedeckter Tisch (auch im Buero). Wir mussten viel essen, sehr viel essen. Als Hauptgericht gabs bei allen Pelmeni (mit Hackfleisch gefuellte Teigtaschen) und viel Wodka. Klar, dass die Leute mit der russischen Gastfreunlichkeit uns nur Freude machen wollten, aber von Verhandlungen war da keine Rede. Schon beim ersten Essen hat eine Russin angefangen, uns russische Lieder vorzusingen (der Wodka hat gewirkt). Und nach dem Abendessen wurde Musik (russische Schlager und Modern Takling) angemacht und die Gastgeber wollten unbedingt mit den Deutschen tanzen (der Wodka hat gewirkt). Als Dolmetscherin durfte ich Gott sei dank nicht so viel trinken und essen, dafuer aber meine "Auftraggeber" ins Hotel "rollen" und am naechsten Tag rumtelefonieren und alle Termine absagen/verschieben aufgrund des Komazustandes unserer Gaeste.
 Re: RTL-Produktion in Russland 21.02.2004 (12:13 Uhr) Sandra
Du sagst es richtig, man wollte den Gaesten aus Deutschland eine Freude machen und hat voll die russische Gastfreundschaft ausgespielt. Anders ausgedrueckt natuerlich machen russische Firmen auch noch was anderes als abfeiern, aber sie haben sich redlich bemueht ein "Klische" zu bedienen. Man sollte aber eben wissen, wenn man mit dem Klische konfrontiert ist:))Kleiner Tip Warne einfach Deine Kunden inskuenftig:))))
Nun zu unserem RTL-Alexander warum geben wir ihm nicht eine Chance? Wir karren sein Team zu Gunnar nehmen alle unsere Studis und Kollegen mit laden noch ein paar Japaner ein die sich ueber die Japansendung geaergert haben und verpruegeln sie zuerst mal in der Banja, anschliessend greifen wir die Idee mit dem Samagon auf (die armen sollen endlich mal was gutes bekommen). Dannach, weil ohne Maedchen geht es ja angeblich in Russland nicht, lassen wir auf das werte Team entsprechende Damen loss, handverlesen von uns und bitte nicht unter 120 Kg:)))))da sie zu diesem Zeitpunkt schon praktisch im Koma liegen, uebernehmen wir das Filmen und zur Volksgaudi verkaufen wir den Streifen an NTV und lassen dort den Streifen laufen mit dem Titel "das kommt raus beim Bedienen von Vorurteilen" damit sie auch eine schoenne Nacht haben, karren wir die Leute dann zurueck in die Stadt und laden Sie beim Leningradskijwaksal aus, ab dort kann sich dann die Miliz der Leute erbarmen! Wir koennen die aber auch darueber aufklaeren was das ist und warum es ist und dann abwarten bis einer der Stadtpenner sich ueberlegt, dass er neue Schuhe braucht und eine neue Jacke! Das waehre dann sozusagen der Hoehepunkt des Events, die Crew wacht auf weil Sie kalte Zehen bekommen. Ne, Spass beiseite eine nette Idee aber wirklich nicht sehr sozial. Joerg 1 soll doch mit denen einfach eine nette Reise mit dem Transsib machen, verdient er wenigstens was dabei, Gena kann als Dolmetscher mit und helfen die Fahrgaeste in der 3-Klasse zu interviewen und Gunnar hilft bei einer normalen Banjaparty mit, alle Beteiligten schreiben eine nette Rechnung inkl. Schmerzensgeld ans RTL, dann hat das ganze wenigstens noch jemandem genuetzt. Und das RTL kann dann fuer Gunnar sammeln, der hat naemlich keine Witwenrente von 1 400 Euro, braucht aber vielleicht Geld fuers Hausdach, Genia braucht vielleicht einen neuen Laptop und was Joerg brauchen koennte muessen wir ihn noch fragen. Also Leute bitte mehr serioes drauflos auf RTL und abzocken:)))und ich hoffe dass auch der letzte Leser versteht es ist satyrisch gemeint, oder vielleicht doch nicht??????
 Re: RTL-Produktion in Russland 21.02.2004 (14:18 Uhr) Genia
Ein interessantes Thema waere vielleicht auch oeffentliche Verkehrsmittel in Russland, bzw. ueberfuellte Busse, (Strassenbahn/O-Busse). Morgens, wenn die Menschen zur Arbeit/Uni/Schule fahren, ist es voll aber noch ruhig, die meisten sind noch richtig wach. Die Schaffnerin in lila Weste und mit der Tasche am Hals versucht sich (unmotiviert) durch diese Sardinendose durchzudraengen um die Fahrkarten zu verkaufen. Abends, wenn die Leute schon nach Hause wollen, ist es genauso voll aber sehr oft nicht mehr ruhig. Man ist muede, genervt und will endlich nach Hause. Die netten Dialoge wie "Stoss mich nicht an, du ...! - Fahr dann mit Taxi, wenn du so zart bist!" sind auch zu hoeren.

Einmal habe ich eine sehr lustige Schaffnerin erlebt. Der Buss war voll und sie hat auf ihrem Sitz gesessen und gerufen:
"Liebe Fahrgaeste, die eben gerade eingestiegen sind, bitte uebergeben sie mir durch ihre Nachbarn das Geld fuer die Tickets, weil wenn sich so eine Balerine, wie ich (120-130 kg) zu ihnen durchdraengen wuerde, muessten sich die Damen, die mir auf dem Weg stehen, auf den Schoss der gemuetlich sitzenden Maenner hinsetzen. Und das wollen wir doch vermeiden."


PS: Die Teilnehmer der Kampange "Kampf gegen Klisches und Vorurteile ueber Russland" koennen sich die Kommentare ersparen. Ich weiss, dass es nicht immer und nicht ueberall so ist, und dass solche Lebensbedingungen eigentlich traurig sind. Der Alexander ist doch... Zitat:
"auf der Suche nach ungewöhnlichen oder sonstwie aufregenden Dingen, Sachen die uns Staunen oder lachen lassen rund um Russland".
Ich versuche einfach beim Thema zu bleiben und meine Erfahrung mitzuteilen.
 Re: RTL-Produktion in Russland 21.02.2004 (23:43 Uhr) Eliane
> Ein interessantes Thema waere vielleicht auch
> oeffentliche Verkehrsmittel in Russland
> Einmal habe ich eine sehr lustige Schaffnerin erlebt. Der
> Buss war voll und sie hat auf ihrem Sitz gesessen und
> gerufen:
> "Liebe Fahrgaeste, die eben gerade eingestiegen sind,
> bitte uebergeben sie mir durch ihre Nachbarn das Geld
> fuer die Tickets, weil wenn sich so eine Balerine, wie
> ich (120-130 kg) zu ihnen durchdraengen wuerde, muessten
> sich die Damen, die mir auf dem Weg stehen, auf den
> Schoss der gemuetlich sitzenden Maenner hinsetzen. Und
> das wollen wir doch vermeiden."
>
Also ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, wo man in Russland grundsätzlich sein Geld in Bus und Straßenbahn bis zum Fahrer weitergereicht hat. Es war für mich eines der großen Wunder, dass man immer, auch wenn man den Fahrpreis nicht passend hatte, garantiert das Wechselgeld und auch sein Ticket bekam. Das Ticket wurde dann ebenfalls nochmal losgeschickt zum "Komposter".


