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 russische Männer 15.11.2002 (18:03 Uhr) Dani
Mich würde Eure Meinung über die russischen Männer sehr interessieren. Denkt Ihr auch, dass sie den ganzen Tag nur mit Vodka-Trinken verbringen? Das kann doch nicht sein...
Danke für Euer Statement bereits im voraus.
 Re: russische Männer 15.11.2002 (18:37 Uhr) Reginanoack
"die russischen Männer"

Hallo Dani,
Ich denke mal als erstes:
"die russischen Maenner" gibt es nicht!
Und Verallgemeinerungen sind selten hilfreich, da zu pauschal und nicht auf den Einzelnen bezogen.
Diejenigen, die ich persoenlich kenne sind:
Sehr aktiv, lernbegierig, extrem arbeitsam bis zum Umfallen, manchmal sehr dominant und sehr selten Wodka-trinkend, eher Bierfans oder selten alkoholische Getraenke tinkend.
Aber bitte: keine Verallgemeinerungen!
Soweit mein Kurzstatement.
Viele Gruesse

Regina
 Re: russische Männer 15.11.2002 (21:01 Uhr) Dani
Hallo Regina!
Vielen Dank fuer Deine Antwort. Natuerlich weiss ich, dass man eine Nation nicht verallgemeinern und aufgrund von Vorurteilen abstempeln kann. Ich selbst kenne leider nur zwei russische Maenner persoenlich und diese beiden sind genau so wie diejenigen, die Du kennst (wie Du es beschrieben hast). Mich interessiert einfach nur die Meinung anderer. Ich wuerde mich auch sehr ueber neue Freundschaften mit russischen Maennern freuen. Koenntest Du mir dabei vielleicht behilflich sein? Ich habe gesehen, dass Du in einigen Foren sehr aktiv bist.
Viele Gruesse
Dani
 Re: russische Männer 18.11.2002 (08:14 Uhr) Reginanoack
Hallo Dani,

Du bist eine sehr mutige Frau! Das gefaellt mir, denn Du bist die erste, von der ich hoere, dass sie sich fuer russische Maenner interessiert!
Sonst ist ja der "Normalfall":
Deutscher Mann sucht russische Frau(en)!!!
Endlich kommt ein Gleichgewicht hinein!

Aber zu deiner konkreten Bitte:
Wo lebst Du denn? Vermutlich in Deutschland?
Warst Du ueberhaupt schon mal in Russland?
Wie waers damit?
Bei allen damit verbundenen Fragen kann ich Dir gerne helfen!
Klick Dich doch mal durch meine Website!
http://SPBMOS.homestead.com/Welcome.html
Viel Spass!

Viele Gruesse

Regina
P.S. Du kannst mich auch gerne anrufen unter
030 686 30 60
P.S.S. Mein Geheimtipp, um eine Anzeige aufzugeben:
http://www.007-berlin.de
 Re: russische Männer 18.11.2002 (21:04 Uhr) Dani
Hallo Regina!
Es freut mich, dass Dir mein "Mut" gefällt :-)
Ja, ich wohne in Deutschland, genauer gesagt im nördlichen Bayern. Ich war drei Mal in Russland. Das erste Mal als Tourist und die beiden anderen Male habe ich zwei (männliche) Bekanntschaften aus dem Internet in St. Petersburg getroffen. Eigentlich (fast) ohne Hintergedanken, einfach nur zum Zweck der guten Freundschaft. Und ich muss sagen, mir hat es wahnsinnig gut gefallen. Ich hatte zweimal eine sehr schöne Zeit und habe das echte russische Leben kennengelernt. Ich war und bin so fasziniert von Land und Leuten, ich könnte dazu noch viel mehr schreiben, das möchte ich in dem Forum aber nicht tun. Ich würde jederzeit wieder nach Russland reisen.
Ich finde in Deutschland ist es sehr schwierig, Russen kennenzulernen, besonders Jüngere (ich bin 25). Die leben zu sehr unter sich. Zumindest ist das dort wo ich wohne so.

Viele Gruesse
Dani

P.S. Danke für Deine Links!
 einverstanden 20.11.2002 (00:57 Uhr) RUS-Bürger
Die Russische Männer sind genau so, wie Regina geschrieben hatte. Sie konnen mir glauben, weil ich "one of them" bin.:)
Und finde ich es nicht so schwierig in Deutschland Russen kennenzulernen. Ich wohne in Nähe von München und jeden Tag in City Zentrum treffe auf Russen, die meistens Jugend sind.
Aber denke ich, dass in Ausland hat man zweifellos eine Vorsprung. Er ist wie eine Exotik für die Ureinwohner und interessiert sie riesig, deshalb die ideale Weise Russen kennenzulernen ist eine Reise nach Russland zu machen :).
grusss
EGor.
 Sprachproblem 30.11.2002 (23:07 Uhr) Olga
Hallo, Dani!
Du hast recht, viele Russen bleiben untereinander, meistens geschieht dies (glaube ich jedenfalls) wegen des Sprachproblems (viele haben Angst vom Deutsch sprechen und "nicht verstanden werden")! Eine meiner Bekannten ist eine "russisch Deutsche" - sie ist mit der ganzen Familie nach Deutschland gekommen (ca. 15 Leute insgesamt). Sie hat Kontakt praktisch nur zu ihrer Familie, natürlich entwickeln sich ihre Deutschkenntnisse deswegen gar nicht. Das finde ich sehr traurig, dass man sich sozusagen "abkapselt". Ich kenne auch ein paar Leute, die mit den Deutschen gar nichts zu tun haben wollen - keine gemeinsamen Partys, keine Bekanntschaften usw. Na, die sind einfach zu doof, was soll ich noch sagen.
Gruss
Olga

