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 Infos, Fragen, Angebote & Tipps rund um Rußlandreisen, Land & Leute
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 Russland per Rad 17.01.2005 (14:17 Uhr) Nane
Hallo,
ich plane für dieses Jahr eine Radtour durch Russland. Im Maerz soll es im Ruhrgebiet losgehen, dann ueber Polen, Kaliningrad, Baltikum wieder nach Russland und als grobes Endziel vor dem Wintereinbruch stelle ich mir den Baikal vor. Mal schauen ob ich ankomme. Da ja hier im Forum ein geballtes Russlandwissen zur Verfuegung steht, moechte ich gerne ein paar Fragen loswerden:

Spiritus
da mein Budget sehr begrenzt ist, moechte ich so wenig wie moeglich neu kaufen, aber natuerlich so viel wie noetig. Ich habe einen Spiritus-Kocher und wuerde den auch gerne benutzten wenn ich wuesste das man in Russland Brennspiritus kaufen kann. Ist das moeglich? In Kirgisstan hatte ich vor einigen Jahren Schwierigkeiten damit...

Winter vorbei?
Mein Visum ist ab dem 10. April gueltig. Kann man generell sagen das dann der Winter im Kaliningrader Gebiet vorbei ist (von Ausnahmewettererscheinungen natuerlich abgesehen)? Auch bei der Weiterfahrt von dort, sind die Straßen im April/Mai passierbar oder ertrinkt man dann im Matsch oder Schnee?

Karten
Immer wieder gibt es dieses Thema, den guten Tipp mit dem map-server kenne ich dank diese Forums schon. Ich habe auch immer wieder von einem genialen Atlas gelesen. Den wird man sicher nicht in Deutschland bekommen, oder? Vielleicht hat ihn jemand uebrig? Oder kann ich den denn bereits in Kaliningrad kaufen?

Ural
Zum einem habe ich gelesen das ein grosser Teil des Urals Sperrgebiet ist, wie bekomme ich heraus welcher Teil das ist? Und dann habe ich gehoert das der gesamte suedliche Ural atomverseucht ist. Wie kann man da an genauere Infos kommen?

Wasser
Gerade als Radfahrer ist man ja auf viel Wasser angewiesen. Ich gehe davon aus das es generell auf der Strecke genuegend Wasser gibt, aber wie sieht es mit der Qualitaet aus? Kann man das Wasser aus den Brunnen unbehandelt trinken? In den Bergen habe ich meist auch das Bachwasser unbehandelt getrunken, aber in den sibirischen Ebenen ist das vielleicht nicht so sinnvoll? Wer hat damit Erfahrung

Baeren
Tja und gibt es ja so viele Braunbseren in Russland, leider habe ich damit bisher noch gar keine Erfahrung. Wer kann mir weiterhelfen? Sollte man z.B. ueberall das Essen 100m vom Zelt in Baeume haengen?

Fahrrad-Einreise
Muss man bei der Einfuhr eines Fahrrads nach Russland etwas beachten? Muss man es irgendwie deklarieren? Stimmt es das es bei der Einreise in das Kaliningrader Gebiet als Radfahrer zu Schwierigkeiten kommt?

Frau alleine
Da ich weiblich (33) bin und für die gesamte Strecke keine Begleitung gefunden habe (evtl. für Teilabschnitte), mache ich mir natuerlich auch da so meine Gedanken. Wie schaetzt Ihr Russlandkenner die Situation als radelnde Frau ein, die mit Zelt unterwegs ist? Grosse Staedte will ich meiden.

Tipps und Infos
Natuerlich bin ich an allen Informationen, Tricks und Tipps interessiert die mein Vorhaben weiterbringen. Gibt es auf der langen strecke Orte, Feste die empfehlenswert sind (und an denen ich sonst einfach unwissend vorbeifahre). Vielleicht gibt es ja auch Interessenten ein Stueckchen mitzuradeln? Oder vielleicht wisst Ihr unterwegs Anlaufpunkte wo es Menschen gibt die mir gerne fuer eine Nacht ein Dach ueber dem Kopf geben?

Damit ich das Forum nicht sprenge, hoere ich an dieser Stelle erstmal.
 Re: Russland per Rad 18.01.2005 (05:42 Uhr) Sandra
Einiges zum Thema findest Du unter www.russlandnetz.de dort unter zB. Zelten.
Wasser ist kein Problem, im Zweifelsfall die Omis fragen! Beeren gibt es satt, allerdings Walderdbeeren ab ende Juni, Heidelbeeren ab ende Juli, Brombeeren und Himmbeeren ebenso.
Man kauft nicht Spiritus sondern einfach medizinischen Alkohol gibts Literweise zu kaufen, in den Apotheken probieren. Kostet wenig.
Ansonsten sehe ich eigentlich keine Probleme auch nicht beim ZOll.
 Re: Russland per Rad 18.01.2005 (21:22 Uhr) Nane
Hallo Sandra,
vielen Dank fuer Deine Tipps!
Das Beerensortiment hoert sich sehr lecker an, ich hatte allerdings eher an die tierischen Baeren gedacht ;-)

und noch eine Frage zum medizinischen Alkohol: bei uns in Apotheken wird meist 70% er Alkohol verkauft und da ist die Brennlesitung zum kochen einfach zu schwach, ausserdem ist er sehr teuer. Ist es in Russland wirklich anders: gibt es dort wirklich hochprozentigen Alkohol (95% oder mehr) fuer wenig Geld in den Apotheken?

Gruss,
Nane
 Re: Russland per Rad 19.01.2005 (03:35 Uhr) Sandra
Zum Alkohol lautet die Antwort, JA wir benuetzen den Alle, er brennt wie eine "EINS".
Was die richtigen Baehren angeht, keine kleinen Baeren streicheln, das gefaellt Mamabaer nicht:)))))). Ansonsten hat ein Baer sicherlich keine Lust auf ein Zelt mit Fahrrad und einem weiblichen Menschenkind. Wohl nicht sonderlich lecker:)))).Baeren sind nur mit Jungen gefaehrlich. Zudem sind Baeren im Fruehling nicht in der Naehe von Siedlungen. Zur Not, einfach bei der Babuschhka im Garten campen, da gibt es garantiert keine Baeren.
 Bären 24.01.2005 (02:10 Uhr) Eliane
> Was die richtigen Baehren angeht, keine kleinen Baeren
> streicheln, das gefaellt Mamabaer nicht:)))))). Ansonsten
> hat ein Baer sicherlich keine Lust auf ein Zelt mit
> Fahrrad und einem weiblichen Menschenkind. Wohl nicht
> sonderlich lecker:)))).Baeren sind nur mit Jungen
> gefaehrlich. Zudem sind Baeren im Fruehling nicht in der
> Naehe von Siedlungen. Zur Not, einfach bei der Babuschhka
> im Garten campen, da gibt es garantiert keine Baeren.

In Russland sind die Bären in der Regel so wild, dass sie sich von allem, was Zivilisation heißt, fern halten. Riechen sie Feuer, denken sie, ihr Wald brennt und flüchten. Anders als vielleicht in Kanada, wo sie ein Feuer mit einem leckeren Touristenbraten verbinden.
Auch bei reichlich wilden Hochgebirgstouren in Sibirien ist es mir bislang noch nicht geglückt, einen leibhaftigen Bären zu sehen.
Aber natürlich hat jeder Dorfbewohner nahe oder in der Taiga wilde Geschichten über Bären zu erzählen.

Da du mit dem Rad unterwegs bist, wirst du vermutlich eher selten die hartgetrockneten Matschwege in die letzten Winkel der Taiga benutzen und somit ist die Wahrscheinlichkeit, dass dir ein Bär auf der Straße begegnet, dann doch eher klein.