Liebe Grüße
Eliane
 Re: RTL-Produktion in Russland 22.02.2004 (06:50 Uhr) Sandra
> Also ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, wo
> man in Russland grundsätzlich sein Geld in Bus und
> Straßenbahn bis zum Fahrer weitergereicht hat. Es war für
> mich eines der großen Wunder, dass man immer, auch wenn
> man den Fahrpreis nicht passend hatte, garantiert das
> Wechselgeld und auch sein Ticket bekam. Das Ticket wurde
> dann ebenfalls nochmal losgeschickt zum "Komposter".
Das ist nach wie vor so, den meistens gibt es keine Kontrolloerin und man bekommt auch immer alles brav zurueck. Auch sitzende Maenner sind nicht die Mehrheit, guterzogene stehen brav:))) und dies auch bis Heute:)))leider sind nicht nur die Kontrolloerin oefters mit unglaublichen Massen anzutreffen sondern auch die Mitfahrerinnen! Also waehre es als Mutprobe fuer das RTL vielleicht doch geeignet, ich frage mich bloss wo steht der Kamermann, haengt mit einem Arm oben an der Halteschiene:)
>
>
> Liebe Grüße
> Eliane
 Re: RTL-Produktion in Russland 22.02.2004 (09:57 Uhr) Eliane
> Das ist nach wie vor so, den meistens gibt es keine
> Kontrolloerin und man bekommt auch immer alles brav
> zurueck.
In Moskau vielleicht, aber hier z.B. in Ulan-Ude gibt es nicht mal mehr Komposter.

Auch sitzende Maenner sind nicht die Mehrheit,

> guterzogene stehen brav:))) und dies auch bis
> Heute:)))leider sind nicht nur die Kontrolloerin oefters
> mit unglaublichen Massen anzutreffen sondern auch die
> Mitfahrerinnen! Also waehre es als Mutprobe fuer das RTL
> vielleicht doch geeignet, ich frage mich bloss wo steht
> der Kamermann, haengt mit einem Arm oben an der
> Halteschiene:)
Ach Sandra, das wären dann doch alles Statisten und es gibt genug Platz für den Kameramann.

Liebe Grüße
Eliane
Hallo Sandra,

hätte gern ein paar Informationen über eine Firmengründung in Moskau kannst du mir evtl. weiter helfen dann sende mir bitte eine Mail oder jemanden vermitteln der sich damit auskennt.

Danke Gruß Michael
 Re: RTL-Produktion in Russland 22.02.2004 (15:53 Uhr) Joerg 2
> > Also ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, wo
> > man in Russland grundsätzlich sein Geld in Bus und
> > Straßenbahn bis zum Fahrer weitergereicht hat. Es war für
> > mich eines der großen Wunder, dass man immer, auch wenn
> > man den Fahrpreis nicht passend hatte, garantiert das
> > Wechselgeld und auch sein Ticket bekam. Das Ticket wurde
> > dann ebenfalls nochmal losgeschickt zum "Komposter".
> Das ist nach wie vor so, den meistens gibt es keine
> Kontrolloerin und man bekommt auch immer alles brav
> zurueck. Auch sitzende Maenner sind nicht die Mehrheit,
> guterzogene stehen brav:))) und dies auch bis
> Heute:)))leider sind nicht nur die Kontrolloerin oefters
> mit unglaublichen Massen anzutreffen sondern auch die
> Mitfahrerinnen! Also waehre es als Mutprobe fuer das RTL
> vielleicht doch geeignet, ich frage mich bloss wo steht
> der Kamermann, haengt mit einem Arm oben an der
> Halteschiene:)
> >
> > Also als Drehort wuerde ich dann doch Orenburg vorschlagen, denn hier gibt es durchaus noch Kontrollerinnen, nur mangels Bewegungsfreiheit im Bus sind die kaum auszumachen.Waere dann auch unter dem Motto zu vermarkten wie fuelle ich 35 Sitzplaetze und 25 Stehplaetze mit der doppelten Anzahl von Menschen. Erstaunlicherweise klappt das dann aber mit dem Bezahlen und dem Wechselgeld
doch noch. Alternativ koennte man Bastian ja auch in einem Minibus transportieren; hier kriegst Du entweder Formel 1 Feeling oder Schweissperlen aufs Gesicht, je nachdem wie du
in Form bist.
Und vielleicht hat ja RTL auch etwas ganz anderes vor und zeigt uns den tumben Deutschen in Russland, ala Mallorca Urlauber in der Kirche mir Bierbauch frei und Kamera um den Hals.Waere mal Kliesce umgekehrt.

Gruss Joerg

Und an Brummelcharlie - mail mich mal an ( auch wenn Orenburg 1500 KM von Moskau entfernt ist kann ich vielleicht mit Infos dienen )
 Re: RTL-Produktion in Russland 22.02.2004 (18:25 Uhr) Moonster
Genau darum geht es in der Sendung. Wie ein Deutscher ohne Sprachkenntnisse durch ein Land "stolpert". Das macht den Witz der Sendung aus. Wenn man die Sendung vorher gesehen hätte, würden einige sicherlich anders darüber schreiben.
 Re: RTL-Produktion in Russland 22.02.2004 (12:45 Uhr) Joerg
....dann hier noch etwas zum Staunen:
Eine Zugfahrkarte in der preisguenstigsten Klasse und einem preiswerten Zug kostet von Moskau nach Wladiwostok immer
noch 1.745,80 Rubel, dies sind nur umgerechnete Euro 48.- fuer die 9.259 Bahnkilomter.
Gruesse
Joerg
 Re: RTL-Produktion in Russland 22.02.2004 (12:52 Uhr) Genia
Sehr aufregend finde ich die sogenannten "Letzten Klingeln" in russischen Schulen. Wenn die Schule fuer die Elfklaessler praktisch zu Ende ist (nachher kommen noch Abschlusspruefungen), wird dieses Fest gefeiert. Die Maedchen ziehen alte Schuluniform an (Schwarzes Kleid + weisse Schuerze + weisse Haarbaende), ein Konzert fuer die Lehrer und Eltern wird veranstaltet (sehr oft bekannte Lieder mit lustigen selbs kompanierten Texten ueber Lehrer und Schulleben). Am Ende der Veranstaltung als Symbol nimmt ein Elfklaessler ein Maedchen (1.-2. Klasse) auf die Schulter und so gehen sie im Saal herum und das Maedchen klingelt in die Glocke. Manchmal gehen die Glochen kaputt oder das Maedchen ist etwas zu schwer. Vielleicht koennte man daraus was lustiges machen. Das ist allerdings meisten Ende Mai. Ich weiss nicht, wann das RTL-Team die Reise nach RU plannt.

