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 Infos, Fragen, Angebote & Tipps rund um Rußlandreisen, Land & Leute
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 Mit welchem Auto durch Russland fahren? 02.03.2005 (00:15 Uhr) Lasse
Welches Auto würde sich dafür eignen mit 2 Personen durch Russland zu fahren (eine Strecke 7000km)? Ich will eigentlich nur Hauptstraße fahren, weiß aber nicht ob Allrad trotzdem besser ist. Meine Vorraussetzungen an das Auto sind eigentlich nur das es russische Straßen und russisches Benzin oder Diesel aushält und das ich es auch hier in Deutschland bezahlen kann (Versicherung, Sprit usw.). Das Auto sollte auch ein normales Aussehen haben, also kein Jeep der eigentlich mal ein Panzer werden wollte.

Auf meiner Liste stehen im Moment:
Fiat Panda 4x4 (kein Witz)
Golf Country
Lada Niva 4x4

Im Moment favorisiere ich den Lada. Jeder kann ihn da reparieren und er dürfte auch hart im nehmen sein.
Der Golf Country scheint mir mehr ein pseudo 4x4 auf Golf-2 Basis zu sein.
Bei dem Fiat stört mich einfach nur die Größe, von dem Rest habe ich keine Ahnung.

Ich sag schon mal Danke.
 Re: Mit welchem Auto durch Russland fahren? 02.03.2005 (00:48 Uhr) Eliane
Wenn dir der Lada zusagt, dann nimm den. Ich hätte ihn nie haben wollen, kann mich einfach optisch nicht an ihn gewöhnen.
Je weiter du nach Osten kommst, umso weniger West-Autos fahren da rum und umso weniger bekommst du kurzfristig das passende Ersatzteil.
Aber such dennoch nicht den klapprigsten Lada raus, es ist nervig, wenn du alle paar km einen Reparatur-Stop einlegen musst.

4x4 ist auf der Hauptstraße eigentlich gar nicht nötig. Benzin ist etwas vorteilhafter als Diesel, wobei die Dieselverbreitung inzwischen auch ausreichend ist. Das war vor ein paar Jahren noch nicht der Fall.

Es ist ansonsten wirklich egal, womit du hier rumfährst. Ob Rostlaube oder schnieke Kutsche - du findest alles auf den russischen Straßen.

Viele Grüße
Eliane
 Re: Mit welchem Auto durch Russland fahren? 02.03.2005 (10:36 Uhr) georg
Völlig unabhängig von Land und Leuten würde ich kein zu kleines Auto nehmen. Kleine Fahrzeuge sind nervöser und "laufen nicht so gut".

Das strengt auf 1000en von Kilometern deutlich mehr an. Eine andere Überlegung ist es, vielleicht einen Kombi zu nehmen, da kann man bei Müdigkeit, Panne oder sonstwas auch mal drin pennen.
 Re: Mit welchem Auto durch Russland fahren? 02.03.2005 (13:17 Uhr) Lasse
Hm, ich möchte eben etwas nehmen, was ich auch in Deutschland weiter fahren kann und mir nicht mitseinen Kosten die Haare vom Kopf frisst.

Im Moment fahre ich einen Honda Civic (Bj.: 91), Benziner und Kat. Aber ich glaub da mag der Kat den russischen Sprit nicht und wenn ich mal einem größerem Schagloch begegne, dann hab ich keine Ölwanne mehr.

Was ist denn jetzt in Russland besser zu bekommen? Benzin oder Diesel? Überall wird ja gesagt, das man Diesel in jedem Kuhdorf findet, aber dem widerspricht Eliane ein wenig wenn sie sagt das die Dieselsituation sich langsam verbessert.
Ein Kombi wäre mir zu groß, eben weil ich ihn später auch noch fahren will. Das Aussehen des Ladas stört mich nicht wirklich. Viel schlimmer sind die heutigen rundgelutschten Plastikkisten die hier auf den Straßen fahren.

Macht es überhaupt Sinn, sich nur für die Reise ein Auto zu kaufen und es nacher wieder zu verkaufen? Ich bin noch in der Ausbildung, also sind meine Geldmittel begrenzt und ich würde dann eher mit meinem Honda fahren oder den Honda verkaufen und mir einen anderen Wagen zulegen. Wobei ich dann einen Wagen nehmen wolllte der nach 91 gebaut ist (man muss ja wenigstens etwas neueres nehmen). Aber ich weiß nicht wie da die Ersatzteilverfügbarkeit aussieht, im Bezug auf die Fahrt durch Russland.