> Hallo Regina!
> Es freut mich, dass Dir mein "Mut" gefällt :-)
> Ja, ich wohne in Deutschland, genauer gesagt im
> nördlichen Bayern. Ich war drei Mal in Russland. Das
> erste Mal als Tourist und die beiden anderen Male habe
> ich zwei (männliche) Bekanntschaften aus dem Internet in
> St. Petersburg getroffen. Eigentlich (fast) ohne
> Hintergedanken, einfach nur zum Zweck der guten
> Freundschaft. Und ich muss sagen, mir hat es wahnsinnig
> gut gefallen. Ich hatte zweimal eine sehr schöne Zeit und
> habe das echte russische Leben kennengelernt. Ich war und
> bin so fasziniert von Land und Leuten, ich könnte dazu
> noch viel mehr schreiben, das möchte ich in dem Forum
> aber nicht tun. Ich würde jederzeit wieder nach Russland
> reisen.
> Ich finde in Deutschland ist es sehr schwierig, Russen
> kennenzulernen, besonders Jüngere (ich bin 25). Die leben
> zu sehr unter sich. Zumindest ist das dort wo ich wohne
> so.
>
> Viele Gruesse
> Dani
>
> P.S. Danke für Deine Links!
Hallo Olga,
du hast natürlich recht mit deiner Bemerkung, dass viele unter sich bleiben wollen.

Meine Erfahrung sagt mir aber, (genau wie dein Beispiel), dass es sich meist um Russland-Deutsche handelt, die sich abkapseln oder abgekapselt werden.

Sie haben ein gravierendes Problem: Dem Pass nach sind sie Deutsche, der Sprache nach nicht mehr (die wenigsten können es noch), den Traditionen nach sind sie manchesmal "deutscher" als die Deutschen. Es hat sich unter ihnen häufig ein Deutschlandbild bewahrt, das heute in Deutschland nicht mehr existiert. Zwangsläufig kommt es damit zu einem Konflikt. Ein in Deutschland geboren und augewachsener Mensch kann sie kaum als Deutsche annehmen. Die Folge ist Abgrenzung auf beiden Seiten.

Diejenigen jungen Menschen unter den Russlanddeutschen, die noch eine reelle Chance haben und die Fähigkeit mitbringen, die Sprache perfekt, so gut wie akzentfrei zu lernen, das Abitur zu machen, zu studieren, die schotten sich nicht ab, sie haben reichlich Kontakte zu Deutschen. Es klingt ein bisschen arrogant, aber als Sprachlehrerin für Deutsch als Fremdsprache hatte ich in Deutschland sehr viel Kontakt zu Russlanddeutschen, zu sehr einfachen Menschen, die keine höhere Ausbildung in Russland/Kasachstan, etc. genossen haben, all jene haben riesige Probleme beim Erwerb der deutschen Sprache, egal ob 17 Jahre alt oder 60.
Sie erfahren sehr schnell, dass sie hier ohne ausgezeichnete Sprachkenntnisse keinen Job mehr finden können, außer Billig-Lohn als Hilfskraft.

Man schlägt ihnen günstigen leerstehenden WOhnraum vor, den sie gerne annehmen, weil dort schon viele r-d Familien leben, weil dort ein russischer Laden ist, wo die Babuschka ohne Probleme einkaufen kann, wo auch der Arzt und der Apotheker russisch sprechen. Die Enkel-Kinder können bei Schuleintritt besser Russisch als Deutsch, natürlich sind sie auch nicht alleine in ihrer Klasse, was zur Folge hat, dass sie sich zwangsläufig "auf russisch" anfreunden. Es bleibt alles beim alten.

In Deutschland ist die Großfamilie, mit Onkel, Tanten, COusinen und Cousins nicht mehr aktuell. Man trifft sich oft widerwillig zu Familienfeiern, ist sonst aber über ganz DEutschland verteilt. In Russland ist dieser Familienzusammenhalt bis heute ganz anders, eben so, wie auch die r-d Familien es in D. zu leben versuchen. In unserer Gesellschaft, wo vom einzelnen viel EInsatz für den Job erwartet wird, wo man mobil zu sein hat, kann man nicht mehr ständig auf die Großmutter Rücksicht nehmen. ABgesehen davon sind nicht gerade wenige deutsche Rentner froh, wenn sie alleine auf Reisen gehen und eine familiäre Unabhängigkeit genießen können.

Ich könnte noch vieles aufzählen, es ist ein endloses Thema.

Ich glaube man muss das wirklich differenziert betrachten. Ein "echter" Russe kommt mit ganz anderen Erwartungen ins Land, für ihn sind die Anforderungen an ein Visum auch beträchtlich hoch.
Als Student z.B. kommt er um Deutsche nicht herum. Als hochqualifizierter Arbeitnehmer... Sie haben einen völlig anderen Hintergrund.
Ich stelle mir oft meine oberbayerischen Nachbarn aus meiner Kindheit vor, Bauern, lieb, nett und hilfsbereit, sie sind mit ihrem Acker tiefer verwurzelt, als mit der deutschen Literatur, er würde in Russland oder sonst wo auf der Welt genauso anecken, wie viele der r-d in Deutschland. Wie oft stand er bei uns vor der Tür: Sie sprechen doch ausländisch, da brauchen welche Hilfe.
Umgekehrt gesagt:
Wer macht sich denn überwiegend auf den Weg, um andere Kulturen kennenzulernen, um sich mit ihnen auseinanderzusetzen, um vielleicht über sein eigenes Land besser zu reflektieren? (Nicht der durchschnittliche Mallorca-Urlauber im Ballermann.) Ein Mensch, der eine Fremdsprache gelernt hat, der ein gewisses Maß an Bildung über die Pflichtjahre in der Schule hinaus genossen hat oder gesucht hat (ich will nicht behaupten, dass man ohne Schule kein weltgewandter Mensch werden kann, nur kommen die Impulse dann von anderswo her).

So, nun lasse ichs gut sein.

