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 "anfängerfragen..." 12.12.2004 (04:29 Uhr) nadja
hallo,

möchte im nächsten jahr erstmalig für einige monate nach russland. da noch nichts fix geplant ist, hab ich noch einige fragen und hoffe, hier antworten zu finden:

wie bleibe ich am besten in kontakt mit meinen "zurückbleibenden" in der schweiz? nehme an, auf dem land ist internet wenig verbreitet, oder? lohnt es sich, ein handy zu kaufen und so zu telefonieren? gibt es auch in kleinen orten telefonverbindungen in die schweiz?

habe schon gehört, dass leute empfehlen, transsib vor ort zu buchen und nicht über ein reisebüro. ist das möglich und machbar für jemanden, der das erste mal in diesem land ist?

hat jemand erfahrungen mit praktika im sozialen bereich?

danke vielmals für allfällige antworten!

nadja

 Re: "anfängerfragen..." 12.12.2004 (05:19 Uhr) Sandra
Der Ausdruck "Provinz" ist etwas weit gefasst:)))Internet gibt es auch in der Provinz aber die Frage ist "wo" in der Provinz und die Verbindungen sind meistens langsamm und abhaengig von der Telefonleitung. Eine Mobilnummer sollte man sich unbedingt zulegen, Romming ist viel zu teuer. Eine Mobilnummer kann man in Moskau und Peter an jedem Strasseneck kaufen, kostet USD 5.00. Wenn es in einem Ort eine Post gibt kann man auch (jenachdem wo dieser Ort ist) in die Schweiz anrufen. Ist der Ort fast am Nordpol braucht es einfach mehr geduld, da auf Voranmeldung telefoniert werden muss. Angebote fuer Sozialpraktika gibt es zB. unter www.oei-fu-berlin.de und in der Schweiz ueber Arbeitslosenprojekte zB. www.soms.ch.
 Re: "anfängerfragen..." 12.12.2004 (17:39 Uhr) Eliane
Kann mich Sandra eigentlich nur anschließen, obwohl die Provinz im Internet-Sinn doch immer kleiner wird.
Nehme mal an, du wirst nicht ausschließlich auf den kleinsten Kuhdörfern sein und damit ist das Internet dann wohl der günstigste und schnellste Weg für den Kontakt mit zu Hause.

In jeder Stadt (also ein Ort, der diese Bezeichnung verdient) gibt es Internetcafes. Und inzwischen kann man auch in reichlich kleineren Nestern einen Internetzugang bekommen. Laptops sollten ein Modem haben, das sich von Ton- auf Impulswahl umstellen lässt. Ansonsten kauft man sich eine Internetkarte (Kombination aus Pre-paid und Call-by-call) und surft sie ab. 1 Stunde in Ulan-Ude kostet ca. 18 Rubel tagsüber. Allerdings ist nicht jeder Anbieter in ganz Russland vertreten.

Prinzipiell gibt es in Russland auch ISDN und DSL, wir leben hier doch nicht hinter dem Mond (wenn auch hinter dem Baikal). ;-))

Auch das Handynetz wächst. Meine letzte Info: in der Transsib zwischen Omsk und Ulan-Ude setzte das Netz zweimal für einige km aus und das erst zwischen Irkutsk und Ulan-Ude.
Auf kleinen Dörfern gibt es nach wie vor kein Netz, also dort dann via Telefonvermittlung und wenn es einen privaten Anschluss gibt, geht die Durchwahl in der Regel auch.

Russisches Roaming ist auch relativ teuer. Am besten fährt man wohl, wenn man sich eine Sim-Karte einer großen Gesellschaft zulegt (MTS beispielsweise, die in ganz Russland existieren und inzwischen ihr Roamingsystem stark verbessert haben).

Natürlich kaufst du auch deine Bahnkarten besser vor Ort (und billiger). Nicht zuletzt bist du damit deutlich flexibler. Plötzlich gefällt es dir in Omsk und du willst erst drei Tage später nach Novosibirsk, dann verfällt deine Karte oder du musst sie nervig umtauschen gehen.

Warum sollte es nicht machbar sein? Habe schon Leute getroffen, die nicht mal die kyrillischen Buchstaben konnten und dennoch ihre Fahrkarten zum passenden Termin bekamen.
Man gehe an den Schalter und kaufe die Fahrkarte für den gewünschten Zug, keine Angst: Unverständliche Fahrkartenautomaten gibt es noch nicht.

Für Praktika fällt mir nichts besseres ein, als was Sandra dir geraten hat. Was ich nicht empfehlen möchte, ist die "Stiftung Jugendaustausch Schweiz-GUS".