Findet man irgendwo im Netz Hinweise darauf was für eine Ausrüstung man am besten mitnimmt, Ersatzteile,  Werkzeug usw.

So, das war es fürs erste. Bitte antwortet reichlich.
Es ist das alte Dilemma:
ein russisches Fabrikat geht  statistisch gesehen häufiger kaputt, dafür sind Ersatzteile billiger und problemlos zu beschaffen; die Reparaturkosten sind ebenfalls günstiger und die Technik ist insgesamt weniger kompliziert, so daß man bei technischem Verständnis ggf. auch mal selbst etwas machen kann.

Ausländische Fabrikate sind statistisch gesehen zuverlässiger, dafür sind Ersatzteile in der Regel teurer und u.U. schwieriger zu beschaffen. Je neuer eine "inomarka" ist, desto komplizierter ist die Technik (Elektronik) und um so schwieriger und teurer die Reparatur.

Wir haben in SPb jahrelang einen Honda Prelude Bj. 1984 gefahren, für den es zum Schluß immer schwieriger wurde Ersatzteile zu bekommen (selbst aus Finnland).

VW ist ein in Rußland relativ beliebtes Fabrikat und dementsprechend gut ist auch die Ersatzteilversorgung in den Städten.

Gute Fahrt,
gerhard
 Re: Mit welchem Auto durch Russland fahren? 02.03.2005 (20:23 Uhr) georg
Ist nur ne ganz persönliche Meinung von mir.

Ich würde mit einem grossen rostigen/alten Kombi fahren, der technisch ok ist und noch ein paar Monate TÜV hat. Am besten ein "Steuermonster" mit fettem Motor, das fährt sich gut. So etwas solltest Du fast (oder sogar ganz) geschenkt bekommen.

Da deine Reise sicher nicht Jahre dauert, macht die hohe Steuer gar nichts aus, denn Du bekommst sie ja nach Abmeldung zurück.

Wenn Du wieder hier bist, schmeisst Du das Gerät einfach weg.
Und Schutzbrief abschliessen wegen Ersatzteilen/Rückreise bei Unfall.
 Re: Mit welchem Auto durch Russland fahren? 03.03.2005 (00:04 Uhr) Lasse
Hm ein billiges Auto nur für die Reise kaufen wäre sicherlich machbar. Mir wurde als Kombi der VW Passat vorgeschlagen. Es gibt ihn massenweise und günstig bei mobile.de und der Karre traue ich auch zu das sie ohne zu murren die Strecke hin und zurück schafft. Mal schauen was kommt. Zuerst muss ich erstmal eine neue Ausbildungsstelle finden. Aber auf die Reise bekomm ich immer mehr Lust. Schreibt ruhig weiter eure Tipps, andere Mitleser können sie bestimmt gebrauchen und ich bekomme gute Ideen für die Reise.
 Re: Mit welchem Auto durch Russland fahren? 02.03.2005 (23:40 Uhr) Eliane
> Was ist denn jetzt in Russland besser zu bekommen? Benzin
> oder Diesel? Überall wird ja gesagt, das man Diesel in
> jedem Kuhdorf findet, aber dem widerspricht Eliane ein
> wenig wenn sie sagt das die Dieselsituation sich langsam
> verbessert.
Du sagtest, du wolltest überwiegend auf den Hauptstrecken bleiben, da gibt es überall Diesel. Benzin gibt es mit 80, 92, 96 und bisweilen auch 98 Oktan. Von 96 und 98 wird abgeraten, weil die oft zu lange in den Tanks stehen (weil teuer).

Da in Ostsibirien und Fernost inzwischen fast mehr koreanische und japanische Autos herum fahren, ist die Benzin-/Dieselfrage eigentlich keine mehr.
Auf irgendwelchen hinterletzten Dörfern kann das noch sein, aber sonst nicht mehr. Für solche Fälle habe ich halt immer noch einen Kanister dabei. Und es ist auch die Frage, was dein Fahrzeug schluckt. Aber wie gesagt: In Land's end, nicht auf den normalen Straßen, da ist eine Tankstellendichte von max. 50km.

Ich denke, es hat mehr Sinn, wenn du ein extra Auto für die Reise kaufst. Du willst jetzt nicht deinen Honda nehmen, damit du den Kat nicht kaputt machst.
In Deutschland zahlst du dich nach der Reise aber mit jedem anderen Auto dumm und dämlich.

Wie wäre es überhaupt, in Russland das Auto zu kaufen und dann problemlos auch hier zu lassen?
Billiger vermutlich in jedem Fall, müsstest halt irgendwie anders anreisen.