Viele Grüße und einen schönen SOnntag noch.

Eliane
 Re: Sprachproblem, v.a. von Russlanddeutschen 01.12.2002 (21:47 Uhr) Olga
Hallo, Eliane,
Du hast Recht, die "Abkapselung" habe ich praktisch ausschliesslich bei den "Russischdeutschen" gemerkt. Ich bin, beispielsweise, keine, und ich bin dermassen "kontakteknüpfend" mit den Deutschen, dass es mich selbst manchmal wundert! Allerdings kommen Russen und nicht Russlanddeutsche ins Land mit ganz anderen Vorstellungen: man will schnellst möglich Sprache perfekt sprechen können, Leute und eine andere Kultur kennenlernen. Man kriegt nichts umsonst, man sollsich alle selbst erarbeiten: Studiumplatz, Freunde usw. Ich wollte z.B. lange Zeit nur mit Deutschen Kontakt haben, um Russisch nicht zu sprechen und die Sprahkenntnisse schnell auf die Palme bringen (klingt zwar komisch, ist aber so).
Ich muss jetzt leider Schluss machen, schreibe morgen noch viel dazu, OK.?

Gruss
Olga

> Hallo Olga,
> du hast natürlich recht mit deiner Bemerkung, dass viele
> unter sich bleiben wollen.
>
> Meine Erfahrung sagt mir aber, (genau wie dein Beispiel),
> dass es sich meist um Russland-Deutsche handelt, die sich
> abkapseln oder abgekapselt werden.
>
> Sie haben ein gravierendes Problem: Dem Pass nach sind
> sie Deutsche, der Sprache nach nicht mehr (die wenigsten
> können es noch), den Traditionen nach sind sie manchesmal
> "deutscher" als die Deutschen. Es hat sich unter ihnen
> häufig ein Deutschlandbild bewahrt, das heute in
> Deutschland nicht mehr existiert. Zwangsläufig kommt es
> damit zu einem Konflikt. Ein in Deutschland geboren und
> augewachsener Mensch kann sie kaum als Deutsche annehmen.
> Die Folge ist Abgrenzung auf beiden Seiten.
>
> Diejenigen jungen Menschen unter den Russlanddeutschen,
> die noch eine reelle Chance haben und die Fähigkeit
> mitbringen, die Sprache perfekt, so gut wie akzentfrei zu
> lernen, das Abitur zu machen, zu studieren, die schotten
> sich nicht ab, sie haben reichlich Kontakte zu Deutschen.
> Es klingt ein bisschen arrogant, aber als Sprachlehrerin
> für Deutsch als Fremdsprache hatte ich in Deutschland
> sehr viel Kontakt zu Russlanddeutschen, zu sehr einfachen
> Menschen, die keine höhere Ausbildung in
> Russland/Kasachstan, etc. genossen haben, all jene haben
> riesige Probleme beim Erwerb der deutschen Sprache, egal
> ob 17 Jahre alt oder 60.
> Sie erfahren sehr schnell, dass sie hier ohne
> ausgezeichnete Sprachkenntnisse keinen Job mehr finden
> können, außer Billig-Lohn als Hilfskraft.
>
> Man schlägt ihnen günstigen leerstehenden WOhnraum vor,
> den sie gerne annehmen, weil dort schon viele r-d
> Familien leben, weil dort ein russischer Laden ist, wo
> die Babuschka ohne Probleme einkaufen kann, wo auch der
> Arzt und der Apotheker russisch sprechen. Die
> Enkel-Kinder können bei Schuleintritt besser Russisch als
> Deutsch, natürlich sind sie auch nicht alleine in ihrer
> Klasse, was zur Folge hat, dass sie sich zwangsläufig
> "auf russisch" anfreunden. Es bleibt alles beim alten.
>
> In Deutschland ist die Großfamilie, mit Onkel, Tanten,
> COusinen und Cousins nicht mehr aktuell. Man trifft sich
> oft widerwillig zu Familienfeiern, ist sonst aber über
> ganz DEutschland verteilt. In Russland ist dieser
> Familienzusammenhalt bis heute ganz anders, eben so, wie
> auch die r-d Familien es in D. zu leben versuchen. In
> unserer Gesellschaft, wo vom einzelnen viel EInsatz für
> den Job erwartet wird, wo man mobil zu sein hat, kann man
> nicht mehr ständig auf die Großmutter Rücksicht nehmen.
> ABgesehen davon sind nicht gerade wenige deutsche Rentner
> froh, wenn sie alleine auf Reisen gehen und eine
> familiäre Unabhängigkeit genießen können.
>
> Ich könnte noch vieles aufzählen, es ist ein endloses
> Thema.
>
> Ich glaube man muss das wirklich differenziert
> betrachten. Ein "echter" Russe kommt mit ganz anderen
> Erwartungen ins Land, für ihn sind die Anforderungen an
> ein Visum auch beträchtlich hoch.
> Als Student z.B. kommt er um Deutsche nicht herum. Als
> hochqualifizierter Arbeitnehmer... Sie haben einen völlig
> anderen Hintergrund.
> Ich stelle mir oft meine oberbayerischen Nachbarn aus
> meiner Kindheit vor, Bauern, lieb, nett und hilfsbereit,
> sie sind mit ihrem Acker tiefer verwurzelt, als mit der
> deutschen Literatur, er würde in Russland oder sonst wo
> auf der Welt genauso anecken, wie viele der r-d in
> Deutschland. Wie oft stand er bei uns vor der Tür: Sie
> sprechen doch ausländisch, da brauchen welche Hilfe.
> Umgekehrt gesagt:
> Wer macht sich denn überwiegend auf den Weg, um andere
> Kulturen kennenzulernen, um sich mit ihnen
> auseinanderzusetzen, um vielleicht über sein eigenes Land
> besser zu reflektieren? (Nicht der durchschnittliche
> Mallorca-Urlauber im Ballermann.) Ein Mensch, der eine
> Fremdsprache gelernt hat, der ein gewisses Maß an Bildung
> über die Pflichtjahre in der Schule hinaus genossen hat
> oder gesucht hat (ich will nicht behaupten, dass man ohne
> Schule kein weltgewandter Mensch werden kann, nur kommen
> die Impulse dann von anderswo her).
>
> So, nun lasse ichs gut sein.
>
> Viele Grüße und einen schönen SOnntag noch.
>
> Eliane
Hallo an euch alle!