Es gibt noch einen sehr guten Bericht unter dieser Adresse:
http://fragen.fotosession.it/russland/index.html
Vielleicht findet Alexander da was Interessantes fuer sich.
 Re: RTL-Produktion in Russland 22.02.2004 (15:37 Uhr) Sandra
Schenia hast Du Dir je RTL angesehen ? Das ist die deutsche Variante von TNT, nur hauen sich dort die Leute die Haende nicht auf die Schenkel ueber professionele Witzchenmacher sondern zB. harmlose liebe nette russische Schueler wuerden dem deutschen Volksspot ausgesetzt werden. Was glaubst Du was man in Deutschland aus kleinen Maedchen mit ueberdimensionierten weissen Schleifen im Haar in solchen Sendungen macht.
Wenn Du denkst, dass das Publikum dort versteht dass es um tradition geht, dann liegst Du leider weit neben der Zielgruppe von RTL ! Sorry das werden sich Leute mit einer Flasche Bier vor oder nach dem Fussballspiel ansehen. Das Niveau entspricht in etwa dem der Bildzeitung! Kinder haben denke ich in solchen Sendungen ueberhaupt nichts verloren. Willst Du wirklich dass man ueber Deine Kinder in Deutschland lacht ?Deutscher humor ist leider etwas aeusserst derbes und genau darumm geht es in der Sendung von RTL (siehe Beitrag von Eliane)
 Re: RTL-Produktion in Russland 22.02.2004 (15:54 Uhr) Moonster
Ja....die Welt ist schlecht

Genias Mann
 Re: RTL-Produktion in Russland 22.02.2004 (18:24 Uhr) Genia
Es geht nicht um RTL, sondern um eine bestimmte Sendung, die Sandra nicht gesehen hat.Ich fand die Sendung mit Pastewka ganz toll. Sehr intelligent, ruecksichtsvoll, informativ und vor allem witzig.

Es ist ja auch nicht schlimm, dass unterschidliche Menschen unterschidliche Geschmaecke haben. Es gibt eben Leute, die gute Unterhaltung und Comedy moegen und nicht Diskussionen ueber moralische Haltung Russlands.

Alexander sammelt eben Ideen fuers Drehbuch (siehe Beitrag von Alexander).  
 Re: RTL-Produktion in Russland 23.02.2004 (15:19 Uhr) Alexander
> Es geht nicht um RTL, sondern um eine bestimmte Sendung,
> die Sandra nicht gesehen hat.Ich fand die Sendung mit
> Pastewka ganz toll. Sehr intelligent, ruecksichtsvoll,
> informativ und vor allem witzig.
>
> Es ist ja auch nicht schlimm, dass unterschidliche
> Menschen unterschidliche Geschmaecke haben. Es gibt eben
> Leute, die gute Unterhaltung und Comedy moegen und nicht
> Diskussionen ueber moralische Haltung Russlands.
>
> Alexander sammelt eben Ideen fuers Drehbuch (siehe
> Beitrag von Alexander).


Hallo !
Nachdem ich solch eine Diskussion angestoßen habe muß ich mich doch mal kurz zwischenmelden.
Erstmal Danje für das Lob für Japan. wir haben uns viel Mühe gegeben, eben nicht Hau-Drauf Humor auf Kosten des Landes zu machen. Wenn sich einer lächerlich macht, dann Basti, das ist zumindest der Plan, Ich weiß ja, das ihr alle hier einen besonderen Bezug zu Russland habt und Angst bekommt, sobald jemand mit der Möglichkeit breite Massen zuerreichen, über "euer" Land herfällt. Aber mal ehrlich, wenn ich planen würde, nur auf Klischees rumzureiten und meine Sendung ausschließlich mit Stories über saufen und dicke Babuschkas zu füllen, warum sollte ich dann hier in eurem Forum um "wahre" Geschichten und Anekdoten bitten. Eben weil ich auf der Suche nach den Geschichten hinter Klischees und Reiseführer her bin  schreibe ich doch hier. Und wer, wenn nicht ihr könnte mir besser helfen, ein vorurteils - und klischeefreies Buch zu schreiben ?? Also, wie jemand schon ganz richtig sagte, es geht nicht um RTL allgemein, dazu kann man stehen wie man will, es geht um ein Format, mein Format um genau zu sein und ich gebe mir verdammt Mühe, eben nicht die Klischees zu bedienen.
Allerdings gebe ich eines noch zu bedenken: das die Klischees von Armut und den ganzen Tag Vodka saufen in den Köpfen der deutschen existieren ist ja wohl unbestritten, ja, ich denke sie erwarten wohl genau das, wenn sie eine Sendung über Russland sehen. Also, was würdet ihr in meiner Position machen ? Wenn ihr einen Film auf RTL mit einem berühmten Comedian in Russland machen solltet ? Die Klischees, die es ja nun mal gibt ignorieren? Wäre meiner Meinung nach ein Fehler, weil Otto Normalverbraucher dann denkt, ich hätte etwas vergessen, was es ja seiner Meinung nach auf jeden Fall gibt. Schlauer ist es sich des Klischees zu bedienen und es zu brechen, mit dem Klischee zu spielen. Das nimmt dem Ganzen die Schärfe und den Ernst.
Deshalb fand ich es falsch sie auf die Anregung mit dem Atomkraftwerk sofort so einzuschießen, ich fand die Idee gar nicht schlecht, es kommt nur darauf an, was man draus macht. Ansonsten habt ihr schon viele tolle Sachen dabei gehabt, leider werde wir wahrscheinlich im August drehen, weshalb das Schulabschlußfest schon nicht mehr in Frage kommt. Gibt es etwas, was dem deutschen Touristen besonders merkwürdig vorkommt, bzw. etwas für den russischen Alltag ganz normales, was Basti allerdings vor größere Schwierigkeiten stellt. Sehr interessiertw äre ich auch Ereignissen, die zu Herzen gehen, die uns die Menschen von einer Seite zeigen, wie wir es gar nicht erwarten. (soviel zum Klischees brechen...)
Ich freu mich über eure Hilfe,