Ersatzteile gibt es im Grunde für alle Autos. In Moskau und Piter fallen dir die Augen aus dem Kopf, wenn du dort neuere Modelle von BMW und Mercedes auf den Straßen siehst, als in Dtl.
Je weiter nach Osten, umso mehr Japan und Korea. Gibt es also auch reichlich Ersatzteile.
Und für ein russisches Gefährt ohnehin.

> Findet man irgendwo im Netz Hinweise darauf was für eine
> Ausrüstung man am besten mitnimmt, Ersatzteile,  Werkzeug
> usw.
Du wolltest auf der Hauptstrecke bleiben, da gibt es alles am Weg.
Natürlich einen normalen Satz Werkzeug, Wagenheber, sollte man dabei haben. Vielleicht mal noch einen Keilriemen zur Not oder die Russen haben immer Kühlflüssigkeit dabei. Aber sonst?

Viele Grüße
Eliane
ich fahre seit 3 jahren ( 150.000 km in russland) mit einem 23 jahre alten mercedes 200T in russland herum. hat in deutschland 250 euro gekostet. (ich habe den hier angemeldet, weil ich hier lebe) das hat dann nochmal 1600 euro gekostet.

du brauchst ja keine russischen nummernschilder, kannst also einiges geld zum reparieren in deutschland nehmen.

so hatte ich für weniger als 2000 euro ein bequemes auto.

wichtig war mir, KEIN elektronik schnick-schnack. geht nur kaputt, legt, wenn ein schaltkreis spinnt das ganze auto still etc.

benzin tanke ich 95er. da man eh nicht brettern kann, reicht das. die einzigen reparaturen waren bisher bremsbeläge und ein hydraulikschlauch von der servolenkung und eine membrane im vergaser.

ein altes auto hat den vorteil, kein katalysator, billig, keine elektronik, übersichtlich im motorraum zum selbstreparieren.

auch mit einem europäischen modell, wenns denn alt und einfach gestrickt ist, kommt man gut durch. den wagen am besten in deutschland gut durchchecken lassen, etwas feeling für autoreparaturen sollte man schon haben, bei 7000 km fallen bei einem gut durchgesehenen auto auch keine verschleisssachen an.

ein gut sortierter werkzeugkasten, werkstattbuch (nicht diesen jetzt helfe ich mir selbst mist) dieses silbriege superklebeband, schellen, einige schläuche die noch ok sind vom schrott (notfalls kann man auch wolgawasserschläuche einbauen und mit schellen und rohrstücken hinfummeln) unterbrecherkontakt, und verteilerkappe. Reifen gibts auch in russland, falls dir der reservereifen kaputt geht. reifenwerkstätten gibts an jeder ecke. kannst in russland billig 185er reifen kaufen, dann ist der wagen eben 1cm tiefer.

bremsen etc, wirst du bei der kurzen strecke kaum kaputt machen, kupplung auch nicht, wenn du viel bedenken hast, pack dir beim schrott noch einen kompletten vergaser ein. den, wie den verteiler, solltes du aber selber einstellen können.

ansonsten gibt es viele russen die dir sicher helfen können, wenn du was nicht kannst. aber eben nur, wenn du die elektronik aus deinem auto verbannst.

und immer draht, schrauben und sowas im werkzeugkasten haben. man glaubt nicht, was man damit reparieren kann. falls du keine idee hat, die russen können das.

ein lada niva, ist nett, aber 7000 km können gewaltig auf die wirbelsäule gehen. aus dem alter bin ich raus. ich sitze lieber im auto mit sofafeeling.

gruss gunnar
Die Idee, mit einem Lada Niva eine so große Strecke zurück legen zu wollen, ist nicht besonders gut, weil das Auto auf Dauer zu laut und zu unbequem ist. Der Niva ist natürlich unübertroffen, wenn man abfährt von den größeren Straßen. Aber zum Kilometerfressen ist er nicht geeignet. Ein bequemes Mittelklasseauto ist da schon bessser. VW in jedem Falle aber auch ein Toyota ist besonders geeignet, weil man gute Chancen hat, Erstatzteile zu finden, falls man welche braucht. Die Felgen- und Reifengrösse sollte auch Standard sein, und nicht etwas Exotisches. Ein älterer DB ist sicherlich prima, wenn's geht ohne zuviel Elektronik. Klima rentiert sich jeden Tag, wenn man im Sommer fährt.
Gruß
Friedrich
 Re: Mit welchem Auto durch Russland fahren? 03.03.2005 (11:14 Uhr) georg
Katalysator ist auch kein Problem. Wenn man Angst drum hat, einfach ausbauen und Rohr einsetzen. Vom Händler/Schrott eine Lambdasonde rein und los geht's.
> Die Idee, mit einem Lada Niva eine so große Strecke
> zurück legen zu wollen, ist nicht besonders gut, weil das
> Auto auf Dauer zu laut und zu unbequem ist. Der Niva ist
> natürlich unübertroffen, wenn man abfährt von den
> größeren Straßen. Aber zum Kilometerfressen ist er nicht
> geeignet.