Ich habe mit großem Interesse eure Beiträge gelesen und weiß nun gar nicht wo ich anfangen soll zu antworten:-) Ich interessiere mich schon seit der Kindheit für alles was mit Russalnd zu tun hat, besonders Geschichte, Land und Leute, ich hatte sehr viele russische Brieffreundschaften und habe auf einer Klassenfahrt nach Moskau einen netten Jungen kennengelernt;-) Leider sind die Kontakte mit der Zeit abgebrochen.  NUn habe ich inzwischen Familie. Trotzem möchte ich gerne wieder Kontakte nach Russland knüpfen, vielleicht könnt ihr mir dabei helfen:-) Ich würde auch gern wieder die russsische Sprache neu erlernen, da wäre ein Schreibkontakt natürlich nicht schlecht, vielleicht so unter dem Motto: Ich bring dir deutsch bei und du mir russisch. Das ist doch bestimmt möglich, oder?:-)
Ws die russischen Männer angeht;-) Ich habe persönlich, aber leider auf Grund der damaligen verhältnisse nicht sehr intensiv mal mit russischen Soldaten sprechen können, die ja hier mal stationiert waren, es war sehr schön und interessant. Auch hat sich ein Bild in mir geprägt, ich habe mal auf einer Koppel in unserer Gegend einen russischen Soldaten stehen sehen mit einem langen Umhang und er fütterte gerade ein Pferd, das sah alles so schön harmonisch und romantisch aus mit der Landschaft dazu, dass ich mir wünschte ein Maler stünde jetzt da und hielte das Bild fest.
Als Anmerkung dazu muss ich gestehen ich bin uniformverrückt, nicht militärverrückt und auch nicht im Sinne von fetisch, aber ich finde Männer sehen in Uniformen einfach total tol aus:-)
Ihr merkt sicher schon, dass mein Bild von Russland recht romantisch ist, natürlich weiß ich, dass das in echt nicht so der Fall ist, man kann nicht alles verherrliche aber auch nicht nur negativieren,  aber ich denke russische Menschen, Männer wie Frauen haben noch ihren besonderen Stolz, auch aufgrund der Geschichte, der Künstler und vieles mehr. Das berührt mich sehr und ich fühle mich sehr hingezogen zu allem was mit Russland zusammenhängt.
Also ich hoffe ihr denkt jetzt nicht, dass ich eine hoffnungslose Romantikerin bin *kicher* Ich würde mich jedenfalls sehr über Mails von euch freuen:-)
Oder auch im Rahmen dieses Forums, ganz klar;-)
Neben Russland interessiere ich mich u.a. besonders für Medizin und Naturheilkunde, habe mir gerade heute ein Buch geholt aus der Buchhandlung: "Russische Heilgeheimnisse"
So, ehe es ein Roman wird sage ich erst mal Tschüssi!
Diese Seite hier habe ich übrigens erst heute entdeckt und freue mich sehr darüber, dass es sie gibt.
Liebe Grüße von Daniela
  
 Re: Sprachproblem 01.12.2002 (16:17 Uhr) Dani
Hallo Olga!
Ich finde es sehr schade, dass Russen hier in Deutschland nahezu nur untereinander leben. Es ist sehr schwierig Kontakte zu knüpfen, besonders in meiner ländlichen Gegend. Vielleicht ist es in Großstädten etwas besser. Beruflich habe ich auch gelegentlich mit Aussiedlern, meistens aus Russland und Kasachstan, zu tun. Ich arbeite im Sozialamt, leider landen fast alle Aussiedler entweder gleich nach der Einreise oder ein bisschen später bei uns und bekommen Sozialhilfe, weil sie nicht so schnell eine Arbeit finden. Vor allem wegen der Sprachprobleme und dann meist auch nur unter der von ihnen im Heimatland erworbenen Qualifikation. Alles in allem muss ich allerdings feststellen, dass diese Leute immer sehr höflich, freundlich, fleissig und auch dankbar sind. Die Jüngeren (so bis 20 oder 25) sind allerdings nicht immer ganz einfach. Es gibt sehr viele Probleme mit Schlägereien oder auch Drogenhandel. Bitte versteh micht nicht falsch, es gibt natürlich solche und solche, ich möchte keinesfalls etwas verallgemeinern.
Ich würde mich sehr über eine Freundschaft mit Russen oder Russlanddeutschen, das ist egal, freuen. Aber ich kann es mir im Beruf leider nicht erlauben, private Kontakte zu knüpfen.
Olga, lebst Du in Russland oder in Deutschland?

Gruss,
Dani
 Re: Probleme allgemein 04.12.2002 (09:12 Uhr) Olga
Hallo, Dani!
Ich lebe in Deutschland - studiere zur Zeit.
Ich wollte noch etwas ans Licht bringen - und zwar das Problem, das einige Ausländer in Deutschland haben: viele Deutsche betrachten sie wie "Abschaum". In meiner Sprachschule gab es einen sehr-sehr netten Tailänder, er war so süss und nett, dass es nicht zu toppen war! Nun war aber seine hautfarbe etwas dunkler, so dass man sofort sah, dass er ein Ausländer ist - der arme Kerl hatte oft Probleme auf der Strasse. Er hat mir wirklich sehr leid getan, weil er in Deutschland nur für paar Monate war und dann zurückkehren wollte (nach Tailand) und leider negative Erfahrungen gesammelt hat. Bei mir bspw. sieht man nicht, dass ich eine Ausländerin bin und deswegen hatte ich bis jetzt kein Problem damit.
Oft wenn ich in der Strassenbahn fahre, höre ich jemanden Russisch sprechen - ich wohne in Sachsen - hier gibt es sehr viele Aussiedler oder einfach Russen, Ukrainer, Weissrussen usw. Manchmal schäme ich mich für sie, dafür, wie sie sprechen, welche Wörter sie verwenden usw.