Viele Grüße
Eliane
 Re: "anfängerfragen..." 27.12.2004 (08:57 Uhr) nadja
danke vielmals für eure antworten!!! ich lerne ja auch seit einem jahr die russische sprache, da sollte das fahrkarten-kaufen eigentlich klappen... muss man denn nicht bei der visumbeantragung genau angeben, wann man sich wo aufhält? und ist es einfach, so spontan übernachtungsmöglichkeiten zu finden?

wegen dem telefon habe ich nur gefragt, weil ich kein handy habe und überlege, mir für die reise eins zu kaufen.
bezüglich praktikum hab ich mal ein paar mails verschickt...

ich hätte noch viele fragen, aber momentan noch zu wenig konkret. bin froh, wenn ich mich wieder melden kann, wenn ich mehr weiss. nochmals danke für die hilfe!!!

gruss nadja
 Re: "anfängerfragen..." 28.12.2004 (04:43 Uhr) Unbekannt
muss man denn
> nicht bei der visumbeantragung genau angeben, wann man
> sich wo aufhält?
Nein, das musste vor 15 Jahren als es noch ein Land namens SSSR gab. Du gibst nur ein oder zwei Grossstaedte an und ohne Daten, Daten betreffen nur die Gueltigkeit des Visums.
und ist es einfach, so spontan

> übernachtungsmöglichkeiten zu finden?
Wen man sich kommunikativ zeigt prinzipiel ja. In Doerfern einfach Omis fragen oder ein Zelt mitnehmen, auch Lebensmittelgeschaefte sind eine Anlaufadresse. In groesseren Staedten besser vorab informieren.
>
 Re: "anfängerfragen..." 28.12.2004 (20:41 Uhr) Kagul
> Prinzipiell gibt es in Russland auch ISDN und DSL, wir
> leben hier doch nicht hinter dem Mond (wenn auch hinter
> dem Baikal). ;-))

in kleineren Städten hab ich aber noch keine solchen öffentlich zugänglichen Highspeed-Verbindungen entdeckt (nur in größeren Metropolen). Es gibt dort aber oft Shops, in denen Jugendliche Computerspiele zocken und die einen benutzbaren, wenn auch oft recht langsamen Telefonmodem-Internetzugang haben. Selbst die, die keinen haben, wissen immer, wo es den nächsten gibt
 Re: "anfängerfragen..." 29.12.2004 (00:50 Uhr) Eliane
> > Prinzipiell gibt es in Russland auch ISDN und DSL, wir
> > leben hier doch nicht hinter dem Mond (wenn auch hinter
> > dem Baikal). ;-))
>
> in kleineren Städten hab ich aber noch keine solchen
> öffentlich zugänglichen Highspeed-Verbindungen entdeckt
> (nur in größeren Metropolen). Es gibt dort aber oft
> Shops, in denen Jugendliche Computerspiele zocken und die
> einen benutzbaren, wenn auch oft recht langsamen
> Telefonmodem-Internetzugang haben. Selbst die, die keinen
> haben, wissen immer, wo es den nächsten gibt

Ich meinte damit natürlich nicht die dorfähnlichen Kreisstädte, die wir Westeuropäer aber kaum als Städte bezeichnen würden, auch wenn sie 50.000 Einwohner haben.
Ein provinzielles Nest wie Ulan-Ude mit 400.000 Einwohnern kann darum z.T. schon als eine Art Maßstab genommen werden, was technische Einrichtungen angeht.
Vor 6 Wochen trat der 2. Handy-Betreiber auf den Markt, dass es bis dahin nur das lokale Monopol gab, mochten nicht mal die Irkutsker sich vorstellen und die sind lediglich 400km weit weg.

Ich wollte damit eigentlich nur ausdrücken, dass nicht alles unmöglich ist und dass ich bis heute immer wieder staune, welche technischen Möglichkeiten es bereits bzw. ganz selbstverständlich gibt.
Wer sich das dann konkret leisten kann, ist natürlich eine andere Frage. Obwohl ich in den letzten Wochen schon mehrfach gestaunt habe, wenn ein altes Weiblein plötzlich in der Straßenbahn sein Handy gezückt hat.