kann ich nur bestätigen. Auch wenn man ihn in Russland oft sieht - viele dort fahren ihn einfach, weil es finanziell nicht für eine andere Kiste mit denselben Eigenschaften reicht und auch die meisten Russen machen selten 7.000 km-Touren, sondern brauchen nur so ein Auto, weil halt ihr Haus / ihre Datscha weitab von ansonsten befahrbaren Straßen steht.

Russische Autos haben auch unter den Russen, die ich von dort kenne, keinen guten Ruf und ich hab auch schon an fast-Neuwagen Reperaturbedarf mitbekommen, der bei einem westeuropäischen / japanischen Auto einen Skandal auslösen würde. Am ehesten würd ich noch einem neueren Lada Samara trauen, der nicht geländegängig ist, aber das braucht es auf Hauptstraßen auch nicht.

Die weite Verbreitung v.a. älterer VWs und Toyotas kann ich bestätigen.
 Re: Mit welchem Auto durch Russland fahren? 24.05.2006 (21:08 Uhr) Filmsammler
Hallo, habe einen ganz unorthodoxen Vorschlag für die Tour, der auch noch billig ist. Nehme einen Citroen BX.
Den Wagen kannst Du bis auf 20cm Bodenfreiheit hochfahren und er ist technisch sehr einfach aufgebaut. Du bekommst ihn gebraucht in gutem Zustand für 500 bis 700 Euro. Ich habe so ein Teil gekauft und war dann bei uns in einer Selbsthilfewerkstatt bei Berlin, die früher Citroen Händler war, auch auf www.bxig.net bekommst Du schnell Kontakt zu Schraubern. Habe dort das Auto mit Anleitung des Meisters selbst auf einen Top Zustand gebracht (400.-Euro) und konnte dann alle wesentlichen Reparaturen selbst machen (Es ist ein Matchbox Auto). Dann noch gebraucht einige Benzinfilter, Anlasser und Sicherungen sowie Keilriemen mitgenommen, das ist alles, was größtenteils kaputtgehen kann. Beim Motor würde ich den 1,4er und 1,6er nehmen, das sind Renault /Peugeot / Citroen Motoren, in die alles reinpaßt, was von diesen Marken ist. Über www.citroen.de erhälst Du das russische Werkstattverzeichnis, wenn doch mal richtig was schief geht.
Das beste an dem Wagen ist die Federung ohne Stoßdämpfer (hydropneumatisch), die bügelt alles weg. Die federung ist übrigens absolut zuverlässig, wenn Du sie vor Reise durchgecheckt hast.
> Was ist denn jetzt in Russland besser zu bekommen? Benzin
> oder Diesel? Überall wird ja gesagt, das man Diesel in
> jedem Kuhdorf findet, aber dem widerspricht Eliane ein
> wenig wenn sie sagt das die Dieselsituation sich langsam
> verbessert.

an den Tankstellen der Hauptstraße im europäischen und westlichen asiatischen Teil Rußlands kann ich zweifelsfrei bestätigen, dass es Diesel immer gibt. Bin mit einem Dieselauto dort 7.000 km gefahren

> Ein Kombi wäre mir zu groß, eben weil ich ihn später auch
> noch fahren will. Das Aussehen des Ladas stört mich nicht
> wirklich. Viel schlimmer sind die heutigen
> rundgelutschten Plastikkisten die hier auf den Straßen
> fahren.

für eine solche Reise an sich ist ein großes Auto einfach komfortabler, v.a. wenn man mal keine Übernachtungsmöglichkeit findet. Wir waren mit einem alten VW-Bus, ex-Post unterwegs und der war ideal. Noch nicht allzu viel Kilometer, verlässlich aber bis zum Ural kein Exot, weil alt genug (Bus 2). Wir haben ihn nach der Reise zum fast gleichen Preis wieder verkaufen können, weil solche Busse immer ihre Interessenten finden. Und der Preisunterschied zwischen 80.000 und 87.000 km ist nicht so groß.