vielen Dank,

Alexander
 Re: RTL-Produktion in Russland 24.02.2004 (05:21 Uhr) Sandra
Lass Deinen Darsteller am Flughafen mit lediglich 40 Rubel (reicht fuer oeffentliche Verkehrsmittel) ohne Dolmetscher in die Stadt fahren. Davon ausgehend dass er kein Russisch kann und nicht kyrilisch lesen ist dies eine wirkliche herausvorderung.
Die Idee mit der Firmeneroeffnung die Joerg 2 gebracht waehre auch ganz putzig und Russen schaffen das wirklich ohne Rechtsanwaelte.
Wenn's um Atom geht wie waehre es mit Murmansk und der Barentsee, allerdings waehrs netter im Winter weil garantiert immer dunkel. Krasnorjar 2 etc. waehre auch schoenn, falls Du eine Drehbewilligung bekommst. Da gibt es ect was zum gucken und anschliessend braucht man da waehre ich einverstanden wirklich einen Vodka. Da Lagern huebsch alte Brennstaebe ueberhaupt waehr das eine Idee, schliesslich entsorgt Russland jetzt gegen Geld den Westatommuell, und dies sicherlich nicht sonderlich huebsch verpackt. Du kannst ihn zB. nach Tagliatti schicken, eine ganze Stadt die von der Autoindustrie lebt, da wird Stuttgart bleich. Schick ihn dritte Klasse, da duerfte er garantiert uebervordert sein und das RTL spart viel viel Geld oder faehrt eben doch mit dem Transsib. Auch eine Wolgafahrt mit einem russischen Schiff bietet sich an, hat allerdings letztes Jahr schon ein Journalist eines Rundfunksenders gemacht. Meld Dich halt bei Joerg 1. Wenn Du auf die Traenendruesen druecken willst, ein Kinderhheim waehre da angesagt oder ein Altersheim!Bitte aber keine in Moskau, denen geht es schon gut!Im Ural waehre besser, da fahren Amis nicht hin um Kinder zu kaufen.Zurueck lass Deinen Helden mit dem Zug fahren, in Minsk wird er dann fuer einen Tag raus geschmissen, mangels Visa dass er dann dort in der Stadt kaufen muss:))).Ich frage mich wirklich nur ob dies alles so fuerchterlich lustig ist?Also mein Humor waehrs nicht!
 Re: RTL-Produktion in Russland 24.02.2004 (06:39 Uhr) Joerg 2
> > Es geht nicht um RTL, sondern um eine bestimmte Sendung,
> > die Sandra nicht gesehen hat.Ich fand die Sendung mit
> > Pastewka ganz toll. Sehr intelligent, ruecksichtsvoll,
> > informativ und vor allem witzig.
> >
> > Es ist ja auch nicht schlimm, dass unterschidliche
> > Menschen unterschidliche Geschmaecke haben. Es gibt eben
> > Leute, die gute Unterhaltung und Comedy moegen und nicht
> > Diskussionen ueber moralische Haltung Russlands.
> >
> > Alexander sammelt eben Ideen fuers Drehbuch (siehe
> > Beitrag von Alexander).
>
>
> Hallo Alexander,
gestern lief hier im oertlichen Fernsehen eine Sendung mit
dem russischen Humoristen Sardornow, der seinen russischen
Landsleuten Amerika nahebrachte. Meine Frau ( Russin ) und
ich haben herzlich gelacht, bis mir dann das Licht aufging, dass ich hier ueber ein typisches Amerikabild lache - ein
Kliesche halt - in dem der Ami anstatt seine Essgewohnheiten zu aendern lieber Burger King oder McDonalds verklagt, oder wo halt auf der Mikrowelle der Hinweis stehen mus : Bitte keine Hunde trocknen !!!
Ergo - ich habe mich selbst erwischt- aha !!!

Also versuche Basti in Altagssituationen der Russen darzustellen, da gibt es viel zu staunen. Hier einige Beispiele, die ich selbst erlebt und erlitten habe.
Der Kauf einer Zugfahrkarte kann als Auslaender ganz spannend werden, wenn Du diese am speziellen Schalter fuer
Auslaender kaufen musst, dieser aber geschlossen ist. Der
Versuch dann am Schalter fuer Invaliden das begehrte Ticket zu bekommen, loeste dann eine rege Taetigkeit aller Schalterbeamten aus,mit dem Ergebnis, dass nach 45 Minuten der Schalter fuer Auslaender geoeffnet wurde; die Frau vom
Invalidenschalter wechselte einfach ihren Platz.
Klasse find ich auch, die Registrierung durch Basti alleine
machen zu lassen. Hier in Orenburg heisst das :
In der Strasse des 8 Maerz einen Antrag zu stellen, es werden ca. 5 Seiten Computerausdrucke faellig. Dann ca. 120 Rubel zahlen. Danach zu Passport na Stol in einer anderen Strasse ca. 10 Minuten entfernt. Normalerweise stehen dort 50 Leute, die auf die Ausgabe von Paessen warten. Anstellen ! Inzwischen sind so ca. 8 Stunden vergangen, Du
gibst die Papiere und Deinen Pass ab, und musst 20 Rubel zahlen, natuerlich bei der Sperbank, die aber jetzt schon geschlossen hat. Damit ist dein naechster Tag gerettet. Morgens Bank, danach wieder Passport na Stol, wo aber der Chef nicht da ist, und du mittags wiederkommen sollst, was Du aber normalerweise nicht freiwillig erfaehrst.
Kommt dann der Chef, und Du bekommst das Papier, dann fehlt noch eine Unterschrift, die aber musst Du im OWIR Buero abholen, zum Glueck nur 5 Minuten entfernt. Die Oeffnungszeiten auf den nagelneuen Schild am Eingang haben
nur Empfehlungscharakter und ausserdem will man sich heute lieber mit Kasachen und Usbeken beschaeftigen, und laesst Dich links stehen. Mit Glueck aber schaffst Du es die Unterschrift zu bekommen. Ab jetzt bist Du legal in Russland.
Interessant ist aber auch einen Freund zu begleiten, der seine Miete zahlen will. Leider hatte der Arme Pech und im
Monat vorher gab es einige Male Probleme mit Wasser oder Strom. Die Stadt hat sich deshalb entschlossen, die Miete um 11 Rubel herunterzuschrauben. In der Kasse weiss die Frau nur, in diesem Monat weniger, also zahlen geht nicht,
Du musst erst zur Buchhaltung, leider ist die aber an dem Tag geschlossen, also morgen, ne geht auch nicht, denn dann ist die Kasse geschlossen. Also weil es kalt ist nimmst Du den Bus fuer die 3 Haltestellen, macht 4 mal 5 Rubel.
Du darst dann aber an der Kasse nicht fragen, was den die Kassiererin in ihrem Computer stehen hat, wenn sie Dir dann sagt, dass die Buchhaltung sich um 50 Kopeken vertan hat, aber heute sind wir nicht so kleinlich.