Viele Grüße
Eliane
 Re: Russland per Rad 20.01.2005 (07:48 Uhr) Unbekannt
>
> Fahrrad-Einreise
> Muss man bei der Einfuhr eines Fahrrads nach Russland
> etwas beachten? Muss man es irgendwie deklarieren? Stimmt
> es das es bei der Einreise in das Kaliningrader Gebiet
> als Radfahrer zu Schwierigkeiten kommt?
>

Ich kenne da nur eine Reisebericht.
Dort wurde die Einreise nach Kaliningrad mit dem Rad als "völlig problemlos" beschrieben.

Allerdings ist das Fahrrad in Russland nicht wirklich ein Verkehrsmittel. Das ist auch das grösste Problem, wenn meine russische Ehefrau hier Auto fährt. Es fehlt ihr einfach der "Radfahrerblick" dass muss sie sich mühsam antrainieren. Ich habe das Gefühl, Radler werden von den Autofahrern dort als "jagdbares Wild" angesehen.
Insofern musst Du mit gefährlichen Reaktionen der Autofahrer rechnen. In den letzten Jahren ist es ein ganz klein wenig besser geworden, aber in den meisten Städten ist Radfahren immer noch ein "himmelfahrtskommando".

Herbert
 Re: Russland per Rad 20.01.2005 (09:53 Uhr) gerhard
Stimmt
> > es das es bei der Einreise in das Kaliningrader Gebiet
> > als Radfahrer zu Schwierigkeiten kommt?

Vergangenen Sommer sind Kunden von uns mit dem Fahrrad problemlos in das Kalingrader Gebiet ein- und ausgereist.

Gute Reise!
gerhard
 Re: Russland per Rad 20.01.2005 (22:09 Uhr) Unbekannt
Hallo Herbert und Gerhard,
vielen Dank für Eure Infos, Kaliningrad scheint also ein problemloses erstes Zwischenziel zu werden!
Und  Herbert, danke für den Hinweis auf die Autofahrer. Dessen bin ich mir wohl bewusst und werde immer besonders aufmerksam sein und stark befahrene Straßen wann immer möglich umgehen. Mich an diese ungewohnte Situation (ich kenne sie bisher nur als Fußgänger) zu gewöhnen habe ich ja etwas Zeit - ich fahre ja hier in Deutschland los.
Gruss,
Nane
 Re: Russland per Rad 24.01.2005 (02:18 Uhr) Eliane
> >
> > Fahrrad-Einreise
> > Muss man bei der Einfuhr eines Fahrrads nach Russland
> > etwas beachten? Muss man es irgendwie deklarieren?

Das habe ich noch nie gehört und bei mir in Sibirien sind schon viele Radler vorbeigekommen. Die einen kamen von Westen, die anderen aus der Mongolei. Kann nicht wirklich problematisch sein.

> Insofern musst Du mit gefährlichen Reaktionen der
> Autofahrer rechnen. In den letzten Jahren ist es ein ganz
> klein wenig besser geworden, aber in den meisten Städten
> ist Radfahren immer noch ein "himmelfahrtskommando".

Alles in allem stimmt diese Aussage, aber Russland besteht nur zum kleineren Teil aus großen Städten und meist wird es wohl über Land gehen. Und nach Aussagen der radelnden Touristen, die ich hier getroffen habe, hatten die keine Probleme mit dem Verkehr. Die australischen Straßen mit ihren Trucks scheinen gefährlicher zu sein, wo es oft nur hilft, so schnell wie möglich samt Rad in den Straßengraben zu hechten (so jedenfalls die Aussage von Weltumradlern, die in beiden Ländern waren).

Viele Grüße
Eliane
 Typhus 20.01.2005 (22:14 Uhr) Nane
Noch eine Frage die mich seid heute beschäftigt:
Braucht man für solch ein Unternehmen eine Typhusimpfung - wer kann mir da weiterhelfen? Eigentlich wollte ich mich impfen lassen. Heute war ich beim Arzt um meine Impfungen auffrischen zu lassen und fehlende zu planen und der Arzt meinte Typhus sei nicht notwendig - das hat mich nun etwas verunsichert...
Gruß,
Nane
 Re: Typhus 21.01.2005 (10:50 Uhr) Herbert
> Braucht man für solch ein Unternehmen eine Typhusimpfung

Nein. Wenn ich mit dem Rad fahren würde, würde ich ungeachtet des Landes auf tetanus achten.

Ansonsten ist das Leitungswasser in RUS eventuell bis zur Grenze der Unerträglickeit gechlort, aber gesundheitlich problemlos.

Eine gute Auslandskrankenversicherung MIT RÜCKFLUGOPTION! für die Dauer der Reise abgeschlossen ist da besser und ein "MUSS" (russische Krankenhäuser sind entsetzlich, vor allem, wenn man keine Verwandten am Ort hat, die einem zum Beispiel Essen bringen und Wäsche waschen).