> Macht es überhaupt Sinn, sich nur für die Reise ein Auto
> zu kaufen und es nacher wieder zu verkaufen?

in unserem Fall schon (s.o.)

> Aber ich weiß nicht wie da die Ersatzteilverfügbarkeit
> aussieht, im Bezug auf die Fahrt durch Russland.

die Ersatzteilverfügbarkeit ist in der Prärie außerhalb von Moskau / S.P. hauptsächlich für alte und häufige Autos am besten. Häufig ist in Westrussland v.a. das, was bei uns vor 10 Jahren häufig war, im russischen Fernen Osten natürlich mehr japanische Marken. Je weiter man hinter Moskau vorstößt, desto höher wird der Anteil russischer Autos, wobei heutzutage auch im Uralraum ein älteres Westauto (19 Jahre aufwärts) kein Exot mehr ist.

> Findet man irgendwo im Netz Hinweise darauf was für eine
> Ausrüstung man am besten mitnimmt, Ersatzteile, Werkzeug
> usw.

wir haben mal alles mögliche mitgenommen, was ich selber als Verschleißteil auswechseln kann und immer wieder mal auch kaputt geht. Ein muss ist wohl ein vollwertiges Reserverad und solche Sachen, wie alle zum Auto passenden Flüssigkeiten (Motoröl, Bremsflüssigkeit ...), Kleinteile (Ersatzbirnen, Sicherungen usw.) und Werkzeuge, vielleicht auch noch ein zusätzliches Reifenreperaturset. Überleg einfach, was Du mit Deiner Kiste auf den letzten 30.000 km so alles gebraucht hast. Einen halben Ersatzmotor mitzuschleppen, lohnt sich dagegen nicht. Ich hab mich auch vor der Reise ein wenig bezüglich selber reperieren weitergebildet.

 destroy it 05.03.2005 (19:56 Uhr) rumba
> Wenn dir der Lada zusagt, dann nimm den. Ich hätte ihn
> nie haben wollen, kann mich einfach optisch nicht an ihn
> gewöhnen.
> Je weiter du nach Osten kommst, umso weniger West-Autos
> fahren da rum und umso weniger bekommst du kurzfristig
> das passende Ersatzteil.
> Aber such dennoch nicht den klapprigsten Lada raus, es
> ist nervig, wenn du alle paar km einen Reparatur-Stop
> einlegen musst.
>
> 4x4 ist auf der Hauptstraße eigentlich gar nicht nötig.
> Benzin ist etwas vorteilhafter als Diesel, wobei die
> Dieselverbreitung inzwischen auch ausreichend ist. Das
> war vor ein paar Jahren noch nicht der Fall.
>
> Es ist ansonsten wirklich egal, womit du hier rumfährst.
> Ob Rostlaube oder schnieke Kutsche - du findest alles auf
> den russischen Straßen.
>
> Viele Grüße
> Eliane
 Re: Mit welchem Auto durch Russland fahren? 06.03.2005 (22:49 Uhr) allacrossrussia
> Je weiter du nach Osten kommst, umso weniger West-Autos
> fahren da rum und umso weniger bekommst du kurzfristig
> das passende Ersatzteil.
...
> Viele Grüße
> Eliane

...kleine korrektur: ganz im osten überwiegen die japaner ;) - hab noch nirgends auf der welt eine so hohe mitsubishi pickup & l300er population erlebt, wie im fernen osten russlands (kommen auch direkt aus japan rüber - sieht man an der rechsseitigen lenkung).

übrigens: deine schilderung weiter unten von den kontrollen usw. finde ich ganz gut und ist was ich mir aus innigst wünsche! gegen neugierde & interesse an neuem habe ich nichts einzuwenden. und es würde mich nicht wundern, wenn wir sogar auf der tour sogar eingeladen werden, bei einer polizeistation zu übernachten!

so long für's erste, werd jetzt noch 'n roadtip von mir loslassen und dann meine neue frage zum tag posten!

______________________________________________________________



@ den verfasser des mails: an den panda 4x4 hab ich auch schon gedacht. ist meine favoritenkarre macht gokartmäßig spass zu fahren und ist immer irgendwie zu reparieren. aber 'n ordentlicher vollservice vor so 'ner fahrt würde ich auf jeden fall machen.

!!! zahnriemen auf jeden fall neu wechseln wenner schon länger drin ist - denn wenn der sich auf tour vertschüßt, tut's der moto auch (gilt für jedes auto)!!!

ansonsten: batterie sollte relativ neu sein

keilriemen in reserve, wie auch 1x öl, benzin & eventuell luftfilter (den kannst aber auch ausblasen).

wann fährst denn? vieleicht trifft man sich ja unterwegs. gelbe karre - roter anhänger, kajak's auf'm dach und österreichische nummernschilder (diese kombination dürfte nicht allzu häufig anzutreffen sein).

wollten eigentlich am montag starten (visum wurde uns auf letzten freitag versprochen, aber: war wohl nix!)

