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Hallo,
wir fahren ab dem 03.08.05 mit unserem 4x4-Wohnmobil u.a. nach St.Petersburg, zum Ladogasee und weiter nach Novgorod.
In Pieter ist als Campingplatz/Stellplatz das Hotel Olgino bekannt.
Trotz sorgfälltiger Recherche im www, Camping- und Reiseführern usw konnte ich bisher keine weiteren Campingplätze oder Stellplätze im Oblast Leningrad sowie Ob. Novgorod ausfindig machen.
Wer kann weiterhelfen oder hat entsprechende Hinweise?
Eine Nacht auf einem LKW-Stellplatz an den Hauptverkehrsstraßen ist zwar nicht der Brüller, aber zur Not sicherlich ok., aber nicht das was wir suchen.
Klar kann man mit dem Popen, der Miliz oder wem auch immer vor Ort sprechen und sich einen Stellplatz durch diese vermitteln lassen. Oder man kann solange immer rechts (links geht aber auch) abbiegen, bis man glaubt völlig einsam und abseits zu sein.
Von der Ausrüstung her sind wir für 3 Tage (bei vollem Komfort inkl. kurzer Dusche) bis 10 Tage (ohne Komfort) völlig autark ausgerüstet.
Wer kann weiterhelfen oder hat entsprechende Hinweise (Lagebeschreibungen oder GPS-Daten o.ä.).
Gruß
Rocky

Hallo,

ehrlich gesagt habe ich noch nie von Camping-Stellplätzen in Russland gehört. Was in Dtl. verboten werden muss, ist woanders längst nicht untersagt und in Russland interessiert es mangels Masse eh keinen.

Wenn ihr so autark seid, dann braucht ihr doch aber keinen speziellen Stellplatz, oder?

Wenn ich nicht sicher bin, ob ich ein wirklich einigermaßen einsames Plätzchen gefunden habe, würde ich allerdings wohl eher auf Dörfern Leute fragen, ob es sie nicht stört, wenn man sich irgendwo in der Nähe aufbaut.

In Städten kann man womöglich noch auf dem einen oder anderen bewachten Parkplatz (Stojanka) stehen bleiben.