Gruss, Herbert

 Re: Typhus 21.01.2005 (15:22 Uhr) Nane
Vielen Dank Herbert,
ich habe mich mittlerweile gegen eine Typhusimpfung entschieden und werde natuerlich eine gute Auslandskrankenversicherung abschliessen!
Gruss,
Nane
 Re: Russland per Rad 21.01.2005 (08:50 Uhr) anneliesep
> Hallo,
> ich plane für dieses Jahr eine Radtour durch Russland. Im
> Maerz soll es im Ruhrgebiet losgehen, dann ueber Polen,
> Kaliningrad, Baltikum wieder nach Russland und als grobes
> Endziel vor dem Wintereinbruch stelle ich mir den Baikal
> vor. Mal schauen ob ich ankomme. Da ja hier im Forum ein
> geballtes Russlandwissen zur Verfuegung steht, moechte
> ich gerne ein paar Fragen loswerden:
>
> Spiritus
> da mein Budget sehr begrenzt ist, moechte ich so wenig
> wie moeglich neu kaufen, aber natuerlich so viel wie
> noetig. Ich habe einen Spiritus-Kocher und wuerde den
> auch gerne benutzten wenn ich wuesste das man in Russland
> Brennspiritus kaufen kann. Ist das moeglich? In
> Kirgisstan hatte ich vor einigen Jahren Schwierigkeiten
> damit...
>
> Winter vorbei?
> Mein Visum ist ab dem 10. April gueltig. Kann man
> generell sagen das dann der Winter im Kaliningrader
> Gebiet vorbei ist (von Ausnahmewettererscheinungen
> natuerlich abgesehen)? Auch bei der Weiterfahrt von dort,
> sind die Straßen im April/Mai passierbar oder ertrinkt
> man dann im Matsch oder Schnee?
>
> Karten
> Immer wieder gibt es dieses Thema, den guten Tipp mit dem
> map-server kenne ich dank diese Forums schon. Ich habe
> auch immer wieder von einem genialen Atlas gelesen. Den
> wird man sicher nicht in Deutschland bekommen, oder?
> Vielleicht hat ihn jemand uebrig? Oder kann ich den denn
> bereits in Kaliningrad kaufen?
>
> Ural
> Zum einem habe ich gelesen das ein grosser Teil des Urals
> Sperrgebiet ist, wie bekomme ich heraus welcher Teil das
> ist? Und dann habe ich gehoert das der gesamte suedliche
> Ural atomverseucht ist. Wie kann man da an genauere Infos
> kommen?
>
> Wasser
> Gerade als Radfahrer ist man ja auf viel Wasser
> angewiesen. Ich gehe davon aus das es generell auf der
> Strecke genuegend Wasser gibt, aber wie sieht es mit der
> Qualitaet aus? Kann man das Wasser aus den Brunnen
> unbehandelt trinken? In den Bergen habe ich meist auch
> das Bachwasser unbehandelt getrunken, aber in den
> sibirischen Ebenen ist das vielleicht nicht so sinnvoll?
> Wer hat damit Erfahrung
>
> Baeren
> Tja und gibt es ja so viele Braunbseren in Russland,
> leider habe ich damit bisher noch gar keine Erfahrung.
> Wer kann mir weiterhelfen? Sollte man z.B. ueberall das
> Essen 100m vom Zelt in Baeume haengen?
>
> Fahrrad-Einreise
> Muss man bei der Einfuhr eines Fahrrads nach Russland
> etwas beachten? Muss man es irgendwie deklarieren? Stimmt
> es das es bei der Einreise in das Kaliningrader Gebiet
> als Radfahrer zu Schwierigkeiten kommt?
>
> Frau alleine
> Da ich weiblich (33) bin und für die gesamte Strecke
> keine Begleitung gefunden habe (evtl. für
> Teilabschnitte), mache ich mir natuerlich auch da so
> meine Gedanken. Wie schaetzt Ihr Russlandkenner die
> Situation als radelnde Frau ein, die mit Zelt unterwegs
> ist? Grosse Staedte will ich meiden.
>
> Tipps und Infos
> Natuerlich bin ich an allen Informationen, Tricks und
> Tipps interessiert die mein Vorhaben weiterbringen. Gibt
> es auf der langen strecke Orte, Feste die empfehlenswert
> sind (und an denen ich sonst einfach unwissend
> vorbeifahre). Vielleicht gibt es ja auch Interessenten
> ein Stueckchen mitzuradeln? Oder vielleicht wisst Ihr
> unterwegs Anlaufpunkte wo es Menschen gibt die mir gerne
> fuer eine Nacht ein Dach ueber dem Kopf geben?
>
> Damit ich das Forum nicht sprenge, hoere ich an dieser
> Stelle erstmal.
Hallo Nane, ich war im Sommer 2003 mit meinem Freund mit dem Fahrrad in Russland.
Also zum Spiritus: Wir haben auf der gesamten Tour keinen bekommen, auch nicht in Apotheken den besprochenen Alkohol.
Mein Freund wurde mehrmals ganz schön beschimpft bei dem Versuch -spirt- zu kaufen, man dachte wohl, er möchte ihn trinken.
Mit Karten, geeignet für Radler, hatten wir auch große Schwierigkeiten,bzw. haben manchmal keine bekommen. Gelegentlich bekamen wir von freundlichen Autofahrern eine geschenkt. Selbst in gut sortierten Buchhandlungen in großen Städten war es nicht möglich, Karten zu bekommen.
Ich könnte dir Karten anbieten vom Oblast Moskau, Krasnodar und Rostov na Donu, aber da wirst du auf deiner Tour nicht hinkommen? Den lonely planet hab ich auch noch.
Mit dem Zelten als Frau alleine würde ich dir empfehlen, frag in den Dörfern bei Bauern nach und stell da dein Zelt auf. Die Leute sind wahnsinnig gastfreundlich, das dürfte kein Problem sein. In der freien Natur zu zelten würde ich dir nicht empfehlen - wir machten gleich zu Beginn unserer Reise zwei unliebsame Erfahrungen, haben uns dann nicht mehr getraut, in der Pampa zu campen. Wir fanden in jeder Stadt, auch in den kleinen, Gastinica und waren da immer gut aufgehoben.
 Re: Russland per Rad 21.01.2005 (09:03 Uhr) Sandra
Es heisst auch nicht Spirt sondern "medicinskij Alkohol". Und eine Frau bekommt medizinischen Alkohol, Maenner oefters mal nicht:))))! Warum ist verstaendlich, medizinscher Alkohohl ist billiger als Vodka! Thypus braucht man nicht, ausser man wolle Wasser aus der Moskwa in Moskau trinken.
 Re: Russland per Rad 21.01.2005 (15:30 Uhr) Nane
> Es heisst auch nicht Spirt sondern "medicinskij Alkohol".
> Und eine Frau bekommt medizinischen Alkohol, Maenner
> oefters mal nicht:))))! Warum ist verstaendlich,
> medizinscher Alkohohl ist billiger als Vodka! Thypus
> braucht man nicht, ausser man wolle Wasser aus der Moskwa
> in Moskau trinken.

endlich mal ein Vorteil als Frau unterwegs zu sein ;-)!! Ich werde das testen und mit meinem Spirituskocher auf Tour gehen. Und wenn ich mal keinen Nachschub bekomme gibt's halt kalten Tee... (und Holz ist ja ansosnten auch ein guter Brennstoff!)
Unser Radverein organisiert eine 12 taegige Reise in Republik Tschuwaschien. ( 600 km oestlich von Moskau)  Richtung Ural)
Die Reise startet aus Deutschland ( Muenchen)  am 2 Mai. Das Programm schicke ich per Email. Oder fuer deutsche Touristen an unserem Reiseveranstalter ict-cygnus-lohengrin@t-online.de
Bei Interesse melden Sie sich per email.
ict-aurora
 Re: Russland per Rad 21.01.2005 (15:46 Uhr) Nane
Hallo Anneliesep,
vielen Dank fuer die Tipps, es stimmt das ich die Karten von  Euch leider nicht gebrauchen kann - Moskau will ich umfahren und die anderen Regionen liegen zu weit suedlich. Trotzdem vielen Dank fuer das Angebot. Den lonely planet kenne ich noch nicht und wuerde schon mal gerne reinschauen. Was mich aber besonders interessieren wuerde sind eure Erfahrungen und Erlebnisse auf Eurer Reise. Koennen wir vielleicht mal telefonieren? Wenn Du mir Deine Telefonnummer mailst, rufe ich Dich mal an!
gruss,
Nane
 Karten und Zelten 24.01.2005 (02:41 Uhr) Eliane
Karten sind in Russland immer wieder ein Problem und vom Gedanken es gäbe so was schönes wie 1:50.000, sollte man sich schnellstens verabschieden.
Besser als 1:100.000 gibt es nicht, außer vielleicht auf dem Stadtplan.
Es gibt inzwischen eine Serie von kleinen Atlanten verschiedener Oblaste (Gebiete; entspr. etwa den Bundesländern in D), einmal nur mit allen Straßen, einmal etwas größer in der Ausführung der ganzen Region. Maßstäbe meist 1:200.000, teilweise 1:100.000.
Damit gehe ich u.a. auch in den Bergen trekken, weil es was anderes nicht gibt.
Sie werden vom "federalnaya slushba geodesii i kartografii rossii" herausgegeben und in Omsk gedruckt, die Zusammenstellung der Karten geschieht eher Regional, weswegen Omsk nicht immer draufsteht.
In gutsortierten Buchläden sollte man diese Hefte bekommen können.
Ich habe viele davon aus dem ganzen Land.
etwa: Samarskaja Oblast' - atlas; 2001 (oben und unten türkisgrün, dazwischen ein Kartenausschnitt)
oder: Avtodoroshnyje atlasy Rossii - Respublika Buryatiya - 2004 (oben und unten lila-rot und dazwischen ein Foto von einer Straße)

Russen fahren eher selten nach Karten und wenn man ihnen eine zeigt, dann sind sie völlig fasziniert, aber sehr orientierungslos.

Vom lonely planet halte ich sehr wenig, habe so viele schlechte Infos darin gefunden, dass ich mir den als Gepäck echt sparen würde.

Zelten sollte man auf keinen Fall direkt am Straßenrand. Sich bei Dorfleuten unterzustellen, ist sicher nicht die verkehrteste Idee.
Und wenn in der freien Natur, dann am besten fernab von irgendwo. Es gibt halt immer wieder vor allem Jugendliche, die einem (nicht unbedingt bös gemeint, aber nervig neugierig) auf den Leib rücken. Wenn sie alkoholisiert sind und man keine Lust auf lallende Gespräche hat, dann kann sich das zu einem echten Problem auswachsen.

Und ich würde als alleinreisende Frau, niemandem erzählen, dass ich nicht verheiratet bin. Mindestens geschieden, dann spart man sich auch manche Nervereien.