 Re: Mit welchem Auto durch Russland fahren? 04.03.2005 (14:50 Uhr) Unbekannt
man sollte aber darauf achten, dass die Karosserien nicht zuviele Löcher hat, siehe hier:

http://www.cars.auto.ru/sale/GQ70041/437933/
Hallo zukünftiger Russland Fahrer

Ich habe unterdessen all die Antworten gelesen ... Bleib bei deinem Favoriten !!!

Ich bin - obschon letzten Sommer ein paar Wochen in Karelien / Kola unterwegs - sicher kein Russland Spezialist.
Aber ein Lada Niva Spezialist bin ich schon, haben wir doch etliche Jahre so ein Ding hier in der Schweiz gefahren (vor über 25 Jahren, als man mit einem Niva in Westeuropa noch als Vollidiot betrachtet wurde) ... um dann damit eine schlussendlich 27-monatige Afrika Reise unter die Räder zu nehmen. Er ist sicher kein Mercedes, was die Schalldämmung angeht, aber es lassen sich damit auch 10tausende von km bequem fahren. Man kann ihn so umbauen - selbst in der in Westeuropa üblichen kurzen Version -, dass zwei Menschen, die nicht über 1.80 gross sind, bequem drin schlafen können. Geht's mal vom Asphalt weg, ist er jedem x-mal teureren Geländewagen ebenbürtig, bzw. in den meisten Fällen deutlich überlegen. Er ist sehr robust und wenn man ihn, so wie wir das ununterbrochen machten, so massiv überlädt (Wüste...Wasser- und Benzinreserven, Ersatzteile etc.) und damit logischerweise kapputtmacht, kann ihn auch ein afrikanischer Schrauber oder sogar ein technischer Volltrottel wie ich nach einem längeren Blick in die Explosionszeichnungen wieder flicken.
Vom Asphalt weg wirst du wahrscheinlich oft kommen, zumindest in NW Russland ging's abseits der Hauptverbindungsstrasse meist nach spätestens 30 -40 km nur noch auf tollsten Schlagloch- und Wellblechpisten voran ...
Viele Lada Grüsse
Chrigu
Hm, mein Favorit ist im Moment der VW-Passat Kombi. Ich habe eigentlich nicht vor sonderlich oft von der Straße runterzufahren. Ich weiß aber auch nicht in welchem Zustand die Hauptstr. ist. Kann jemand dazu was sagen?

Runter von der Hauptstr. wollte ich nur um das Land [Name des Landes hier einsetzen] zu umfahren. Also die Stelle wo die Hauptstr. kurz aus Russland rausführt.
 Re: Mit welchem Auto durch Russland fahren? 05.03.2005 (18:38 Uhr) georg
Ich habe einen Passat mit fast 450.000 km. Er ist das beste Auto, das ich je hatte. Besonders gut ist die Baureihe Bj.80-88. Frag einen Schrotthändler/Teileverwerter, was er Dir empfiehlt!
Kaputt gingen bei mir Sicherungskasten, Radlager, Lichtmaschinenkohlen (Verschleiss) und einmal das Hauptstromkabel zur Lima. Sonst ausser Wartung fast nichts. Zahnriemen kontrollieren!
würdet ihr zwei landesunkundigen frauen abraten, mit dem auto zu reisen in russland? frage nur so wegen strassensperren, ausgeliefert-sein etc. sprechen nicht allzu fliessend russisch...

und ich hab gehört, wenn das auto in russland "stirbt" kostet das ein vermögen, stimmt das?

danke! nadja
> würdet ihr zwei landesunkundigen frauen abraten, mit dem
> auto zu reisen in russland? frage nur so wegen
> strassensperren, ausgeliefert-sein etc. sprechen nicht
> allzu fliessend russisch...

http://www.sprachen-interaktiv.de/ < frag die beiden mal

> und ich hab gehört, wenn das auto in russland "stirbt"
> kostet das ein vermögen, stimmt das?

Keine Ahnung. Aber laut dem was ich gelesen hab, ist es ne menge Papierkram es schriftlich zu bekommen das, das Auto kaputt und verschrottet ist.
 Leerlaufdrehzahl 05.03.2005 (20:01 Uhr) georg
Kleiner Tipp am Rande. Die Nichtbeachtung dieser Möglichkeit hat mich mal den Motor gekostet.