Ich bestehe sehr darauf, dass man unterscheidet, aus welcher ehemaligen Republick der Sowjetunion Leute stammen. Man bezeichnet alle, die Russisch sprechen als "Russen", das stimmt aber nicht! Die Mentalität der Russen, Weissrussen, Ukrainer,Kasachen, Letten usw. ist ganz unterschiedlich!
Eine Frage: warum kannst du es dir nicht erlauben, mit den Ausländer Kontakte zu knüpfen? Du meintest Ausländer, mit denen du arbeitsmässig zu tun hast? Damit du keinen bevorzugst bei bestimmten Arbeitsabläufen?

Gruss,
Olga

> Hallo Olga!
> Ich finde es sehr schade, dass Russen hier in Deutschland
> nahezu nur untereinander leben. Es ist sehr schwierig
> Kontakte zu knüpfen, besonders in meiner ländlichen
> Gegend. Vielleicht ist es in Großstädten etwas besser.
> Beruflich habe ich auch gelegentlich mit Aussiedlern,
> meistens aus Russland und Kasachstan, zu tun. Ich arbeite
> im Sozialamt, leider landen fast alle Aussiedler entweder
> gleich nach der Einreise oder ein bisschen später bei uns
> und bekommen Sozialhilfe, weil sie nicht so schnell eine
> Arbeit finden. Vor allem wegen der Sprachprobleme und
> dann meist auch nur unter der von ihnen im Heimatland
> erworbenen Qualifikation. Alles in allem muss ich
> allerdings feststellen, dass diese Leute immer sehr
> höflich, freundlich, fleissig und auch dankbar sind. Die
> Jüngeren (so bis 20 oder 25) sind allerdings nicht immer
> ganz einfach. Es gibt sehr viele Probleme mit
> Schlägereien oder auch Drogenhandel. Bitte versteh micht
> nicht falsch, es gibt natürlich solche und solche, ich
> möchte keinesfalls etwas verallgemeinern.
> Ich würde mich sehr über eine Freundschaft mit Russen
> oder Russlanddeutschen, das ist egal, freuen. Aber ich
> kann es mir im Beruf leider nicht erlauben, private
> Kontakte zu knüpfen.
> Olga, lebst Du in Russland oder in Deutschland?
>
> Gruss,
> Dani
 Re: Probleme allgemein 04.12.2002 (21:01 Uhr) Dani
Hallo Olga!
Ja, ich meinte, dass ich mit den Aussiedlern (oder auch mit anderen Personen) mit denen ich arbeitsmäßig zu tun habe, keine privaten Kontakt aufnehmen darf. Sonst würde ich in Verdacht geraten, dass ich diese Leute besser behandle als andere oder bevorzuge.
Ich wohne übrigens im nördlichen Oberfranken, vielleicht gar nicht so weit weg von Dir :-) Was studierst Du denn eigentlich? Wirst Du nur für die Dauer Deines Studiums in Deutschland bleiben? Ich hätte so viele Fragen an Dich und würde Dir gerne mal eine e-mail schreiben, aber leider kenne ich Deine Adresse nicht...

Viele Grüße
Dani
 Re: Probleme allgemein 06.12.2002 (22:05 Uhr) Olga
Hallo, Dani!

Ich studiere BWL. Da ich schon ein abgeschlossenes Studium in VWL (Volkswirtschaftslehre) zu hause hatte (allerdings nur Bachelor- Diplom, was leider in Deutschland nicht anerkannt wird), aber weiter studieren konnte (bis zum Magister)und das nicht so sehr lange machen wollte, habe ich fast dieselbe Richtung hier gewählt,na ja, eigentlich war es eine Fehlentscheidung, aber was soll's.
Mit dem Weiterbleiben weiss ich nicht, man kann im Leben nichts planen, meiner Meinung nach.
Meine E-mailadresse: glascha2001@yahho.de
Ich freue mich auf deinen Brief!
Tschü
Olga

> Hallo Olga!
> Ja, ich meinte, dass ich mit den Aussiedlern (oder auch
> mit anderen Personen) mit denen ich arbeitsmäßig zu tun
> habe, keine privaten Kontakt aufnehmen darf. Sonst würde
> ich in Verdacht geraten, dass ich diese Leute besser
> behandle als andere oder bevorzuge.
> Ich wohne übrigens im nördlichen Oberfranken, vielleicht
> gar nicht so weit weg von Dir :-) Was studierst Du denn
> eigentlich? Wirst Du nur für die Dauer Deines Studiums in
> Deutschland bleiben? Ich hätte so viele Fragen an Dich
> und würde Dir gerne mal eine e-mail schreiben, aber
> leider kenne ich Deine Adresse nicht...
>
> Viele Grüße
> Dani
 Re: russische Männer 19.11.2002 (11:24 Uhr) Lena
> Mich würde Eure Meinung über die russischen Männer sehr
> interessieren. Denkt Ihr auch, dass sie den ganzen Tag
> nur mit Vodka-Trinken verbringen? Das kann doch nicht
> sein...
> Danke für Euer Statement bereits im voraus.
 Re: russische Männer 19.11.2002 (11:29 Uhr) Lena
> > Mich würde Eure Meinung über die russischen Männer sehr
> > interessieren. Denkt Ihr auch, dass sie den ganzen Tag
> > nur mit Vodka-Trinken verbringen? Das kann doch nicht
> > sein...
> > Danke für Euer Statement bereits im voraus.
 Beitrageingabe 20.11.2002 (06:44 Uhr) amo
Hallo Lena!