Viele Grüße
Eliane
 Re: Russland per Rad 21.01.2005 (10:57 Uhr) Herbert
noch einer... fällt mir ein

NIE, NIE, NIE nachts fahren! Ich habe selbst in "gepflegten" Millionenstädten wie Ekaterinburg "Löcher" in den Strassen gesehen, wo man zu Fuss oder mit dem Rad 4-5 meter!!! in der Tiefe verschwunden wäre (im Kanalsystem) weil sie unbeleuchtet und ungesichert waren. Das gleiche gilt noch mehr für Kleinstädte und Landstrassen.

Auch die Autos verfügen oft über keine Beleuchtung...etc.
 Re: Russland per Rad 21.01.2005 (15:25 Uhr) Nane
> noch einer... fällt mir ein
>
> NIE, NIE, NIE nachts fahren! Ich habe selbst in
> "gepflegten" Millionenstädten wie Ekaterinburg "Löcher"
> in den Strassen gesehen, wo man zu Fuss oder mit dem Rad
> 4-5 meter!!! in der Tiefe verschwunden wäre (im
> Kanalsystem) weil sie unbeleuchtet und ungesichert waren.
> Das gleiche gilt noch mehr für Kleinstädte und
> Landstrassen.
>
> Auch die Autos verfügen oft über keine Beleuchtung...etc.


Hallo Herbert,
nochmals vielen Dank! Diese Gefahr kenne ich schon als Fussgaenger und werde sicher nicht im dunkeln fahren! Vielleicht fallen Dir ja noch weitere Tipps ein ;-)? Ich freue mich ueber jeden!
Gruss,
Nane
 Re: Russland per Rad 21.01.2005 (15:44 Uhr) Herbert
> Vielleicht fallen Dir ja noch weitere Tipps ein ;-)? Ich
> freue mich ueber jeden!

nicht so speziell zum Thema Radfahren. Aber wenn man solange unterwegs ist...
Pass und Visum einscannen und ins Internet hochladen(notfalls per e-mail-Anhang an die eigene Mail adresse schicken,wenn Du keinen Webspace hast)
Dann kommst Du bei verlust von jedem Internetcafe aus an deine Passkopie und dein Visum heran. Das Internet kann niemand stehlen.
Wie willst Du bei dieser Art des Reisens die Sache mit der Meldepflicht/OVIR regeln??? Es ist ja noch Zeit sich da eine Lösung zu überlegen. Überhaupt weiss ich jetzt gar keine Lösung, wie und woher Du ein Visum für eine so lange Zeit bekommen willst???
vile Grüsse, Herbert





 Re: Russland per Rad 21.01.2005 (21:39 Uhr) Nane
> nicht so speziell zum Thema Radfahren. Aber wenn man
> solange unterwegs ist...
> Pass und Visum einscannen und ins Internet
> hochladen(notfalls per e-mail-Anhang an die eigene Mail
> adresse schicken,wenn Du keinen Webspace hast)
> Dann kommst Du bei verlust von jedem Internetcafe aus an
> deine Passkopie und dein Visum heran. Das Internet kann
> niemand stehlen.
das ist eine wirklich gute Idee, danke! Das kann ich auch mit der Vericherungsbescheinigung und anderen wichtigen Dokumenten und Daten machen...

> Wie willst Du bei dieser Art des Reisens die Sache mit
> der Meldepflicht/OVIR regeln??? Es ist ja noch Zeit sich
> da eine Lösung zu überlegen. Überhaupt weiss ich jetzt
> gar keine Lösung, wie und woher Du ein Visum für eine so
> lange Zeit bekommen willst???
> vile Grüsse, Herbert
also: ich habe (bzw. ist in Arbeit) ein Geschaeftsvisum fuer ein Jahr - das bekommt man zum Beispiel beim Reisebuero 'Natascha' in Muenster (es gibt aber diverse andere Moeglichkeiten eins zu bekommen).
Und rein theoretisch braeuchte ich meines Wissens gar keine Registrierung wenn ich nicht laenger als 3 Werktage an einem Ort bleibe. Dennnoch werde ich mich sicher zwischendurch mal registrieren lassen (ich denke das macht bei so einem langen Aufenthalt einen guten Eindruck). Besonders einfach ist es wenn ich doch mal in einem Hotel übernachte (das will ich aber eher selten machen).
Nach meiner Erfahrung braucht man zum Registrieren denn Pass (Adresse) von demjenigen bei dem man wohnt und das sollte doch hin und wieder machbar sein. Damit geht man dan zum Ovrir, bzw. es gibt auch Firmen die das fuer einen uebernehmen - ich weiss aber auch nicht genau wie man sie findet. in Omsk kenne ich eine ;-)

Vielen Dank Herbert das Du Dir soviele Gedanken machst - es freut mich wenn andere an meinen Plaenen 'teilnehmen'!
 Re: Russland per Rad 24.01.2005 (08:31 Uhr) Herbert
> bzw. es gibt auch Firmen die das fuer
> einen uebernehmen - ich weiss aber auch nicht genau wie
> man sie findet. in Omsk kenne ich eine ;-)
>

Solche Firmen gibt es nur in grösseren Städten. Der persönlich Besuch beim OVIR ist ziemlich schrecklich und versaut leicht einen ganzen Tag.
Ich habe mich auch schon "fiktiv" von Hotels registrieren lassen. Dazu bezahlt man kein Zimmer sondern "Ein Bett in einem Mehrbettzimmer", also die billigste Übernachtungsmöglichkeit. Benutzt habe ich das dann nie, hatte aber den begehrten "Stempel" im Pass.


 Re: Russland per Rad 24.01.2005 (15:37 Uhr) Nane
> > bzw. es gibt auch Firmen die das fuer
> > einen uebernehmen - ich weiss aber auch nicht genau wie
> > man sie findet. in Omsk kenne ich eine ;-)
> >
>
> Solche Firmen gibt es nur in grösseren Städten.
hast du einen Tipp wie man solche Firmen findet? Mir wuerde auch schon weiterhelfen wie sie auf russisch heissen.

Der

> persönlich Besuch beim OVIR ist ziemlich schrecklich und
> versaut leicht einen ganzen Tag.
Beim Ovir habe ich mich noch nciht registriet, wie laeuft das denn ab? Gibt es da Tipps? Braucht man ausser seinem Pass und etwas Geld (und Zeit?) noch was anderes?

> Ich habe mich auch schon "fiktiv" von Hotels registrieren
> lassen. Dazu bezahlt man kein Zimmer sondern "Ein Bett in
> einem Mehrbettzimmer", also die billigste
> Übernachtungsmöglichkeit. Benutzt habe ich das dann nie,
> hatte aber den begehrten "Stempel" im Pass.
Was kostet denn sowas im Durchschnitt?
 Re: Russland per Rad 28.01.2005 (20:07 Uhr) Kagul
Hallo,

ich hab mich bei früheren Reisen immer direkt im OVIR registriert, das war nervig und sehr zeitaufwendig (bis zu 10 Stunden in einer überfüllten Behörde). In kleinen Städten werden Ausländer oft nicht registriert und auf die nächste Metropole verwiesen, in unserem letzten Fall 300 km weit weg.

Dann bekam auch ich den Tipp, mich doch in einem Hotel registrieren zu lassen und wir haben dann vor Ort einfach aus dem Telefonbuch eine Reihe günstiger Hotels angerufen, ob sie Ausländer registrieren und bei einem waren wir erfolgreich (viele Billighotels machen das nicht, die teuren natürlich alle).

Kostenpunkt für eine nicht durchgeführte Formalübernachtung zwecks Registrierung in unserem Fall knapp 20 Euro (600 Rubel) all inclusive. Preise vergleichen lohnt sich v.a. zwischen ´typischen´ und ´gelegentlichen´ Westtouristenhotels. Zeitaufwand in unserem Fall ca. 30 Minuten. Also wirklich weiterzuempfehlen. Man kann dann gleich wieder gehen, niemand stört es, wenn man bezahlt hat und dann woanders nächtigt.
 Re: Russland per Rad 29.01.2005 (02:25 Uhr) Eliane
Hallo,
> Man kann dann gleich wieder gehen,
> niemand stört es, wenn man bezahlt hat und dann woanders
> nächtigt.