Berichte aus dem Leben - und ausser viel zu Lachen wirst Du wirklich auch etwas an Bewunderung transportieren, fuer die Menschen hier, die trotz aller Umstaende, dem Verlust von Werten und Ordnungen ( Ob gut oder schlecht ist egal ) das leben hier meistern.
Ach ja - verleg die Dreharbeiten in Provinzstaedte

Viele Gruesse Joerg 2
 Re: RTL-Produktion in Russland 24.02.2004 (11:06 Uhr) Unbekannt
Hallo Joerg,

ja ! ja ! Großartig, die Story auf dem Amt, hoffentlich kriege ich dafür ´ne Drehgenehmigung. Hut ab, wenn man das hinter sich bringen muß. Ich habe mal eine ähnliche Situation auf einem duetschen popligen Straßenverkehrsamt erlebt. Bin fast wahnsinnig geworden. Als ich nach unendlichen hin- und her-geschickt werden endlich bei der richtigen Sachbearbeiterin angelangte, sah diese Frau mich unendlich traurig an. Salopp flog mir der Spruch: "Na, was ist denn los. Wer gestorben?" über die Lippen, worauf die Sachbearbeiterin in Tränen ausbrach und stammelte: "Ja, mein Freund, Gestern..." Mein Gott war das peinlich, ihre Kollegen durchbohrten mich mit tödlichen Blicken und ich wäre am leibsten im Boden versunken.

Gruß Alex
 Re: RTL-Produktion in Russland 24.02.2004 (12:14 Uhr) Eliane

ich kann mir zwar immer noch nicht vorstellen, wie so eine mehr oder weniger klischee- und vorurteilsfreie Sendung in das RTL-Schema passen soll, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

Um die Ämtergeschichten zu komplettieren: Ein Zollamt ist auch ein Erlebnis. Ich habe schon mehrfach 7 Stunden damit zugebracht ein Bücherpaket aus Dtl. auszulösen.
Erst bekomme ich von der Post die Benachrichtigung über das Paket, dann am anderen Postschalter wird das Paket aus einem verplombten Jutesack gezogen und siehe da: Der Zoll in Moskau hat einen Zettel angehängt.
Mit diesem Zettel muss ich mich zum Zollamt in Ulan-Ude am anderen Ende der Stadt begeben. Dort höflichst einen Zöllner bitten mit mir auf die Post zu fahren.
Wehe du hast kein Auto zur Verfügung, dann kannst du die ganze Geschichte gleich abblasen, weil die Herren Zöllner laut eigener Aussage nicht mit Öffentlichen fahren dürfen.
Also mit dem Zöllner aufs Postamt, dort setzt selbiger ein paar Stempelchen auf ein paar Zettelchen und mitsamt den Paketen zurück zum Zollamt. Du hast Glück, wenn er dir tragen hilft.
Und dann geht die Diskussion erst richtig los. Was ist drin - wofür...
Bücher - zu Unterrichtszwecken.
Aha - also kommerziell.
Nein, nicht kommerziell, ich nehme kein Geld, außerdem sind die Bücher Eigentum des deutshen Staates.
Doch kommerziell, weil Sie ja doch wohl was verdienen an der Uni.
Her und hin. Paket aufmachen und hoffen, dass ja kein Buch zweimal drin ist, sonst droht wieder das Kommerziell-Argument.
Eine Literatur-CD. Bestimmt ein Propagandafilm und schwups ist das Ding in einem der PCs verschwunden - Rechnerabsturz der erste.
Eine Literaturkassette: Was sprechen die da? - Gedichte. - Was für Gedichte? - Liebesgedichte. - Sicher? - Sicher.
Haben wir hier niemand, der Deutsch gelernt hat?

Irgendwann lassen sie sich herab und du darfst Zollerklärungen ausfüllen und eine konkrete Liste, wo der Preis pro kg ausgerechnet werden muss.
Also 500g Taschenbuch zu 2 EUR oder so.
Wenn dir das fehlerfrei gelungen ist, dann kommt der schwierigste Teil.
Das Ausfertigen der Quittung für die Bearbeitungsgebühr.
Dazu muss eine Datenmaske am PC ausgefüllt werden, wo die Zöllner sonst nur Counter-Strike spielen. Also: Rechnerabsturz Nr. 2 und der Drucker streikt auch. Es wird erstmal geschraubt...
Stunden später die Frage: Brauchen Sie die Quittung?
Nein.
Gut, dann bekomme ich 1.02 Rubel bitte.

Glücklich kannst du dein Paket nun mitnehmen, der Tag aber ist vorbei...

Aber im Grunde sind da alle Behörden ziemlich gleich.

Schade, dass eurer Typ keine Frau ist, sonst hätte ich ihn in einem UAZ-Bus auf den Weg geschickt - schon lustig, was einem da als Touristin bisweilen unterkommt.
(siehe mein Tagebuch: www.sprachen-interaktiv.de/russland/)

Aber vielleicht taugen ja die "Baikalskije Amazonki"
(Baikal-Amazonen) für euch. Das ist ein Frauen-Autoclub hier in Ulan-Ude und Irkutsk.
Ich weiß nicht, wie man euren Vorzeige-Touri da einspannen könnte, aber ein Thema wäre es auf jeden Fall, da dieser Club zweifellos etwas besonderes ist. Frauen sind zu Sowjetzeiten fast überhaupt nicht am Steuer von Autos gesessen, sehr wenige Ausnahmen, heute erobern sie sich die
Straßen.
Die MDZ hat mal einen Artikel über sie geschrieben:
http://www.mdz-moskau.de/Regionen_Russlands/2003/07/31/11.7.41.htm
Einen Kontakt kann ich herstellen, da eine von denen hier an der Uni arbeitet, an der ich auch bin.