Du solltest deinen Beitrag nicht in das Eingabefeld für die Emailadresse schreiben. So ist er für viele kaum zu lesen :-)

amo
Das mit dem vodka trinken finde ich ein bischen lustig -ich habe selber viele Jahre in Russland gelebt und bin gut mit der russischen Tradition vertraut.
Hallo,
mein Eindruck ist folgender:
Es scheint wohl eher ein Generationen- und Schichtproblem zu sein, und zwar dahingehend, dass die aelteren Maenner und die Unterschichten sicher noch hauefiger auch Wodka konsumieren, waehrend es bei den juengeren "Businessmen" nicht angesagt ist.
Ich habe jedenfalls kaum Betrunkene gesehen und nicht mehr als in Deutschland!
Ein anderer Punkt waere eine eher traditionelle Auffasung, was Frauen und Familie angeht. Die Sehnsucht nach einer eigenen Familie ist sicher ausgepraegter als unser Singledasein, was es in Russland bisher wohl eher weniger gibt.
Was denkt Ihr?
Regina
> Ich habe jedenfalls kaum Betrunkene gesehen und nicht
> mehr als in Deutschland!

das würd ich so nicht unterschreiben :-) ... auch nicht das mit dem Wodka, auch jüngere und vor allem männliche Russen trinken nach wie vor viel davon

> Ein anderer Punkt waere eine eher traditionelle
> Auffasung, was Frauen und Familie angeht. Die Sehnsucht
> nach einer eigenen Familie ist sicher ausgepraegter als
> unser Singledasein, was es in Russland bisher wohl eher
> weniger gibt.
> Was denkt Ihr?

das ist allerdings richtig. Russen sind hier einfach im Schnitt nicht so egoistisch veranlagt. Für wen er selbst am wichtigsten ist, wie bei der Mehrheit der Deutschen, ist sowas wie Familie bei fun, fun, fun natürlich hinderlich. Dadurch ist auch das gesellschaftliche Klima dort nicht von dieser furchtbar-falschen freundlichen Distanz, sondern ehrlicher und wärmer, wenn man das Glück hat, abseits von Touristenzentren richtig in die Bevölkerung abzutauchen.
 Männer und Frauen und Alkohol 22.11.2002 (05:35 Uhr) Eliane
Hallöchen,
> Es scheint wohl eher ein Generationen- und Schichtproblem
> zu sein, und zwar dahingehend, dass die aelteren Maenner
> und die Unterschichten sicher noch hauefiger auch Wodka
> konsumieren, waehrend es bei den juengeren "Businessmen"
> nicht angesagt ist.
Ich denke, was den Alkohol angeht, so ist das Bier auf dem besten Weg den Wodka zu verdrängen. Allerdings sehe ich mit Sorge schon früh morgens biertrinkende Menschen allerorts auf den Straßen, Männer UND Frauen gleichermaßen, keine Penner, sondern Menschen, die ich auf den ersten Blick der Mittelschicht zuschreiben würde, die eine Arbeit haben und nur mal eben Pause machen. Jetzt im Winter etwas weniger, weil vermutlich zu kalt auf der Parkbank.
Meine vielleicht nicht sehr gute Erklärung: Bier zählt nicht ernsthaft als Alkohol.

> Ich habe jedenfalls kaum Betrunkene gesehen und nicht
> mehr als in Deutschland!
Naja, kommt vielleicht auf das Stadtviertel an. Ich sehe immer wieder welche. Ob es mehr oder weniger als in D sind, lasse ich mal dahingestellt.

> Ein anderer Punkt waere eine eher traditionelle
> Auffasung, was Frauen und Familie angeht.
Ich gehe schon seit einigerzeit dem Thema nach, was für russische Frauen/deutsche Männer am jeweils entgegengesetzten Geschlecht so interessant ist, warum dies aber umgekehrt (deutsche Frau, russischer Mann) offenbar nicht oder nur sehr selten funktioniert.
(Ich möchte betonen, dass ich hier einen Querschnitt meiner EIndrücke schreibe und nicht ein allgemeingültiges Statement abgebe.)

Ich denke, dass deutsche Frauen für russische Männer zu selbständig sind, zu emanzipiert. Kein Kind mit Anfang/Mitte 20, wenn, dann lieber mit Ende 30. Das trifft den Familiengedanken von Regina.

Ich kenne zwar auch viele deutsche Frauen, die sich nach ihrem Studium z.B. mehr als schnell in die klassische Mutterrolle begeben haben, aber sie strahlen bis zur Empfängnis ein "Mit-mir-nicht" aus, "ich bin meine eigene Herrin".

Das macht eine russische Frau noch sehr selten. Zwar steigt das Heiratsalter auch in Russland (meine Studentinnen im 5. Studienjahr, etwa 21 Jahre alt lehnen allesamt eine Heirat in den nächsten 5 Jahren ab), doch früher oder später ist ihnen die Familie, die Geborgenheit des Mannes , die häusliche Sorge für den Mann (O-Töne aus dem Deutschunterricht) sehr wichtig.

Dazu noch die Frage:
Kann sich solche Äußerungen eine halbwegs gebildete Frau in D überhaupt leisten?
Ich denke, sie hätte es verdammt schwer einen Job zu finden, in RUS ist es eine Selbstverständlichkeit.
Ich habe selbst mit mir einige Wandel erlebt. Als ich meinte über das Emanzipationsgeschwafel hinweg zu sein, erntete ich allenthalben riesiges Erstaunen. Ich hätte es leichter gehabt, wenn ich bei der Emanzipationsmeinung geblieben wäre, anstatt mich als Frau zu nehmen, die ich nun mal bin.