Wenn Du auch in der Karre schläfst, wirst Du, wenn es kalt ist den Motor laufen lassen. Wenn der Motor schon viele km hat und die Ölpumpe nicht mehr neu ist, kann es unter Umständen dem Motor schaden, wenn er stundenlang im (zu niedrigen?) Leerlauf läuft.

Daher würde ich Dir empfehlen, Dir zu überlegen, wie Du die LD leicht erhöhen kannst. So mit 1500 U/min ist man wohl auf der sicheren Seite. Und eine Motorraumbeleuchtung würde ich mir auch einbauen.
 Re: Mit welchem Auto durch Russland fahren? 06.03.2005 (02:50 Uhr) Eliane
> > würdet ihr zwei landesunkundigen frauen abraten, mit dem
> > auto zu reisen in russland? frage nur so wegen
> > strassensperren, ausgeliefert-sein etc. sprechen nicht
> > allzu fliessend russisch...
>
> http://www.sprachen-interaktiv.de/  und ich hab gehört,
Das bin ich, die hier auch laufend ihre Kommentare abgibt.

Straßensperren? In Russland herrscht kein Krieg, von Tschetschenien mal abgesehen. Polizeiposten interessieren sich nur aus Neugierde für einen. Ein resolutes Auftreten genügt eigentlich, um irgendwelchen Pseudo-Strafen zu entgehen.

Ausgeliefert sein? Ihr seid Westeuropäerinnen und für 90% der Russen wenig begehrenswert, viel zu selbständig. Die machen Kniefälle vor euch, aber greifen dabei kaum unter den Rock. Ich würde Russen auch nicht als Weiberhelden bezeichnen.

Sprachkenntnisse müssen wohl nicht fließend sein, aber es ist entscheidend von Vorteil, wenn man sich äußern kann und nicht blind vertrauen muss.

Viele Grüße
Eliane
> würdet ihr zwei landesunkundigen frauen abraten, mit dem
> auto zu reisen in russland? frage nur so wegen
> strassensperren, ausgeliefert-sein etc. sprechen nicht
> allzu fliessend russisch...

wegen Frauen nicht. Die größte Plage ist die Miliz und zwei Frauen haben da eventuell weniger Probleme, als andere. Ich würd vielleicht nicht nachts fahren und nicht in der Prärie übernachten.

Allerdings, ein/e Russisch sprechende/r sollte bei einer Autoreise in Russland immer dabei sein.
Allerdings, ein/e Russisch sprechende/r sollte bei einer
> Autoreise in Russland immer dabei sein.

geht es dabei um kommunikation im notfall, mit polizei, nach dem weg fragen, garage etc. oder um jemand, der sitten und gebräuche kennt und so gut russisch spricht, dass er nicht so einfach reingelegt werden kann? so für den täglichen gebrauch könnte ich mich schon verständigen...

gruss nadja
 Re: Mit welchem Auto durch Russland fahren? 06.03.2005 (02:58 Uhr) Eliane
> Allerdings, ein/e Russisch sprechende/r sollte bei einer
> > Autoreise in Russland immer dabei sein.
>
> geht es dabei um kommunikation im notfall, mit polizei,
> nach dem weg fragen, garage etc. oder um jemand, der
> sitten und gebräuche kennt und so gut russisch spricht,
> dass er nicht so einfach reingelegt werden kann? so für
> den täglichen gebrauch könnte ich mich schon
> verständigen...
Täglicher Gebrauch heißt auch mal Kommunikation mit dem Polizeiposten am Stadtrand.
Ich habe schon Ausländer erlebt, die konnten nicht mal "Guten Tag" auf Russisch sagen und sind doch bis Sibirien gekommen mit dem eigenen Motorrad.

Reinlegen tut dich nicht unbedingt einer - das merkt man, egal ob mit oder ohne Sprachkenntnisse, wenn man nicht ganz auf den Kopf gefallen ist.
Die Verkehrspolizisten wollen halt mal die Papiere sehen, merken dann dass du Ausländerin bist, werden neugierig, fragen nach dem Pass, weil sie wahrscheinlich noch nie einen gesehen haben. Fragen einen nach dem Weg, wohin man will und was man transportiert.
Freundlich bestimmt alles beantworten und oft kramen sie dann noch ein "You are wellcome" oder "Auf Wiedersehen" aus dem Hinterstübchen hervor.

Ich denke, wenn du dir eine normale Alltagskommunikation zutraust, dann ist das locker ausreichend.