Viele Grüße
Eliane
 Re: "anfängerfragen..." 02.01.2005 (10:17 Uhr) anneliesep
> hallo,
>
> möchte im nächsten jahr erstmalig für einige monate nach
> russland. da noch nichts fix geplant ist, hab ich noch
> einige fragen und hoffe, hier antworten zu finden:
>
> wie bleibe ich am besten in kontakt mit meinen
> "zurückbleibenden" in der schweiz? nehme an, auf dem land
> ist internet wenig verbreitet, oder? lohnt es sich, ein
> handy zu kaufen und so zu telefonieren? gibt es auch in
> kleinen orten telefonverbindungen in die schweiz?
>
> habe schon gehört, dass leute empfehlen, transsib vor ort
> zu buchen und nicht über ein reisebüro. ist das möglich
> und machbar für jemanden, der das erste mal in diesem
> land ist?
>
> hat jemand erfahrungen mit praktika im sozialen bereich?
>
> danke vielmals für allfällige antworten!
>
> nadja
> hallo Nadja, ich war vor eineinhalb Jahren in Russland, war viel auf dem Land unterwegs und selbst in jeder kleineren Stadt gibt es Internet-Cafes. Ich habe auch mal in einer sehr kleinen Stadt bei der Post gefragt und man erlaubte mir das Internet der Verwaltung zu benützen.
Handy würde ich dir nicht empfehlen, du musst zu sehr darauf aufpassen.
Bahnfahrkarten zu kaufen ist auch mit Sprachkenntnissen nicht so sehr einfach, man ist stets von der "Laune" der Schalterbeamtin abhängig. Schnell geht in Russland sowieso nichts, du musst also stets viel Zeit mitbringen beim Kauf von Karten. Mit viel Geduld und Ausdauer, manchmal auch Staunen "warum das denn jetzt?" klappt es.
Russland ist sehr interessant, freu dich auf deine Reise.
Liebe Grüße
Anneliesep
 Re: "anfängerfragen..." 05.01.2005 (03:02 Uhr) Eliane
> Handy würde ich dir nicht empfehlen, du musst zu sehr
> darauf aufpassen.
Es ist eher die Frage, ob man wirklich dauernd für die seinen erreichbar sein will.
Ein Handy in der Jackentasche zu haben, ist auch nicht schlimmer als den Pass dabei zu haben.
Man muss ja nicht das tollste und neueste Modell haben. Wobei die Russen selber so viele Handys haben, dass sie eher verständnislos mit den Augen rollen würden, wenn du keins hast.
Inzwischen schreitet auch das Netz über Land vorwärts und man kann nur staunen in welchen versteckten Winkeln man inzwischen auf Empfang ist.

> Bahnfahrkarten zu kaufen ist auch mit Sprachkenntnissen
> nicht so sehr einfach, man ist stets von der "Laune" der
> Schalterbeamtin abhängig.
Und auch da scheint mir, dass viele inzwischen eine Schulung über sich ergehen lassen mussten. Zumindest fällt mir seit einigen Monaten eine unglaubliche Freundlichkeit und Geduld an den Bahnhöfen und in den Zügen Ostsibriens auf.
Egal ob ich selbst mit sehr guten Russisch-Kenntnissen mich nicht entscheiden kann, welchen Zug ich nun genau will oder ob ich mitbekomme, wie vor mir mit Zettel und Stift versucht wird, den Wunsch nach der richtigen Fahrkarte zu übermitteln.
Und die Schaffner sind auch irgendwie entgegenkommender geworden.

Viele Grüße
Eliane
 Re: "anfängerfragen..." 05.01.2005 (10:30 Uhr) gerhard
> > Handy würde ich dir nicht empfehlen, du musst zu sehr
> > darauf aufpassen.
> Es ist eher die Frage, ob man wirklich dauernd für die
> seinen erreichbar sein will.
> Ein Handy in der Jackentasche zu haben, ist auch nicht
> schlimmer als den Pass dabei zu haben.
> Man muss ja nicht das tollste und neueste Modell haben.
> Wobei die Russen selber so viele Handys haben, dass sie
> eher verständnislos mit den Augen rollen würden, wenn du
> keins hast.

Das sehe ich ähnlich. Im Gedrängel auf Märkten, in Verkehrsmitteln, bei bekannten Sehenswürdigkeiten etc. gibt es überall auf der Welt Taschendiebe. In Rußland nicht mehr und nicht weniger als sonstwo.


> > Bahnfahrkarten zu kaufen ist auch mit Sprachkenntnissen
> > nicht so sehr einfach, man ist stets von der "Laune" der
> > Schalterbeamtin abhängig.

Wenn man etwas entspannter Fahrkarten kaufen möchte, gibt es in großen Städten sog. kommerzielle Kassen an den Bahnhöfen ohne große Schlangen. Außerdem gibt es Verkaufsagenturen und Reisebüros, die auch Bahnfahrkarten verkaufen. Dort ist die Kommunikation meist einfacher, weil man nicht durch eine kleine Klappe kommunizieren muß. Die Servicegebühr beträgt umgerechnet ein paar Euro.

Um die Feiertage herum und in den Ferienzeiten gibt es eine erhöhte Nachfrage und die Züge sind auf bestimmten Strecken schnell ausgebucht. Man kann Fahrkarten bis zu 40 Tage im voraus erwerben.

Viel Glück!
gerhard
www.avenida24.de

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