Als Tourist etwas abseits von den gewöhnlichen Wegen, könnte sich euer Mann auch am Baikal eine private Unterkunft suchen. Also nicht im Hotel xy, im Touristencamp einer Ölgesellschaft, sondern bei einer alten Frau z.B., die ihre Sommerküche vermietet, dort wo viele gewöhnliche Russen auch ihren Urlaub verbringen.
Vielleicht wäre auch noch ein heißes Bad im Kurhaus was.
Hinkommen an einen solchen Ort natürlich mit einem öffentlichen Bustaxi, voll mit Leuten und Gepäck und über eine reichlich holperige nicht asphaltierte Straße.

Ich könnte ihm auch noch eine wunderbare Wanderroute empfehlen. Ganz einfach: ein Tag hoch, einen rüber, einen runter zum See, wenn ihr langsam geht, vier Tage.
Unter 6 Tagen kommt man durch diesen Dschungel aber auf keinen Fall durch, auch wenn man trainiert ist.

Nun denn
viele Grüße
Eliane
 Re: RTL-Produktion in Russland 26.02.2004 (05:00 Uhr) worldwatcher
Die Einschaltquoten bei Germansky-TV sinken bei Russland-Drehs,
weil  sich diese Drehs in der letzten Zeit überhäuften und sich diese
Drehs mit einem "negativ Effekt" in den Zuschauer-Köpfen festgesetzt haben. Bitte mal was POSITIVES - eine LOVESTORY.
 Re: RTL-Produktion in Russland 27.02.2004 (22:22 Uhr) Genia
Basketball wird in Russland immer beliebter. Z.B. Perm hat ein sehr starkes Team (URAL-Great), Kazan (Unix) und auch andere Staedte sind eben durch die Teams bekannt. Moskau gehoert sicherlich auch dazu, nur das wundert niemanden. In Moskau gibts alles. Kaum ein Deutscher weiss vom Baskettballboom in Russland. Volle Hallen, erstklassige Shows, Wahnsinnsstimmung. Man glaubt erstmal gar nicht, dass es in der russischen Provinz ueberhaupt sowas gibt.
 Re: RTL-Produktion in Russland 28.02.2004 (06:21 Uhr) Anja185
Hi Alex,
bin jetzt seit sieben Wochen in Moskau und mir fallen hier eher so Kleinigkeiten auf.
Es ist ja Winter und daher anzunehmen, dass einem ständig und überall die Nase läuft. Also ich habe hier einen enormen Taschentücher-Verbrauch, auch ohne Erkältung. Doch niemand schnäuzt außer mir?! Hab jetzt mal nachgefragt und die Russen scheinen einfach abgehärteter zu sein!? Sie erkennen Ausländer (v.a. Deutsche) daran, dass diese ständig ihre Nase ins Taschentuch halten:-);
Apropo abgehärtet.schick mal jemanden in die Banja.kenne mich nur bei den Frauen aus, aber die Männer müssen das auch ganz gut zelebrieren können. Habe selbst noch nie Leute mit Filzhüten in der Sauna gesehen, die sich wie wild mit Birkenruten abklopfen. Kann aber nur sagen, dass es herrlich ist und Du Dich danach so leicht fühlst:-);
Interessant ist und bleibt das Verhalten in der Metro.Tausende von Leuten (in Moskau täglich mehr als in London und New York zusammen) und alles läuft so geordnet ab.niemand drängelt und schubst, es wird immer eine Art Sicherheitsabstand gehalten.nur zu absoluten Stoßzeiten gibt es eine Art Sog an den Türen.des Weiteren lächelt da nie jemand, nur finstere Gesichter mit der Nase im Buch oder schlafend:-);
Marschrutka-Fahren ist hier auch so ein Erlebnis für sich.man findet zwar die Haltestelle und kann sich auch durchfragen, ob die Richtung stimmt, aber finde mal die richtige Haltestelle zum Aussteigen.jeder brüllt irgendwas zum Fahrer und wenn Du Dich nicht auskennst und dein Russisch nicht so gut ist, dann hast Du schon wieder ein Abenteuer mehr:-);
Die Sicherheitsbeamten siehst Du hier überall. Schick mal jemanden in einen Laden mit einer Tasche, aus dem ein Baguette rausschaut und sich noch andere Sachen drin befinden, am besten ohne die Rechnung vom vorherigen Geschäft und schon wirst Du Deinen Spaß haben(denn mach mal jemanden mit gebrochenem Russisch klar, dass Du nichts gestohlen, sondern ordnungsgemäß alles bezahlt hast)
Sehr interessant ist auch die Sache mit dem Alkohol.also Wodka ist hier wirklich eher alte Tradition (z.B. zum Hering unterm Pelz), wird jetzt nur noch selten getrunken. Die neue Vorliebe ist Bier und zwar überall! Fahr mal früh und abends mit der Metro, wirst überrascht sein, wie viele ne Bierdose in der Hand haben.und das Beste ist, dass der BM von Moskau das Küssen in der Öffentlichkeit verboten hat, aber Trinken ist erlaubt, obwohl es schon ein wenig "asslig" ausschaut, wenn jeder mit der Pulle Bier rumhängt.aber das ist Moskau:-)



 Re: RTL-Produktion in Russland 28.02.2004 (09:43 Uhr) Eliane
> Doch niemand schnäuzt außer mir?! Hab jetzt mal
> nachgefragt und die Russen scheinen einfach abgehärteter
> zu sein!? Sie erkennen Ausländer (v.a. Deutsche) daran,
> dass diese ständig ihre Nase ins Taschentuch halten:-);
Das hat meines Wissens weniger mit Abhärtung zu tun, als dass Russen es als sehr unangenehm empfinden, wenn man sich in Gegenwart anderer schneuzt. Denen läuft die Nase genauso, sie haben vielfach nur die für uns sehr unangenehme Gewohnheit hochzuziehen.
Russen mit guter Kinderstube verlassen den Raum, wenn sie sich die Nase putzen, anderen habe ich schon ein Taschentuch angeboten, weil ich das Geröchel nicht mehr hören konnte.