Dass man nicht übernachten will, sollte man aber dennoch lieber für sich behalten. Ich habe es zumindest schon erlebt, dass man sich weigerte, eine solche Pro-Forma-Registrierung zu machen.
Wenn ich mir allerdings überlege, wie Nane unterwegs sein wird, dann kommt ihr eine günstige Hin-und-wieder-Hotelübernachtung vielleicht auch nicht ganz unrecht, ich meine nur, so ab und an mal Wasser aus einem Hahn soll ja auch nicht zu verachten sein, oder?

Ansonsten klappt das wirklich gut und an der Grenze hatte auch noch nie jemand irgendwelche Probleme.

Viele Grüße
Eliane
 Re: Russland per Rad 12.02.2005 (21:17 Uhr) Andre
> noch einer... fällt mir ein
>
> NIE, NIE, NIE nachts fahren! Ich habe selbst in
> "gepflegten" Millionenstädten wie Ekaterinburg "Löcher"
> in den Strassen gesehen, wo man zu Fuss oder mit dem Rad
> 4-5 meter!!! in der Tiefe verschwunden wäre (im
> Kanalsystem) weil sie unbeleuchtet und ungesichert waren.
> Das gleiche gilt noch mehr für Kleinstädte und
> Landstrassen.
>
> Auch die Autos verfügen oft über keine Beleuchtung...etc.
Auf fehlende Kanaldeckel einstellen in den Städten z.B. Perm
 Re: Russland per Rad 13.02.2005 (17:50 Uhr) allacrossrussia
obwohl ich diese tour jetzt nicht mit dem rad (timing & jede menge equipment) ist dein rat nicht unbedingt gut für rad *ggg* - klar, die löcher gibt's auch in anderen ländern (iran,...)

aber auf landstrassen ist nachtsfahren gar nicht mal so übel: vor allem in vollmondnächten. in der regel ist die zweit zwischen 23.00 und 05.00 uhr (lokal time) auf landstrassen in der ganzen welt die beste zeit um strecke zu machen, da meist viel weniger verkehr ist auf den du achten mußt. und bei dem speed bei einer gepäckfahrt reicht 'ne gute fahrradbeleuchtung.

also ich baue regelmässig bei langstreckenfahrten nachtschickten ein.

übrigens sind schotterstrassen oft weniger anfällig für gefährliche löcher als asphaltstrassen (asphaltlöcher scharfkantig - schotterstrassenlöcher dynamisch rundlich geformt)

viel spass beim radeln. hab wenn nicht mit dem bikle unterwegs immer 'n langstreckenradler-motivationssnack & 'n drink parat ;)

> > noch einer... fällt mir ein
> >
> > NIE, NIE, NIE nachts fahren! Ich habe selbst in
> > "gepflegten" Millionenstädten wie Ekaterinburg "Löcher"
> > in den Strassen gesehen, wo man zu Fuss oder mit dem Rad
> > 4-5 meter!!! in der Tiefe verschwunden wäre (im
> > Kanalsystem) weil sie unbeleuchtet und ungesichert waren.
> > Das gleiche gilt noch mehr für Kleinstädte und
> > Landstrassen.
> >
> > Auch die Autos verfügen oft über keine Beleuchtung...etc.
> Auf fehlende Kanaldeckel einstellen in den Städten z.B.
> Perm
 Re: Russland per Rad 14.02.2005 (04:52 Uhr) Unbekannt
> übrigens sind schotterstrassen oft weniger anfällig für
> gefährliche löcher als asphaltstrassen (asphaltlöcher
> scharfkantig - schotterstrassenlöcher dynamisch rundlich
> geformt)

*ggg*
Du ahnst ja gar nicht, wie viele Asphaltstraßen es in Russland gibt.
Und da wo dann wirklich Schotter angesagt ist, hast du's mit den Waschbrettern zu tun - sehr ekelhaft, egal mit welchem Verkehrsmittel.

Viele Grüße
Eliane
 Re: Russland per Rad 14.02.2005 (08:26 Uhr) allacrossrussia
...man könnte mal einen worst-road-award verleihen *ggg*...

übrigens: wellbrettpistenfahren musst du im richtigen speed - dann wird's ruhig (also die stossdämpfer müssen in der frequenz schwingen, dass du immer oben bleibst ) funktioniert super... ...bis zu dem zeitpunkt wenn ein richtig satter mugel sich anmaßt, im falschen abstand sein dasein zu fristen - dann kannste nur hoffen, dass 'n richtig starkes auto hast ;)

aber um auf's thema zurückzukommen. schlechte bodenbeschaffenheit bleibt am tag und in der nacht gleich und des reiseradlers speed ist bescheiden und in der nacht kann wirklich gut strecke gemacht werden ;)

greets, bearnie.


> > übrigens sind schotterstrassen oft weniger anfällig für
> > gefährliche löcher als asphaltstrassen (asphaltlöcher
> > scharfkantig - schotterstrassenlöcher dynamisch rundlich
> > geformt)
>
> *ggg*
> Du ahnst ja gar nicht, wie viele Asphaltstraßen es in
> Russland gibt.
> Und da wo dann wirklich Schotter angesagt ist, hast du's
> mit den Waschbrettern zu tun - sehr ekelhaft, egal mit
> welchem Verkehrsmittel.
>
> Viele Grüße
> Eliane
 Re: Russland per Rad 21.01.2005 (17:40 Uhr) allacrossrussia
privet nane ;)

melde dich mal bei mir per email - denn ich bin ja bei einer ähnlichen planung und werde ende februar/anfang märz am bodensee aufbrechen.

vielleicht geht sich ja ein streckenabschnitt aus - allerdings bei mir kann sich noch was ändern (bezüglich durchführungsart - aber dann kann ich dir womöglich einen lift anbieten.

die grossen städte umfahren ist in manchen teilen hoffnungslos und du bist schneller, wenn dich ins getümmel auf kürzestem weg durchzwängst.

zu deiner bärenorge: falls wirklich mal im bärengelande bist, tue zumindestens nicht im zelt essen und kochen ('n ordentliches stück vorher) und dann haste mal schon die möglichkeit eines bärenbesuchs um ein vielfaches reduziert *ggg*.

greets & melde dich!
 Re: Russland per Rad 21.01.2005 (21:45 Uhr) Nane
hallo allacrossrussia,
ich wuerde mich ja gerne bei dir melden, aber wo ist deine email-Adresse??? Vielleicht ist es einfacher Du schreibst mir eine mail (meine Adresse verbirgt sich hinter meinem Namen (Nane)) oder hier ist sie: post123@gmx.de
Ich wuerd mich freuen - wir scheinen ja wirklich aehnliche Absichten zu haben!!
 Re: Russland per Rad 22.01.2005 (17:08 Uhr) Anneliesep
Hallo Nane, meine E-Mail-Adresse im Anhang. Meld dich doch mal bei mir, ich hab ein Buch geschrieben über die Radtour in Russland zusammen mit meinem Freund.
Liebe Grüße
Anneliesep
P.S.Das mit den Löchern in der Straße ist ein guter Hinweis. Besonders gefährlich ist es bei Regen.
 Re: Russland per Rad 22.01.2005 (17:09 Uhr) Unbekannt
> Hallo Nane, meine E-Mail-Adresse im Anhang. Meld dich
> doch mal bei mir, ich hab ein Buch geschrieben über die
> Radtour in Russland zusammen mit meinem Freund.
> Liebe Grüße
> Anneliesep
> P.S.Das mit den Löchern in der Straße ist ein guter
> Hinweis. Besonders gefährlich ist es bei Regen.
Das hat nicht geklappt mit dem Anhang: Hier ist sie:
Anneliese.Paape@gmx.de
 Re: Russland per Rad 24.01.2005 (03:10 Uhr) Eliane
Und nun nochmal allgemein auf deine erste Anfrage ein paar Anmerkungen.