Viele Grüße
Eliane
Erfahrungsmessig ein "Wolga GAZ-24"!!!
Robust, primitive Technik, viel Komfort und genügend Platz.
Trotz Alter ist das Auto respektiert von anderen Verkehrsteilnehmer und Polizei. mit 100 kmh kann man 20000 km problemlos zurücklegen, mit 140 jedoch nur 50. Kein Witz.
Viel Spass
> mit 100 kmh kann man
> 20000 km problemlos zurücklegen, mit 140 jedoch nur 50.
> Kein Witz.
> Viel Spass

Du sollst die Karre ja auch nicht durch hemmungsloses Rasen verheizen.

Habe auch eine URL für die russischen Namen von Fahrzeugteilen gefunden. http://home.arcor.de/alanberlin/seite1.htm

Dann wäre da noch ein Board in dem man schöne Horrorgeschichten von geklauten Autos lesen kann. http://www.interfriendship.de/forum/index.php

Nun ja, ich würde nie mit einem Mercedes, egal welches Baujahr, nach Russland fahren. Bei westlichen Autos würde ich nur das nehmen, was auch in Deutschland als ein einfaches Auto gilt und bei mobile.de für unter 500€ zu haben ist. Ansonsten könnte man eventuell tatsächlich mal von ein paar Leuten die einem russische Ingineurskunst in Form einer Kalaschnikov zeigen zum Aussteigen gebeten werden. Man möchte ja keine Blutflecken auf den Sitzen und dann kommt auch sowas raus, wie das Auto etwas weiter oben (der Jeep mit den Einschusslöchern). Ich würde nur Autos fahren, bei denen ich mit ruhigem Gewissen sagen kann, "scheiß auf den Totalschaden" oder "Geklaut? Mir doch egal.". Mich stören ja jetzt schon die Beulen an meinem Auto nicht.
Na ja, da hab ich halt ganz andere Erfahrungen, war nun schon zum vierten Mal (3x 190er und jetzt 1x E220 CDI) in Belarus, keine Probleme, hab sogar des öfteren vergessen die Karre abzuschliessen!

Gruss
/torsten

> > mit 100 kmh kann man
> > 20000 km problemlos zurücklegen, mit 140 jedoch nur 50.
> > Kein Witz.
> > Viel Spass
>
> Du sollst die Karre ja auch nicht durch hemmungsloses
> Rasen verheizen.
>
> Habe auch eine URL für die russischen Namen von
> Fahrzeugteilen gefunden.
> http://home.arcor.de/alanberlin/seite1.htm
>
> Dann wäre da noch ein Board in dem man schöne
> Horrorgeschichten von geklauten Autos lesen kann.
> http://www.interfriendship.de/forum/index.php
>
> Nun ja, ich würde nie mit einem Mercedes, egal welches
> Baujahr, nach Russland fahren. Bei westlichen Autos würde
> ich nur das nehmen, was auch in Deutschland als ein
> einfaches Auto gilt und bei mobile.de für unter 500€ zu
> haben ist. Ansonsten könnte man eventuell tatsächlich mal
> von ein paar Leuten die einem russische Ingineurskunst in
> Form einer Kalaschnikov zeigen zum Aussteigen gebeten
> werden. Man möchte ja keine Blutflecken auf den Sitzen
> und dann kommt auch sowas raus, wie das Auto etwas weiter
> oben (der Jeep mit den Einschusslöchern). Ich würde nur
> Autos fahren, bei denen ich mit ruhigem Gewissen sagen
> kann, "scheiß auf den Totalschaden" oder "Geklaut? Mir
> doch egal.". Mich stören ja jetzt schon die Beulen an
> meinem Auto nicht.
Wer hat Interesse Silvester im Karelien/finische Grenzgebit-Stadt Sortavala, in der Schnee feiern? Insgesamt 7 Tage. Abreise am 03.01.06 v. Sankt-Petersburg. Gewohnt wird in der in der Wald in einem Holzhaus.
Suche 2 Personen die es mitmachen wurden.
Eventuell am Sommer 2006.
Interessente bitte unter o.a. E-Mail sich melden
lilia

> Wer hat Interesse Silvester im Karelien/finische
> Grenzgebit-Stadt Sortavala, in der Schnee feiern?
> Insgesamt 7 Tage. Abreise am 03.01.06 v.
> Sankt-Petersburg. Gewohnt wird in der in der Wald in
> einem Holzhaus.
> Suche 2 Personen die es mitmachen wurden.
> Eventuell am Sommer 2006.
> Interessente bitte unter o.a. E-Mail sich melden
> lilia
>

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