> Apropo abgehärtet.schick mal jemanden in die Banja.kenne
> mich nur bei den Frauen aus, aber die Männer müssen das
> auch ganz gut zelebrieren können. Habe selbst noch nie
> Leute mit Filzhüten in der Sauna gesehen, die sich wie
> wild mit Birkenruten abklopfen.
Da hast du aber wirklich was versäumt bisher.
Das Schlagen mit Birkenreisig ist das A und O und ohne war das ganze nur eine halbe Banja.
Es herrscht in Russland übrigens strenge Geschlechtertrennung in der Banja und wenn nicht, dann hat man bitte Badeanzüge anzuziehen.
Die Hüte tragen nicht alle, es hängt vor allem davon ab, wie heiß die Banja tatsächlich ist und wie man individuell darauf reagiert. Wenn es richtig heiß ist, dann setze ich mir auch was auf. Oder im Winter, wenn du aus der Hitze in -35 Grad Frost gehst, dann haben diese Mützen auch was für sich. So schnell kannst du gar nicht gucken, wie deine Haare sonst gefroren sind.

> Interessant ist und bleibt das Verhalten in der
> Metro.Tausende von Leuten (in Moskau täglich mehr als in
> London und New York zusammen) und alles läuft so geordnet
> ab.
Es gibt Nationen, die können Schlange stehen und es gibt welche, die werden ungeduldig.
Obwohl ich in der Metro und in den Bussen schon reichlich Geschiebe immer wieder erlebe. Besonders im Winter, wenn es kalt ist und alle einen Platz haben wollen. Und da können einige auch ganz schön rabiat werden.

Faszinierender fand ich immer, wenn man (heute nur noch selten der Fall) an einem Geschäft anstand und man seinem Vordermann sagte: Ja za vami (Ich steh hinter Ihnen.) und die Schlange beruhigt verlassen konnte, um in einer anderen noch einen Platz auf die gleiche Weise zu belegen.

Und das Lesen hat sehr stark nachgelassen. Früher sah man auf den Rolltreppen in Moskau niemanden ohne Buch oder Zeitung. Heute fällt einem schon auf, wenn einer mal ein Kreuzworträtsel löst.

> niemand drängelt und schubst, es wird immer eine Art
> Sicherheitsabstand gehalten.
Bei Sicherheitsabstand fällt mir ein, dass man in Russland keine Scheu hat, seinem Vordermann am Bankautomaten über die Schulter zu gucken, wie der wohl den Apparat bedient.
Manche bitten einen um Hilfe, weil sie nicht wissen wie die Kiste funktioniert und ich habe es sogar schon erlebt, dass mich jemand bat, ihm seine Geheimzahl zu diktieren, weil er seine Brille vergessen hat. Selbstverständlich hat man PIN und Karte zusammen in der Tasche stecken.
Oder dass den PIN-Umschlag für das Handy nicht du aufreißt, sondern die Verkäuferin und sie dir dann die Nummer noch zweimal gut hörbar aufsagt, damit du und hoffentlich auch alle anderen sich alles gut merken...

> Die neue Vorliebe ist Bier und zwar überall!
> Fahr mal früh und abends mit der Metro, wirst überrascht
> sein, wie viele ne Bierdose in der Hand haben.und das
> Beste ist, dass der BM von Moskau das Küssen in der
> Öffentlichkeit verboten hat, aber Trinken ist erlaubt,
> obwohl es schon ein wenig "asslig" ausschaut, wenn jeder
> mit der Pulle Bier rumhängt.aber das ist Moskau:-)

Das mit dem Küssen war eine Ente.
Und Bier zählt in Russland nicht ernstlich zu Alkohol.
Das mit dem Bier ist nicht nur in Moskau so, sondern im ganzen Land. Bierdose geht ja fast noch. Im Sommer morgens um 9 zwei gut gekleidete 30jährige Frauen mit einer 2-Liter-Petflasche auf einer Parkbank... keine Seltenheit.

Eliane
 Re: RTL-Produktion in Russland 29.02.2004 (06:58 Uhr) Sandra
Vorischt bei Zeitungsmedlungen, diese Medlung wurde von moskau.ru einfach mal wieder vom Fernsehen wo sie gekommen ist, unkontrolliert uebernommen. Bier zaehlt wirklich nicht zu den alkoholischen Getraenken, leider. Den hier kann sich das auch jedes Kind und jeder Teenager kaufen, 14 jaehrige mit einer Flasche in der Hand sind leider auch keine Seltenheit.Das Zeug ist leider zu billig. Dafuer eben ein Paradies fuer deutsche Alkis.
Uebrigens Dame schneuzt sich nicht, in Russland betupft sie sich vornehm die Nase:))))). Zum Schneuzen geht Dame wirklich aufs Klo, dafuer zieht sie sich die Lippen im Restaurant am Tisch nach! Maennlichhe Mitglieder haben oefters auch noch diese eckeligen Dinger aus Stoff, ich denke immer arme Frauen die das dann in die Waschmaschine stopfen muessen:))
 Re: RTL-Produktion in Russland 29.02.2004 (13:36 Uhr) Eliane
>  Maennlichhe Mitglieder haben
> oefters auch noch diese eckeligen Dinger aus Stoff, ich
> denke immer arme Frauen die das dann in die Waschmaschine
> stopfen muessen:))

Wenn sie denn eine Waschmaschine haben.....

Eliane
 Re: RTL-Produktion in Russland 01.03.2004 (05:18 Uhr) Sandra
> Wenn sie denn eine Waschmaschine haben.....
In Moskau haben Sie welche:)
 Re: RTL-Produktion in Russland 23.06.2004 (14:10 Uhr) Martin
Würde gerne zu diesem Punkt eine Anregung geben:

Zitat von dir:
"Wenn ihr einen Film auf RTL mit einem berühmten Comedian in Russland machen solltet ? Die Klischees, die es ja nun mal gibt ignorieren? Wäre meiner Meinung nach ein Fehler, weil Otto Normalverbraucher dann denkt, ich hätte etwas vergessen, (ja und?).... was es ja seiner Meinung nach auf jeden Fall gibt. Schlauer ist es sich des Klischees zu bedienen und es zu brechen, mit dem Klischee zu spielen.
(evtl. ist aber eine anspruchsvolle Zielsetzung die nicht sicher gelingt....)
Das nimmt dem Ganzen die Schärfe und den Ernst."

Ich sage dazu: Sei kreativ, mach was interessantes, macht was neues, entwickle persönlichen, niedagewesenen Stil für deine Sendung. Glaub mir eins: Nur so wirst du unsterblich. (Denk z.B. an Dirk Bach - hochintilligent, einfach witzig durch sich selbst, und kaum auf Kosten dritter. Schon eine Größe durch sich selbst. Nicht aufpoliert durch Klisches und Dritte. (Ist nicht einfach aber der Schlüssel zur Legende.)