> Spiritus
Ein Benzinkocher wäre eine gute Alternative, denn Benzin bekommt man überall. Und die Zeiten, da man in D wie ein Außerirdischer angeguckt wurde, wenn man einen Benzinkocher wollte, sind auch vorbei.
Vielleicht mal unter Freunden fragen, ob einer einen entbehren kann?
Da braucht man auch nicht so viel Brennstoff, wie bei vielen anderen Kochvarianten.

> Winter vorbei?
Der sollte dann schon vorbei sein, wenn du die russische Grenze übertrittst.
Da ist auch in Sibirien schon eher weniger Schnee, vielleicht noch Matsch und hie und da eine überschwemmte und nachts(morgens) glatte Straße.
Außerdem haben wir hier in diesem Jahr einen superwarmen Winter. Moskau stellt z.B. laufend Wärmerekorde auf.
Und in Ulan-Ude, wo ich lebe, haben wir auch meist Temperaturen die kaum unter -20 fallen.
Also vielleicht nicht die schlechtesten Voraussetzungen für eine Reise in diesem Frühjahr.
Wie es im Herbst aussieht, weiß ich natürlich nicht. Am Baikal muss man mit dem ersten Schnee schon Mitte September rechnen, was aber nicht heißt, dass es danach nicht nochmal warm und richtig schön herbstlich wird.

> Ural
> Zum einem habe ich gelesen das ein grosser Teil des Urals
> Sperrgebiet ist, wie bekomme ich heraus welcher Teil das
> ist?
Das habe ich noch nicht gelesen. Aber ich nehme an, dass die Russen nicht ganz so frech sind, wie die Chinesen und dass es spätestens an der Grenze des Sperrgebietes gekennzeichnet ist.

> Wasser
Auf den Dörfern gibt es Brunnen und die sind sicher nicht gechlort, worauf jemand schon hingewiesen hat. Wie sauber das ist, weiß ich nicht. Abkochen. Ansonsten würde ich halt langsam anfangen, mich an das Wasser zu gewöhnen. Es gibt auch Orte, das ist das Wasser richtig gut. Ich trinke in Ulan-Ude bedenken- und seit fast drei Jahren beschwerdenlos das Wasser ungekocht aus der Leitung, wie die meisten Einheimischen auch.

Es gibt aber auch Tafel- und Mineralwasser in Flaschen zu kaufen. Am meisten verbreitet sind wohl die Varianten von Coca-Cola und Pepsi und die gibt es auch "ohne Gas". Russische Mineralwasser haben z.T. einen gewöhnungsbedürftigen Geschmack und sind nicht jedermanns Sache (schmecken bisweilen von salzig bis rostig)

> Baeren
> Tja und gibt es ja so viele Braunbseren in Russland,
> leider habe ich damit bisher noch gar keine Erfahrung.
> Wer kann mir weiterhelfen? Sollte man z.B. ueberall das
> Essen 100m vom Zelt in Baeume haengen?
In der Taiga empfiehlt sich das wohl. In der Steppe wohl kaum.

> Frau alleine
Du wirst sicher kaum im kurzen Röckchen und mit Pumps und viel Puder im Gesicht unterwegs sein.
Und alles in allem würde ich davon ausgehen, dass viele Russen zwar einen Kniefall vor die machen, ob der Leistung, die du als Frau da vollbringst, aber damit bist du eigentlich auch zu wenig weiblich für die Herren.
So jedenfalls meine Erfahrung, wenn ich mit meinem UAZ-Bus (Mischung aus "Panzer und Traktor") unterwegs bin.
Vorsicht ist dennoch geraten. Ich schrieb das schon zum Thema Zelten.

Große Städte würde ich nicht unbedingt meiden, du kommst genug über Land, dass wahrscheinlich hin und wieder ein Aufenthalt in einer Stadt nicht so unwillkommen ist. Und auch da muss man nicht unbedingt im teuersten Hotel unterkommen.

Für dein Visum fällt mir gerade noch ein: Du hast hoffentlich ein Mehrfach-Visum für Russland in Arbeit. Sonst ist deine Reise nämlich nach Kaliningrad bzw. der Neueinreise nach Russland schon zu Ende.

Wenn du bis Ulan-Ude kommen magst (östlich des Baikal), dann melde dich mal bei mir: eliane.roth (at) web.de
Kannst natürlich auch sonst noch Fragen an mich richten, vor allem wohl solche, die (Ost-)Sibirien angehen.

Viele Grüße
Eliane
 Re: Russland per Rad 24.01.2005 (12:52 Uhr) allacrossrussia
@eliane

---hab der nane schon gemailt, denn ich starte auch in wenigen wochen 'gen osten. spätestens mitte märz geht's los. hab im moment allerdings noch nicht entschieden, welche variante ich wähle - habe einen termin im osten, den ich nicht versäumen darf und mein 'spezielles rad' ist mit einem großen fragezeichen versehen und lange diskussionen mit der miliz sind vorprogrammiert .

naja, ein wenig zeit hab ich ja noch mit den vorbereitungen. was machst du denn in da mitten, ok an der südgrenze, von sibirien? kann man sich an dich wenden, wenn man ein wenig support braucht?

greets, bearnie
 Re: Russland per Rad 26.01.2005 (12:19 Uhr) Eliane
> ---hab der nane schon gemailt, denn ich starte auch in
> wenigen wochen 'gen osten. spätestens mitte märz geht's
> los. hab im moment allerdings noch nicht entschieden,
> welche variante ich wähle - habe einen termin im osten,
> den ich nicht versäumen darf und mein 'spezielles rad'
> ist mit einem großen fragezeichen versehen und lange
> diskussionen mit der miliz sind vorprogrammiert .

Ob die sich wirklich für Fahrräder interessieren?
Kann ich mir kaum vorstellen.
Wenn doch, dann bin ich gespannt, was sie zu beanstanden haben.

> naja, ein wenig zeit hab ich ja noch mit den
> vorbereitungen. was machst du denn in da mitten, ok an
> der südgrenze, von sibirien? kann man sich an dich
> wenden, wenn man ein wenig support braucht?

Ich lebe in Ulan-Ude und bin hier DAAD-Lektorin an einer Uni, gebe also Deutsch-Unterricht, führe Studien- und Stipendienberatungen für D durch und mache Kulturarbeit, was auch immer man darunter genau verstehen mag.

Mitten in Sibirien stimmt übrigens gar nicht. Burjatien zählt zu Ostsibirien und somit liegt es schon ziemlich dicht an der Grenze zum Fernen Osten. Allerdings wärst du nicht der erste, der nicht weiß, dass Sibirien nicht bis zum Pazifik reicht. Macht also nix.

Support: Kommt drauf an, welcher. Mit allem kann ich sicher nicht dienen. Fragen wäre aber sicher ein Versuch wert.

Viele Grüße
Eliane
 Re: Russland per Rad 24.01.2005 (15:30 Uhr) Nane
Hallo Eliane,
fuer alles Deine Tipps an dieser Stelle schonmal ein grosses DANKE!! Ich fuehlr mich in diesem Forum wiklich gut beraten und die Kontakte die man bekommt sind wirklich nett!

> > Spiritus
ganz kruz nochmal zum Spiritus. Mir ist schon klar das ein Benzinkocher viele Vorteile hat. Ein Spirituskocher aber auch: mit dem kann man auch mal im Zelt kochen und die Sachen stinken nicht nach Benzin, ausserdem ist er sehr windunempfindlich (und ich habe einen ;-). Wie ist denn Deine Einschaetzung: bekommt man den medizinischen Alkohol (der muss ja mind. 90% Alkohol haben sonst gibts nur lauwarmen Tee) generell in Russland?