Umgekehrt kann man natürlich ähnliches feststellen. Ein deutscher Mann kann in unserer "männerfeindlichen" Welt schon leicht die Orientierung verlieren. Hilft er der Frau aus dem Mantel, ist er ein Macho, sie kann es doch alleine. Hilft er nicht, ist er ein Trampel, sie wäre doch gerne umhegt. (Nur ein einfaches plattes Beispiel.)
Bei einer russischen Frau, weiß er eher, woran er ist.

Und obwohl mir meine Studentinnen alle einhellig erklären, sie wollten unbedingt eine Familie gründen, so haben sie dennoch eine düstere Zukunft vor Augen, was die russischen Ehemänner betrifft. Ich fasse einige Meinungen (auch widersprüchlich zu den oben genannten) zusammen:
"Die helfen nicht mit, weder bei der Kindererziehung, noch im Haushalt. Die sitzen nur auf dem Sofa rum und lassen sich bedienen. Wenn es ein Auto gibt, verbringen sie ihre Zeit in der Garage und schrauben. Das einzige was sie zu Hause machen, ist: Schuheputzen.
Sie umwerben uns, solange sie nicht mit uns verheiratet sind, dann haben wir für sie da zu sein."

Ganz aus der Luft gegriffen kann es nicht sein, immerhin haben sie ihr ganzes Leben in Russland zugebracht.

Eine andere Sache, die mir zunehmend auffällt, ist wie sich viele russische Männer halten. In Wohlfühlhosen (mit Gummizug) tapern sie zur Arbeit, in sich zusammengesunken, kein aufrechter Gang, verdrossen guckend. Daneben die Ehefrau, zumindest die ersten Jahre, herausgeputzt, geschminkt (irgendwann beginnt aber auch hier ein "Verfall").
Ich rede hier nicht von Schönheit, aber ich denke doch, dass das Auftreten auch eine Menge ausmacht. Es hat den Anschein, als ob einige dieser Männer den sonst viel zitierten "Stolz ihres Geschlechts" noch nicht wahrgenommen haben.

Ich arbeite in Russland an einer Uni. Neben mir als deutscher Frau, sind gerade noch ein Österreicher und ein Schweizer da. Es ist unglaublich, wie sich die beiden vor Heerscharen von Frauen kaum erretten können. Einladung hier, regelrechtes Abfangen da. (Beide sind von solchen Vorfällen schon recht genervt.)
Es mag auch an mir liegen, aber dennoch ist auffallend, dass sich Männer für eine ausländische Frau bei weitem nicht so interessieren.

Nun denn, ich könnte zu diesem Thema vermutlich schon Bände füllen.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende.

Eliane
 Re: Männer und Frauen und Alkohol 22.11.2002 (13:10 Uhr) Kagul
Hallo Eliane,

danke für Dein umfangreiches, sehr fundiertes und interessantes Posting. Ich muss natürlich auch nochmal meinen Senf dazu geben.

> Ich denke, dass deutsche Frauen für russische Männer zu
> selbständig sind, zu emanzipiert. Kein Kind mit
> Anfang/Mitte 20, wenn, dann lieber mit Ende 30. Das
> trifft den Familiengedanken von Regina.

ich denke, deutsche Frauen sind (im Schnitt) nicht emanzipierter, als russische. Allerdings äußert sich ihre Emanzipiertheit auf eine verbissenere und egoistischere Art, die persönliches Zurückstecken z.B. in wirtschaftlicher Hinsicht z.B. wegen Kindern oder einer Partnerschaft nicht zulässt (die deutschen Männer sind da wohl nicht besser). Dass dabei so etwas wie Familiensinn nicht oder später aufkommt (wenn man sich ´ausgetobt´ hat), ist kein Wunder.

> früher oder später ist ihnen die Familie, die
> Geborgenheit des Mannes , die häusliche Sorge für den
> Mann (O-Töne aus dem Deutschunterricht) sehr wichtig.
>
> Dazu noch die Frage:
> Kann sich solche Äußerungen eine halbwegs gebildete Frau
> in D überhaupt leisten?

ich glaube, dass hier unsere westeuropäische Gesellschaft sich nach einer zunächst positiven Entwicklung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Toleranz und Ermöglichung des Wunsches von Frauen, auch einen anderen Lebensweg als Kind und Familie zu beschreiten) inzwischen in ein gegenteiliges Extrem umschlägt (Diskreminierung und lächerlich-Machung von Frauen, die eben Familie und Kind als Lebensweg wählen). Nur dass jetzt die verbissen-feministische Fraktion die neue Diskreminierung betreibt, anstatt der patriarchalische Männerstaat.

> Und obwohl mir meine Studentinnen alle einhellig
> erklären, sie wollten unbedingt eine Familie gründen, so
> haben sie dennoch eine düstere Zukunft vor Augen, was die
> russischen Ehemänner betrifft.
> Ganz aus der Luft gegriffen kann es nicht sein, immerhin
> haben sie ihr ganzes Leben in Russland zugebracht.

Dass so viele russische Frauen sich nach Westen orientieren, hat denke ich auch mit ihrem negativen Bild der russischen Männer insgesamt zu tun. Zwar habe ich von russischen Frauen allgemein andere Details gehört, als die obigen, das Gesamtbild scheint jedoch echt so zu sein.