Verpack keine Klisches für deine Produktion. Das hat einfach nicht. Wahren Erfolg wirst du dann haben, wenn der Zuschauer eine lustige und Interessante Sendung mit Inhalten sieht die er nicht erwartet hat. Ein Feuerwerk von Inovationen.

Gruß Martin

Das habe ich Comedy im Internet gefunden:

Unter Comedy (engl. Komödie, Lustspiel) versteht man im deutschsprachigen Raum unterhaltsame Kleinkunstprogramme und bestimmte Arten von Unterhaltungssendungen im Fernsehen.

Obwohl Comedy das englische Wort für Komödie ist, werden die Begriffe in der deutschen Sprache nicht synonym gebraucht. Während Komödie eher für das klassische Lustspiel steht, bezeichnet Comedy in der Regel meist oberflächlichere Formen der Unterhaltung, die ein geringeres Maß an Aufmerksamkeit beim Zuschauer erfordern.

(mein Kommentar: Das bedeutet ja nicht in der Scheiße zu rühren, denn das ist einfach zu flach und zu einfallslos. Das geht besser...)

Die Kleinkunstform Comedy (auch als Stand-Up Comedy bezeichnet) ist dem Kabarett verwandt, verzichtet jedoch in der Regeln auf den beim Kabarett üblichen gesellschaftspolitischen Anspruch. (Kommetar: Na bitte - lass ihn einfach weg! positiven und negativen.)Populär wurde Comedy in den 1990er Jahren, als insbesondere die privaten Fernsehsender begannen, Ausschnitte aus abendfüllenden Bühnenprogrammen auszustrahlen. Prominentes Beispiel hierfür sind die von ProSieben ausgestrahlten Sendungen Quatsch Comedy Club, die in einem Studio bei München aufgezeichnet werden, während das Live-Bühnenprogramm des Clubs im Berliner Friedrichstadtpalast betrachtet werden kann.

Die Akteure des Comedy bezeichnet man als Comedians.

Der Begriff wird auch für andere Sendeformate verwandt, denen lediglich der oberflächlich humoristische Charakter gemeinsam ist, wie beispielswiese Sketch-Serien, die meist aus kurzen Episoden bestehen oder Sitcoms.




> > Es geht nicht um RTL, sondern um eine bestimmte Sendung,
> > die Sandra nicht gesehen hat.Ich fand die Sendung mit
> > Pastewka ganz toll. Sehr intelligent, ruecksichtsvoll,
> > informativ und vor allem witzig.
> >
> > Es ist ja auch nicht schlimm, dass unterschidliche
> > Menschen unterschidliche Geschmaecke haben. Es gibt eben
> > Leute, die gute Unterhaltung und Comedy moegen und nicht
> > Diskussionen ueber moralische Haltung Russlands.
> >
> > Alexander sammelt eben Ideen fuers Drehbuch (siehe
> > Beitrag von Alexander).
>
>
> Hallo !
> Nachdem ich solch eine Diskussion angestoßen habe muß ich
> mich doch mal kurz zwischenmelden.
> Erstmal Danje für das Lob für Japan. wir haben uns viel
> Mühe gegeben, eben nicht Hau-Drauf Humor auf Kosten des
> Landes zu machen. Wenn sich einer lächerlich macht, dann
> Basti, das ist zumindest der Plan, Ich weiß ja, das ihr
> alle hier einen besonderen Bezug zu Russland habt und
> Angst bekommt, sobald jemand mit der Möglichkeit breite
> Massen zuerreichen, über "euer" Land herfällt. Aber mal
> ehrlich, wenn ich planen würde, nur auf Klischees
> rumzureiten und meine Sendung ausschließlich mit Stories
> über saufen und dicke Babuschkas zu füllen, warum sollte
> ich dann hier in eurem Forum um "wahre" Geschichten und
> Anekdoten bitten. Eben weil ich auf der Suche nach den
> Geschichten hinter Klischees und Reiseführer her bin
> schreibe ich doch hier. Und wer, wenn nicht ihr könnte
> mir besser helfen, ein vorurteils - und klischeefreies
> Buch zu schreiben ?? Also, wie jemand schon ganz richtig
> sagte, es geht nicht um RTL allgemein, dazu kann man
> stehen wie man will, es geht um ein Format, mein Format
> um genau zu sein und ich gebe mir verdammt Mühe, eben
> nicht die Klischees zu bedienen.
> Allerdings gebe ich eines noch zu bedenken: das die
> Klischees von Armut und den ganzen Tag Vodka saufen in
> den Köpfen der deutschen existieren ist ja wohl
> unbestritten, ja, ich denke sie erwarten wohl genau das,
> wenn sie eine Sendung über Russland sehen. Also, was
> würdet ihr in meiner Position machen ? Wenn ihr einen
> Film auf RTL mit einem berühmten Comedian in Russland
> machen solltet ? Die Klischees, die es ja nun mal gibt
> ignorieren? Wäre meiner Meinung nach ein Fehler, weil
> Otto Normalverbraucher dann denkt, ich hätte etwas
> vergessen, was es ja seiner Meinung nach auf jeden Fall
> gibt. Schlauer ist es sich des Klischees zu bedienen und
> es zu brechen, mit dem Klischee zu spielen. Das nimmt dem
> Ganzen die Schärfe und den Ernst.
> Deshalb fand ich es falsch sie auf die Anregung mit dem
> Atomkraftwerk sofort so einzuschießen, ich fand die Idee
> gar nicht schlecht, es kommt nur darauf an, was man draus
> macht. Ansonsten habt ihr schon viele tolle Sachen dabei
> gehabt, leider werde wir wahrscheinlich im August drehen,
> weshalb das Schulabschlußfest schon nicht mehr in Frage
> kommt. Gibt es etwas, was dem deutschen Touristen
> besonders merkwürdig vorkommt, bzw. etwas für den
> russischen Alltag ganz normales, was Basti allerdings vor
> größere Schwierigkeiten stellt. Sehr interessiertw äre
> ich auch Ereignissen, die zu Herzen gehen, die uns die
> Menschen von einer Seite zeigen, wie wir es gar nicht
> erwarten. (soviel zum Klischees brechen...)
> Ich freu mich über eure Hilfe,
>
> vielen Dank,
>
> Alexander
 Re: Russland Vorurteile 21.06.2004 (07:13 Uhr) russland
Anbei passend zum Thema noch ein Link zu einer Satire über das einseitige Bild, das deutsche Fernseh-Journalisten von Russland vermitteln: www.rosen-dornen-und-traeume.agdok.de

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