> > Frau alleine
> Du wirst sicher kaum im kurzen Röckchen und mit Pumps und
> viel Puder im Gesicht unterwegs sein.
> Und alles in allem würde ich davon ausgehen, dass viele
> Russen zwar einen Kniefall vor die machen, ob der
> Leistung, die du als Frau da vollbringst, aber damit bist
> du eigentlich auch zu wenig weiblich für die Herren.
> So jedenfalls meine Erfahrung, wenn ich mit meinem
> UAZ-Bus (Mischung aus "Panzer und Traktor") unterwegs
> bin.
> Vorsicht ist dennoch geraten. Ich schrieb das schon zum
> Thema Zelten.
ja, so eine Antwort hatte ich erhofft;-) Genauso wuerde ich das hier aus der Ferne auch einschaetzen!

>
> Große Städte würde ich nicht unbedingt meiden, du kommst
> genug über Land, dass wahrscheinlich hin und wieder ein
> Aufenthalt in einer Stadt nicht so unwillkommen ist. Und
> auch da muss man nicht unbedingt im teuersten Hotel
> unterkommen.
Da hast Du bestimmt recht, es muss zwar nicht Moskau sein, aber sicher bin ich zwischendurch auch mal an etwas Stadtleben interessiert.

> Für dein Visum fällt mir gerade noch ein: Du hast
> hoffentlich ein Mehrfach-Visum für Russland in Arbeit.
> Sonst ist deine Reise nämlich nach Kaliningrad bzw. der
> Neueinreise nach Russland schon zu Ende.
Ja, ich habe ein Mehrfach-Visum beantragt und ich hoffe das es auch so sein wird! Noch habe ich das Visum nicht aber eigentlich mache ich mir da keine grossen Sorgen...

> Wenn du bis Ulan-Ude kommen magst (östlich des Baikal),
> dann melde dich mal bei mir: eliane.roth (at) web.de
> Kannst natürlich auch sonst noch Fragen an mich richten,
> vor allem wohl solche, die (Ost-)Sibirien angehen.
Vielen Dank! Wenn ich soweit komme, melde ich mich gerne bei dir. und was fragen zu Ost-Sibirien angeht: ich denke die kommen sicher auch noch unterwegs und dann melde ich mich einfach bei dir.

herzliche Gruesse,
Nane
 Re: Russland per Rad - Spiritus 24.01.2005 (17:33 Uhr) allacrossrussia
> > > Spiritus
> ganz kruz nochmal zum Spiritus. Mir ist schon klar das
> ein Benzinkocher viele Vorteile hat. Ein Spirituskocher
> aber auch: mit dem kann man auch mal im Zelt kochen und
> die Sachen stinken nicht nach Benzin, ausserdem ist er
> sehr windunempfindlich (und ich habe einen ;-). Wie ist
> denn Deine Einschaetzung: bekommt man den medizinischen
> Alkohol (der muss ja mind. 90% Alkohol haben sonst gibts
> nur lauwarmen Tee) generell in Russland?

muss hier noch einlenken ;) - also sehe keine probleme wenn du einen spitituskocher verwenden willst. ich nehme mal an, dass es ein trangia ist (der einzige der ok ist und halbwegs leistung bring) - aber wenn du (schau mal in den gebrauchtmark) einen benzinkocher (empfehlung: leistung, gewicht, zuverlässigkeit) der msr dragon-fly.

hab auch schon monatelang mit dem spirituskocher gearbeitet - auf einem 850 km fussmarsch - aber da musst du sehr haushalten mit dem sprit. und spirituskocher sind SEHR WINDEMPFINDLICH!!! die leistung sackt bei wind in den keller (noch ärger wenn's mal richtig kalt wird). klar: praktisch ist er schon, aber auf langen touren brauchst halt viel mehr brennstoff als im vergleich zu einem benzinkocher (und du kriegst den brennstoff wirklich überall). nachteil: musst den benzinkocher ein bischen pflegen und die düse regelmässig reinigen (zeitvertreib bei schlechtwetter).

also wenn die chance hast um an einen benziner zu kommen - nütze sie. hängt natürlich immer davon ab, wieviel den kocher dann im einsatz hast. würd mal sagen, bis zu 30% deiner nahrungsaufnhame benutz du den kocher ist der spirituskocher noch ok, darüber spricht der benziner eindeutig für sich.

was anderes: was für ein zelt verwendest du! hier kann ich dir den rat geben: lieber etwas grösser und ein kilo mehr schleppen. die biwakzelte sind für lange touren sehr spartanisch und wenn's mal zu einer längeren campsession kommt sehr unbequem. und gäste kannste auch keine empfangen ;)

wenn doch ein kleines einmann - in deinem fall einfrau - zelt verwendest, nimm noch 'ne ausreichend große leichte tarp mit. optimal (gewicht und qualität) ist eine aus biwacksackstoff. ausreichend laschen drann nähen! kannst auch fertig kaufen, aber billiger ist selber machen.

spartanische version (mal angewendet auf einer 4 1/2 monatigen alaskodurchquerung von nord nach west) nur eine plane verwenden. aber das wird dann schon eher 'n bischen hardcore und du must immer etwas zum befestigen finden/konstruieren.

ganz wichtig für die packliste: nimm genug flickzeug mit! lieber zuviel als zu wenig, ersatzschläuche (kannst zwar lange flicken, aber irgendwann ist schluss) und da du oft ruppige fahrverhältnisse hast, auch ersatzspeichen. einspeichen kann dir schnell mal ein schlosser, wenn dir aber speichen fehlen, dann viel spass! ein satz bremsklötze hab ich fast vergessen zu erwähnen und ein satz schalt, bremskabel fallen auch nicht ins gewicht und machen dich unabhängiger.

montier vor der fahrt auf jeden fall neue mäntel auf die felgen! das ist eine lohnende investition und hier ein tip:

nimm den marathon von schwalbe (hat ein dickes bett und ist pannensicherer als ein normaler reifen). soll jetzt keine werbung sein, aber auf diesen reifen sind mittlerweile alle streckenbiker in meinem bekanntenkreis umgestiegen (und sehr zufrieden).

gepäckträger: auf KEINEN FALL AUS ALU!! bis jetzt ist bei mir noch jeder alugepäcksträger irgendwann gebrochen und dann brauchst du glück, dass du jemand findest, der alu schweissen kann (und alu schweissen ist nicht so einfach!!!). hier auf jeden fall (ich hoffe dein rad hat's sowieso) stahlträger verwenden.

greets, bearnie




warum kannst du mit einem benzinkocher nicht im zelt kochen?
>nachteil: musst den benzinkocher ein
> bischen pflegen und die düse regelmässig reinigen
> (zeitvertreib bei schlechtwetter).
Ein bisschen ????
Die Düsenverstopferei haben wir auf einer Afrikatour mal so mühsam erlebt, dass wir nach ein paar Wochen auf die afrikanische Kochmethode umgestiegen sind und sie über zwei Jahre beibehalten haben: Holz.
Vielleicht sind heutige hightech Benziner ja wesentlich besser? Wir hatten damals einen Coleman. Was es auch immer sein soll, zumindest Ersatzdüsen würd' ich schon ins Auge fassen.

> warum kannst du mit einem benzinkocher nicht im zelt
> kochen?

Weil's sonst in einem kleinen Einfrauzelt innen relativ schnell schwarz wird und du am anderen Morgen noch nach Benzin stinkst.

E Gruess
Chrigu

 Re: Russland per Rad - Spiritus 25.01.2005 (12:25 Uhr) Eliane
> >nachteil: musst den benzinkocher ein
> > bischen pflegen und die düse regelmässig reinigen
> > (zeitvertreib bei schlechtwetter).
> Ein bisschen ????
> Die Düsenverstopferei haben wir auf einer Afrikatour mal
> so mühsam erlebt
Es kommt wohl sehr auf den Kocher an. Mein alter, schwedische Produktion Optimus, hatte eine höchst raffinierte Düsenreinigung und mein neuer ebenfalls. Und ich möchte nicht behaupten, dass das russische Benzin aus dem hinterletzten Kuhdorf wirklich das feinste ist.