> Ich arbeite in Russland an einer Uni. Neben mir als
> deutscher Frau, sind gerade noch ein Österreicher und ein
> Schweizer da. Es ist unglaublich, wie sich die beiden vor
> Heerscharen von Frauen kaum erretten können.
> Es mag auch an mir liegen, aber dennoch ist auffallend,
> dass sich Männer für eine ausländische Frau bei weitem
> nicht so interessieren.

bei dem Bild, das westeuropäische Frauen auf der einen Seite und russische Frauen auf der anderen Seite abgeben, ist es nicht verwunderlich, dass eine westeuropäische Frau an sich (und das hat bestimmt nicht mit Dir persönlich zu tun) auf russische Männer erstmal weniger interessant wirkt. Kann ich gut nachvollziehen.
 Re: Männer und Frauen und Alkohol 24.11.2002 (08:38 Uhr) Keri
Hallo Eliane!
Vielen Dank für den tollen Beitrag!
Ich hab ihn sehr gerne gelesen - ein Beitrag mit "Hand und Fuss"

Viele Grüße und weiterhin alles Gute!
Kerstin
 Re: russische Männer 29.11.2002 (12:43 Uhr) Olga
Die russischen Männer sind STINK faul!!!! Es gibt, natürlich Ausnahmen, aber es ist wirklich wahnsinn!!! Die russischen Frauen sind eigentlich selber schuld: sie verwöhnen diese "Säcke"!! Ein russischer Mann stellt folgende Anforderungen an seine Frau: sie muss schön sein, Geld verdienen, gut kochen können, Kinder pflegen, sich um den Mann kümmern und dabei nur gute Laune  haben. Ist es nicht albern? Ich weiss wovon ich spreche - ich war mit so einem verheiratet (Zeitverschwendung!)
Tschü
Mich würde Eure Meinung über die russischen Männer sehr

> interessieren. Denkt Ihr auch, dass sie den ganzen Tag
> nur mit Vodka-Trinken verbringen? Das kann doch nicht
> sein...
> Danke für Euer Statement bereits im voraus.
 Re: russische Männer 01.12.2002 (09:50 Uhr) Andrrrej
...und Ihre Maenner können wirklich nur hochnäsig und merkantil sein? Falsch? Ich denke auch. Dann herzlich willkommen auf meine deutschsprachige Webseite. Offensichtlich hab ich all das betrunken geschafft ;-) www.mediasprut.ru/default.shtml
Gruss aus Russland!
 Re: russische Männer 01.12.2002 (11:28 Uhr) Eliane
Ach Andrej,
nimm die Wut einer enttäuschten Ex-Ehefrau nicht persönlich.
Ich habe wahrlich auch viele russische Männer kennengelernt doch als potentielle Lebensgefährten oder gar Ehemänner konnten sie mich in keiner Weise überzeugen.

Ich hätte nichts gegen eine deutsch-russische Beziehung einzuwenden gehabt, habe lange davon geträumt, aber meine Suche war bislang erfolglos. Wenn es denn einen Mann irgendwo gab, der mir rundum ein gutes Bild abgegeben hat, dann war er wie du schon längst vergeben.

Viele Grüße
Eliane

 Re: russische Männer 01.12.2002 (12:51 Uhr) Olga
Super, Eliane, du hast das Problem erfasst: in mir lebt bis jetzt reine Enttäuschung, weil die Hoffnungen zu hoch angezetzt wurden!
Klar, es gibt Ausnahmen - "Ausnahmen bestätigen die Regel!", aber so eine Ausnahme zu treffen und das alles klappt - das passiert, denke ich mal, sehr selten. Frauen, die das erleben, sind zu beneiden, weil russische Männer im Vergleich zu den deutschen einen ganz grossen Vorteil haben: sie sind "ritterlicher" veranlagt: sie schenken Blumen, begleiten nach einer Party nach Hause usw. Auf zahlreichen Beispielen von meinen Freundinnen denke ich, dass deutsche Männer eher rational veranlagt sind: wenn ich mit dieser Frau keine Beziehung habe, wieso muss ich sie nach Hause bringen usw.?
Na ja, allerdings so oder so gibt es nichts Perfektes auf der Welt. Aber ich persönlich bin immer noch optimistisch!
Gruss
Olga

> Ach Andrej,
> nimm die Wut einer enttäuschten Ex-Ehefrau nicht
> persönlich.
> Ich habe wahrlich auch viele russische Männer
> kennengelernt doch als potentielle Lebensgefährten oder
> gar Ehemänner konnten sie mich in keiner Weise
> überzeugen.
>
> Ich hätte nichts gegen eine deutsch-russische Beziehung
> einzuwenden gehabt, habe lange davon geträumt, aber meine
> Suche war bislang erfolglos. Wenn es denn einen Mann
> irgendwo gab, der mir rundum ein gutes Bild abgegeben
> hat, dann war er wie du schon längst vergeben.
>
> Viele Grüße
> Eliane
>
 Re: russische Männer 23.12.2002 (00:32 Uhr) bolek
> Russen sind aber im Allgemeinen Faul
 Russland 01.12.2002 (13:06 Uhr) Olga
Ich war gerade auf Ihrer Internetseite! Super!
Ich treffe sehr selten Menschen, mit denen ich 100-% einverstanden bin, aber bei Ihnen ist es der Fall (Russlands Unglück), ausserdem lagen meine Sympatien auch immer bei "Jabloko"!
Ich bin erst vor kurzem auf diesen Forum gestossen, bin extrem "aus dem Häuschen" vor Freude, dass ich endlich mich über wichtige Dinge unterhalten kann!
Bis bald
Olga

> ...und Ihre Maenner können wirklich nur hochnäsig und
> merkantil sein? Falsch? Ich denke auch. Dann herzlich
> willkommen auf meine deutschsprachige Webseite.
> Offensichtlich hab ich all das betrunken geschafft ;-)
> www.mediasprut.ru/default.shtml
> Gruss aus Russland!
 Re: russische Männer 05.12.2002 (13:39 Uhr) russala
hallo
auch ich möchte gern einmal was dazu sagen. ich bin deutsche und seit 9 jahren mit einem ukrainer verheiratet. ich bin sehr zufrieden.ich finde russische männer einfach super. und ich denke jede nationalität hat seinen fehler.ich kenne auch sehr vielem russische männer und wir sind gut befreundet.cu ines

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