Eliane
Hi Elaine,
nach meinen Informationen gibt es schon einige Stellen, wo die Einheimischen auch campen z.B. am Ladoga- oder Peipussee (was in RUS aber in erster Linie "Zelten" bedeutet). Das wäre ideal für uns, da man dort einfach nette Kontakte hat, gemeinsam am Lagerfeuer sitzt, Angeln kann usw.. Ein bewachter Parkplatz in der Stadt geht sicherlich auch mal, ist aber nicht gerade das Tollste, Campingmöbel aufstellen und Lagerfeuer machen sich da auch schlecht.
Gruß
Rocky
Rocky, Eliane hat recht man faehrt einfach an einen Fluss sucht sich ein nettes Plaetzchen und fertig. Campingplaetze sind tatsaechlich nicht sonderlich ueblich und auch nicht sonderlich beliebt, da nicht sehr sauber. Am ehesten findet man solche vereinzelt an der Schwarzmeerkueste.
> Wer kann weiterhelfen oder hat entsprechende Hinweise
> (Lagebeschreibungen oder GPS-Daten o.ä.).
> Gruß
> Rocky
Hallo Rocky
Komme leider erst jetzt von der Alp und finde ums Verr... die Detailkarte gerade nicht mehr. Deshalb ohne Garantie einfach so aus dem Gedächtnis: Irgendwo bei, bzw. nach Potanino glaub ich war's, haben wir die M18 westwärts verlassen und es geschafft, grosso modo dem Flüsschen entlang, das bei 60°16.34, 32°38.05 in den Ladogasee kommt, die Nähe des Sees zu erreichen. Auf der nördlich davon gelegenen Halbinsel gibts nach etwa 3-4 km auf einer Piste durch die Büsche, die eigentlich ein Dorf dort draussen versorgt, schöne Plätzchen in schon fast "sardischen Pinienenwäldchen". Falls du in Pieter zufällig noch ans Netz gehst ... vielleicht finde ich bis dann mehr.
Im übrigen mach dir echt keine Sorgen von wegen Übernachtungsplätzen. Ist gerade mit 4x4 abseits von Grossstädten überhaupt kein Problem, wenn du dich rechtzeitig vom Lärm der M18 auf eine Nebenstrasse oder noch besser einen Feldweg verziehst. Wir sind letzten Sommer, ebenfalls hoch autark und hoch geländegängig, in ganz Karelien und Kola nie auf Campingplätzen gewesen (weiss gar nicht, ob's da sowas gibt, die sind gar nicht auf Individualtouristen vorbereitet), hatten aber jeden Abend einen Traumplatz an einem herrlichen See oder Fluss und wurden NIE in irgendwelcher Art belästigt!
E Gruess und viel Vergnügen!
Chrigu
Hallo,
nach unserer Reise nach Rußland (Oblast Leningrad und Novgorod) hier einige Informationen:
Die Einreise dauerte 2,5h und die Ausreise 1h, problemlos.
Die meisten Straße waren in einem brauchbaren Zustand. Außer in Pskov, dort waren die Straßen katastrophal. Ebenfalls die Bereiche der Straßenbahnen auf Kreuzungen in Petersburg. In Petersburg ist laut Ausschilderung die Einfahrt für Fahrzeuge über 3,5 t verboten. Der Verkehr war noch "dynamischer" als in nordafrikanischen oder gar südeuropäischen Großstädten...
Wir wurden nicht ein einziges Mal von der Verkehrspolizei oder anderen Ordnungshütern, abgesehen von der problemlosen Grenzabfertigung, angehalten oder kontrolliert.
Der Campingplatz in Olgino ist ein heruntergekommenes, versüfftes und vergammeltes ehemaliges Hüttencamp am Hotel "Olgino". Wahrscheinlich hat man neben dem ehemals funktionierendem Hüttencamp ein neues Hotel gebaut, dann das Hüttencamp verwahrlosen lassen und für die paar Individualtouristen als "Campingplatz" ausgewiesen. Naja, wir sind autark ausgerüstet und haben den "Campingplatz" lediglich als Stellplatz genutzt.
Der nächste Campingplatz ist wohl in Moskau. Wir haben abseits der Straßen über Feldwege usw. uns Stellplätze gesucht. Im Gegensatz zu D führen Feldwege usw. aber meist zu kleinen Ortschaften, Weilern oder einzelnen Gehöften. Waldwege sind schwierig, die Fahrspuren waren wohl alle von Ural- oder Kraß-LKW´s. Da kommt man mit 235/75-R17,5 nicht weit.
Man muß halt suchen, und wenn man doch Besuch bekommt, auf diesen zugehen, einen Begrüßungstrunk anbieten und auf die Deutsch-Sowjetische ... äh... Deutsch-Russiche Freundschaft anstoßen. Funktionierte prima.
Ich war vor 17 und 21 Jahren das letzte mal in der damaligen SU. Im Gegensatz zu damals ist es zumindest in o.g. Regionen sauber (abgesehen von den WC´s) und die Versorgungslage gut. Hätten wir unsere Mietze mitgenommen, sie hätte ihr gleiches Kittekat und Whiskas vor Ort kaufen und futtern können wie zu Haus. Wer Maggi-Produkte mag, braucht sie nicht von D aus mitzuschleppen.
Kulturhistorisch ist Petersburg inkl. Peterhof und Puschkin (Bernsteinzimmer) beeindruckend und ein Besuch jedem empfohlen. Tausende Museen, teils heftiger Eintritt (ca. 65,-EUR für 3 Personen im Katharienpalais), teils langes Anstehen nach Billetten (bis zu 1h), aber es ist es wert! Am beeindruckenstem war die Ermitage im Winterpalais. Kostenfrei ist jedoch der Eintritt zum Panzerkreuzer "Aurora". Petersburg ist eine moderne europäische Großstadt.
Sprachlich muß man sich keine Sorgen machen. In Petersburg spricht auch jeder Taxifahrer, Kellner usw. etwas englisch. Außerhalb ist es für jemanden, der kein Russisch sprich etwa so, als wenn ich nach Frankreich oder Nordafrika fahre, ich spreche weder französisch noch arabisch und doch funktionierts. Aber zum Glück spreche ich ein wenig Russisch und meine Frau ganz gut.
Auf Individual-Tourismus ist man in RUS nicht vorbereitet, zu Glück. So bekommt man vor dem Haupteingang in Peterhof oder dem Katharienpalais in Puschkin jederzeit einen kostenfreien Parkplatz.
Essen gehen kann man zu dritt für 5-15,-EUR, in Hotelrestaurants auch mal für 50,- EUR (na da zahlt man in D mehr, oder?).
Bezüglich der Sicherheit, kann ich nur sagen, daß ich nicht ein einziges mal ein ungutes Gefühl hatte oder eine brenzlige Situation bestand. Nein, es gab auch keine betrunkene und Kalaschnikow-bewehrte Menschenfresser, wie viele Pauschatouries scheinbar glauben.
Erschreckend waren die Vielzahl von geführten Womo-Touren: 9 Fahrzeuge von Mafratours, 14 vom ADAC, etwa genau soviel von Perestroikatours. Bei der Fahrt zur Fähre trafen wir im Baltikum auch noch Kugatours mit 24 Wohnmobilen und Roteltours... Der Glaube an den bösen Iwan sitzt anscheinend doch tief.
Ich kann nur jedem, der in der Lage ist ohne Animateur sowie Reiseleiter in den Urlaub zu fahren und Interesse hat, empfehlen nach RUS zu fahren. Wir haben nur nette und freundliche Menschen getroffen (halt, eine Ausnahme: eine Dame am Taxibuchungstand in einem Hotel in Petersburg; Taxis vor diesem Hotel konnte man nicht beim Taxifahrer chartern, sondern mußte in die Lobby zu diesem Stand; diese Dame wollte an 3 verschiedenen Tagen für die gleiche Strecke -Taxipreise sind vorher auszuhandeln- 3 verschieden Preise -bis zum doppelten Preis-, als wir sie daraufhin wiesen, wurde die echt stinkig...).
Fazit: Es war eine schöne Reise und wir werden bestimmt wieder hinfahren.
Gruß
Rocky

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