Und warum ein Zelt von innen schwarz werden sollte, ist mir ebenfalls schleierhaft.

Und für windempfindlich halte ich Benzinkocher auch nicht. Wenn der losbullert, dann pustet den doch keiner so schnell mehr aus.

Viele Grüße
Eliane


 Re: Russland per Rad - Spiritus 25.01.2005 (14:59 Uhr) allacrossrussia
> Es kommt wohl sehr auf den Kocher an. Mein alter,
> schwedische Produktion Optimus, hatte eine höchst
> raffinierte Düsenreinigung und mein neuer ebenfalls. Und
> ich möchte nicht behaupten, dass das russische Benzin aus
> dem hinterletzten Kuhdorf wirklich das feinste ist.
>
> Und warum ein Zelt von innen schwarz werden sollte, ist
> mir ebenfalls schleierhaft.
>
> Und für windempfindlich halte ich Benzinkocher auch
> nicht. Wenn der losbullert, dann pustet den doch keiner
> so schnell mehr aus.
>
> Viele Grüße
> Eliane

dem ist nicht viel hinzuzufügen. jedenfalls kochte ich auf der längsten tour 10 monate lang ohne die düse wechseln zu müssen auf ein und demselben kocher. im grönländischen winter (und der kann ja recht kühl sein) hab ich den kocher auch zum aufheizen des zelts benutzt, damit der gang aus den klamotten in den schlafsack etwas gemütlicher wird (genügend spritreserven vorausgesetzt). mein zelt ist trotzdem innen nicht schwarz geworden ;).

aber für den erfolg von nanes tour ist's nicht so wichtig, welchen kocher sie dabei hat :) - vielleicht hat jemand - du vielleicht eliane - die kosten für den spiritussrit (alk) in russland pro liter zu hand. dann ist schnell ausgerechnet, welche methode nane billiger kommt.

ich hätte da noch eine alternative um den spirituskocher zu entlasten (alerdings nur bei schönwetterphasen: den hobo-ofen aus einer konservendose (allerdings nicht die luxusversion mit ventilator, sondern ohne). reicht auch an schönen tagen um zu köcheln und man versengt dabei keine grasnarbe und verursacht auch keinen vor sich hin glimmenden wurzelbrand, der zum waldbrand ausarten kann.
> Es kommt wohl sehr auf den Kocher an. Mein alter,
> schwedische Produktion Optimus, hatte eine höchst
> raffinierte Düsenreinigung und mein neuer ebenfalls.
Ja, es kommt wohl wirklich sehr auf das Produkt an. Wie kann man nur mit einem russischen Auto (Niva) und einem amerikanischen Kocher (Coleman) in Afrika unterwegs sein ;-)))? Zum Glück war das russische Auto stabiler als der amerikanische Kocher, der halt afrikanisches Busch-Benzin (manchmal wohl noch einen Tick schlechter als russisches Kuhdorf-Gebräu) nicht so verkraftete.
> Und warum ein Zelt von innen schwarz werden sollte, ist
> mir ebenfalls schleierhaft.
Sorry, hab vergessen, das zu explizieren, ist natürlich im Zusammenhang mit dem schlecht verbrennenden Kocher zu sehen. Unsere Töpfe waren - als wir das Ding noch benutzten, jeweils schon nach dem Teewasser schwarz, den Effekt hab ich einfach auf eine Vollmahlzeit und ein Kleinzelt extrapoliert.
> Und für windempfindlich halte ich Benzinkocher auch
> nicht. Wenn der losbullert, dann pustet den doch keiner
> so schnell mehr aus.
Volle Zustimmung.
u e Gruess
Chrigu

 Re: Russland per Rad - Spiritus 26.01.2005 (12:36 Uhr) Nane
Ich wollte eigentlich gar keine so grosse Diskussion pro-contra Spirituskocher heraufbeschwoern ;-)

Ich denke ich bin mir schon ueber die Vor- und Nachteile bewusst. trotzdem wuerde ich ihn aber weiterhin benutzen wenn ich wuesste das man in russland guenstig an brennstoff dafuer gelangt. Sandra hat ja geschrieben das man ohne Probleme an medizinischen Alkohol gelangt. Kann das jemand bestaetigen? wie teuer ist ein Liter ungefaeht und wieviel % hat er?
 Re: Russland per Rad - Spiritus 26.01.2005 (12:44 Uhr) Nane
> was anderes: was für ein zelt verwendest du! hier kann
> ich dir den rat geben: lieber etwas grösser und ein kilo
> mehr schleppen. die biwakzelte sind für lange touren sehr
> spartanisch und wenn's mal zu einer längeren campsession
> kommt sehr unbequem. und gäste kannste auch keine
> empfangen ;)
ich benutzt ein zweimannzelt wo ich auch mal gaeste empfanegn kann ;-)

>
> montier vor der fahrt auf jeden fall neue mäntel auf die
> felgen! das ist eine lohnende investition und hier ein
> tip:
>
> nimm den marathon von schwalbe (hat ein dickes bett und
> ist pannensicherer als ein normaler reifen). soll jetzt
> keine werbung sein, aber auf diesen reifen sind
> mittlerweile alle streckenbiker in meinem bekanntenkreis
> umgestiegen (und sehr zufrieden).
den fahr ich generell auf meinem rad - ueberlege aber ob ich  nicht breitere reifen montiere...

> gepäckträger: auf KEINEN FALL AUS ALU!! bis jetzt ist bei
> mir noch jeder alugepäcksträger irgendwann gebrochen und
> dann brauchst du glück, dass du jemand findest, der alu
> schweissen kann (und alu schweissen ist nicht so
> einfach!!!). hier auf jeden fall (ich hoffe dein rad
> hat's sowieso) stahlträger verwenden.
selbstverstaendlich!!

> warum kannst du mit einem benzinkocher nicht im zelt
> kochen?
klar geht das, aber nicht so schoen einfach wie mit spiritus und ich habe auch keine lust auf die abgase von verbleitem benzin...
 Re: Russland per Rad - Spiritus 26.01.2005 (16:18 Uhr) allacrossrussia
> den fahr ich generell auf meinem rad - ueberlege aber ob
> ich nicht breitere reifen montiere...

...*ggg* sehe du bist ja eh schon gut gerüstet. 2-mann zelt ist auf langer tour wirklich besser.

zum breiteren reifen: würd ich lassen. wenn's rollt kommste damit schon langsamer voran und für die paar % wo mal 'n fetten reifen brauchen solltest (was ich nicht mal glaube) kannst auch einfach 'n bischen druck rausnehmen.

bleib bei dem was sich bewährt hat.

übrigens: wir sind am tüfteln, wie wir 'n hänger an meine schüssel (weist eh' mein 'spezielles' rad) rankriegen - was gar nicht so einfach ist.

so, muss weiter am film (von der 'warmup-tour zur heurigen)werken, übermorgen ist premiere.

greets :)

 Re: Russland per Rad 28.01.2005 (19:56 Uhr) Kagul
> Ural
> Zum einem habe ich gelesen das ein grosser Teil des Urals
> Sperrgebiet ist, wie bekomme ich heraus welcher Teil das
> ist? Und dann habe ich gehoert das der gesamte suedliche
> Ural atomverseucht ist. Wie kann man da an genauere Infos
> kommen?

der Ural ist wirklich SEHR groß und nur ein sehr geringer Teil davon ist Sperrgebiet. Von atomarer Verseuchung einzelner Gegenden hab ich bei Aufenthalten im Südural gehört, aber es betrifft nur vereinzelte Gebiete, wo veraltete Atomanlagen standen.

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